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Texte schneller erfassen

Speed Reading für effizientes Arbeiten

Speed Reading für effizientes Arbeiten

Das Speed Reading ist nichts anderes als die besonders schnelle Erfassung eines Textes. Es dient dazu, Sachverhalte rasch zu überblicken. Dabei versucht der Leser, mehr als die durchschnittlichen 200 bis 400 Wörter pro Minute (WpM) zu erfassen und dennoch den kompletten Informationsgehalt aus dem geschriebenen Text zu ziehen. ABSOLVENTA stellt die verschiedenen Methoden des Speed Reading vor und erklärt, in welchen Bereichen das „Geschwindigkeits-Lesen“ hilfreich sein kann.

Was ist Speed Reading?

Beim Speed Reading geht es vor allem darum, trotz der hohen Lesegeschwindigkeit den Inhalt des Textes zu erfassen. Das Speed Reading ist im Endeffekt nichts anderes als eine Beschleunigung des Leseverstehens. Speed Reading zählt zu den Soft Skills und ist eine sehr nützliche Fertigkeit. Es spricht für eine schnelle Auffassungsgabe, eine gute Konzentrationsleistung sowie schnelle Textbearbeitung und Verarbeitung.

Ein Absolvent kann durchschnittlich etwa 400 WpM lesen, da er es gewohnt ist, sich mit dem geschriebenen Wort unter Zeitdruck auseinanderzusetzen. Zum Vergleich: Ein Schulkind schafft es, etwa 200 WpM zu lesen und zu verstehen. Wenn geübte Speed Reader einen Text nur überfliegen, sollen sie bis zu 10.000 WpM erfassen können. Wenn sie „richtig“ lesen, sind sie mit circa 3.000 WpM immer noch deutlich über dem Durchschnitt. Verantwortlich dafür sind verschiedene Lesetechniken. Die Lesegeschwindigkeit ist dabei jedoch auch abhängig vom jeweiligen Medium. So liest sich ein Text auf einem Computerbildschirm beschwerlicher als der Text auf einem bedruckten Blatt.

Speed Reading Techniken

Der „Erfinder“ und einer der ersten Autoren des Speed Readings ist der US-Amerikaner Tony Buzan, der in den 1970ern verschiedene Techniken entwickelte, um seine eigene Lesegeschwindigkeit zu optimieren. Die Techniken für Speed Reading sind sehr vielfältig und nicht jede Methode steigert die Effizienz des Schnelllesens. Anbei möchten wir die wichtigsten Techniken vorstellen, die einen schnelleren Lesefluss ermöglichen:

Lesehilfe verwenden

Zu den grundlegenden Techniken gehört das Verwenden einer Lesehilfe. Dabei ist nicht etwa eine Lupe oder eine Brille gemeint, sondern ein Indikator für den Lesefluss. Damit markiert man die Zeile, die gerade gelesen wird. Kinder, die das Lesen lernen, benutzen gerne einen Finger, um die Lesestelle zu markieren. Ähnlich verfahren geübte Speed-Reader. Sie halten einen Stift oder ein kleines Lineal an die jeweilige Zeile.

Mitsprechen vermeiden

Eine andere Technik beim Speed Reading: Subvokalisation vermeiden. Mit Subvokalisation ist das lautlose Mitsprechen des Textes gemeint. Durch die Umsetzung des Textes in motorische Bewegungen statt rein kognitiver Abläufe, wird das Lesen automatisch verlangsamt.

Ein-Wort-Fokussierung verhindern

Das Auge bewegt sich beim Sehen nicht durchgängig am Horizont entlang, sondern macht kleinere Stopps. Ähnliches gilt auch beim Lesen von Texten. Durch die Zuhilfenahme des sogenannten peripheren Sehens kann die Verweildauer auf einem Segment des Textes minimiert werden. Speed Reader vermeiden es demnach, einzelne Worte zu lesen. Wenn man das volle Sichtfeld nutzt, ordnet das Gehirn automatisch Muster und Wortgruppen an. Damit erweitert der Speed Reader die erfasste Wortmenge.

Mehrere Zeilen gleichzeitig lesen

Um beim Lesen mehrere Wörter gleichzeitig erfassen zu können, verwenden Speed-Reader verschiedene Methoden. Eine davon ist das Lesen von mehr als einer Zeile gleichzeitig. Diese Technik erfordert jedoch etwas Übung. Man liest zum Beispiel zwei Zeilen in Leserichtung und die folgenden zwei Zeilen entgegen der Leserichtung. Diese Methode nennt sich auch „S-Technik“. Weitere Techniken, wie etwa das Zick-Zack-Lesen über mehrere Zeilen, leiten sich von dieser Methode ab.

Fazit zum Speed Reading

Das Speed Reading eignet sich in der Regel zur schnellen Informationsgewinnung und Bearbeitung aller möglichen Texte. Gerade bei Assessment Center Aufgaben, wie etwa der Postkorbübung oder Case Studies kann dir eine schnelle Text- und Informationserfassung helfen. Das spart Zeit, die du in die Lösung der Aufgabe investieren kannst. Für Lyrik oder Prosa eignen sich diese Lesetechniken allerdings weniger.

Speed Reading bedarf einiger Übung, doch der Aufwand lohnt sich, denn letztendlich hilft es bei der Optimierung des Zeitmanagements – im Studium und danach.

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Über den Autor

Luise Köhler
Luise Köhler

Luise schreibt seit 2011 für die ABSOLVENTA-Redaktion und kümmert sich dabei um die Bedürfnisse, Interessen und Fragen junger Berufseinsteiger.

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