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Disziplin lernen

Selbstmanagement

Selbstmanagement

Selbstmanagement ist nicht einfach ein weiteres Schlagwort aus dem immer größer werdenden Fachkatalog der Wirtschaft. Im Gegenteil, es hat maßgeblichen Anteil am beruflichen aber auch privaten Erfolg, denn nur wer seine Ziele konsequent verfolgt, kann sich selbst verbessern und vorankommen. Selbstmanagement ist, wie der Name schon sagt, Führung und Kontrolle der eigenen Person. Es geht also darum, sein Verhalten zu bewerten und sich anzuspornen. Damit dies gelingt, hat ABSOLVENTA einige grundlegende Aspekte des Selbstmanagements zusammengefasst.

Selbstmanagement

Ziele setzen

Gleich eines vorweg: „Ich will besser werden“ ist kein vernünftiges Ziel. Der Satz beinhaltet im Grunde nichts, denn ihm fehlt die klare Ausformulierung. Daher heißt Selbstmanagement, sich selbst eindeutige Aufgaben zu setzen und ein konkretes Ergebnis anzupeilen. Wer sein Englisch aufbessern will, könnte zum Beispiel einen Monat lang zehn neue Vokabeln am Tag lernen. Sportlich aktiver wird man nicht, wenn man es sich in den Kalender schreibt. Da hilft nur regelmäßige Bewegung. Wie wäre es zum Anfang mit zweimal die Woche 30 Minuten Jogging? Zu lang? Kein Problem, dann setze dir einfach andere (realistische) Ziele, aber setze sie!

Zeitplan aufstellen und einhalten

Der erste Schritt ist getan, jetzt muss eine realistische Zeitvorgabe gefunden werden. Überleg dir, was getan werden muss und wie viel Arbeit du dafür benötigst. Zerlege das Projekt in mehrere kleine Teilschritte. So erscheint auch das größte und anstrengendste Vorhaben deutlich einfacher und es fällt leichter, den Zeitplan einzuhalten. Der beste Zeitplan nützt allerdings überhaupt nichts, wenn er ignoriert wird und du am Ende doch nur das machst, wonach dir gerade der Sinn steht.   

Nicht die Welt ist das Problem, das Problem liegt bei einem selbst

Selbstmanagement bedeutet auch, sich die eigenen Fehler einzugestehen. Es tauchen immer wieder unerwartete Probleme auf, die das Vorhaben torpedieren, sie dürfen aber niemals als Ausrede verwendet werden. Es kann mal vorkommen, dass die Bahn ausfällt und der Heimweg eine Stunde länger als geplant dauert. Aber dies rechtfertigt nicht, sein Projekt für diesen Tag ruhen zu lassen und in sozialen Netzwerken zwei Stunden über sein Leid zu klagen.

Sei dir treu

Treue hat nicht nur in einer Partnerschaft eine große Bedeutung, auch für die eigene Person spielt sie eine wesentliche Rolle. Es ist nicht immer einfach, die eigenen Ideen und Vorhaben zu verteidigen, aber wenn du es nicht machst, wer dann? Freunde, Bekannte und manchmal auch Fremde raten zu Diesem und Jenem. Oft ist dies eine wertvolle Hilfe, doch ihre Ziele dürfen nicht deine werden. Jeder hat eine andere Perspektive. Ein 45-jähriger Familienvater hat in vielen Dingen des Lebens eine andere Ansicht und vertritt andere Ideale als vielleicht eine 21-jährige Studentin. Es ist besser, seine Stärken und Schwächen zu kennen und seine eigenen Ziele zu verfolgen, als auf Biegen und Brechen jemand anderes sein zu wollen. Man sollte sich treu bleiben. Wer einen Blog zum Thema „Sinnfreie Dialoge in Action-Filmen“ ins Leben rufen will, sollte dies auch tun, auch wenn ein Sport- oder Lifestyle-Blog vielleicht angesagter erscheint. Das "sich treu bleiben" darf aber keine Ausrede dafür sein, sich nicht weiterzuentwickeln und nur sein Ding zu machen, ohne Rücksicht auf andere zu nehmen.

Pack es an, mit beiden Händen

Schon mal etwas anheben wollen, es aber auf halber Strecke wieder fallengelassen? Beim erfolgreichen Selbstmanagement geht man konzentriert und mit der nötigen Sorgfalt das Projekt an. Nur so riskierst du nicht, ambitionierte Ziele nach einer Weile zu vergessen. Wenn zum Beispiel wieder einmal eine Hausarbeit ansteht, ist es meistens besser, sich in die Bibliothek zu setzen und dort zu arbeiten als im schönen Park, der mit seinen vielen Ablenkungen – tobende Kinder, ein süßer Hund und der Eiswagen – den Arbeitsfluss unterbricht. Wer sich von der Geräuschkulisse gestört fühlt, kann auch zu Hause arbeiten. Dann aber wenigstens am Schreibtisch und nicht in Jogginghose vor dem TV.

Eigene Comfort Zone verlassen

Die Sachen, die das Leben lebenswert machen, befinden sich oftmals außerhalb des Alltags. Eingefahrene Gewohnheiten und ein zu hohes Sicherheitsbedürfnis hindern daran, sein volles Potenzial auszuschöpfen. Daher sollte jeder ab und an aus der sogenannten Comfort Zone heraustreten und ungewohntes Terrain erkunden. Das Neue und die Unsicherheit sind nämlich nicht nur Risiken, sie sind zugleich auch wertvolle Chancen, die es zu nutzen gilt. Ein altbekannter Urlaubsort mag behaglich anmuten, aber die Gefahr ist groß, viele spannende Erlebnisse zu verpassen, die den eigenen Horizont erweitern.

Selbstmanagement ist nicht einfach, denn es bedarf immer auch Selbstdisziplin. Wenn du aber die genannten Punkte beherzigst, stehen die Chancen sehr gut, dass deine Pläne Wirklichkeit werden.

>> Weitere Infos zum Zeitmanagement findest du hier

Über den Autor

Daniel Villbrandt
Daniel Villbrandt

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