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Checkliste für ein gutes Trainee-Programm

Checkliste für ein gutes Trainee-Programm

Frisch gebackene Hochschulabsolventen werden bei der Jobsuche zunehmend mit Stellenausschreibungen konfrontiert, die den Berufseinstieg über ein Trainee-Programm bewerben. Was sich dahinter verbirgt, wird jedoch ausschließlich von den rekrutierenden Unternehmen definiert. Einheitliche Standards, die ein Trainee-Programm erfüllen sollte, gibt es nicht. Die Jobbörse Absolventa schafft Abhilfe – mit einer Checkliste für ein hochwertiges Trainee-Programm.

Checkliste Trainee-Programme

  • Ein anspruchsvoller Auswahlprozess gilt als Indiz für ein fundiertes Trainee-Programm. Das beliebteste Verfahren zur Bewerberauswahl ist das Assessment Center. Dabei müssen die potentiellen Trainees im Rahmen verschiedener Aufgaben sowohl ihre fachlichen als auch persönlichen Kompetenzen beweisen. Gängige Bestandteile von Auswahlverfahren sind ebenfalls das Motivationsschreiben und Gruppen- bzw. Einzelinterviews.
  • Bekommt man als Trainee bereits im Vorfeld des Programms seine kurzen und mittelfristigen Entwicklungs- und Karrierechancen im Unternehmen aufgezeigt, symbolisiert der Arbeitgeber damit sein Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit.
  • Generell dient ein Trainee-Programm dazu, die Teilnehmer spezifisch auf die Übernahme einer anspruchsvollen Zielposition im Unternehmen vorzubereiten. Deswegen empfiehlt es sich, als Bewerber die bisherige Übernahmequote zu erfragen.
  • Um die individuelle Entwicklung der Trainees nicht einzuschränken, wird die spätere Zielposition noch nicht zu Beginn des Programms festgelegt. So stellt sich zumeist erst im Verlauf des Trainee-Programms heraus, wo die spezifischen Stärken des Trainees liegen und in welchem Bereich er diese am Besten einbringen kann.
  • Damit die Teilnehmer einen ganzheitlichen Einblick in das Unternehmen und seine Funktionsbereiche erhalten können, sollte die Dauer des Trainee-Programms  mindestens 12 Monate betragen aber nicht länger als 24 Monate dauern. Der Ausbildungsverlauf sollte gut strukturiert und transparent gestaltet sein.
  • Fundierte Trainee-Programme sind häufig nach dem Prinzip der ,Job-Rotation’ aufgebaut. Das heißt, die Trainees durchlaufen im Zuge ihrer Ausbildung verschiedene Unternehmensbereiche und -standorte. Somit erhalten sie einen umfangreichen Einblick in die Struktur und das Tagesgeschäft des Unternehmens. Im Idealfall werden die Einsätze in den unterschiedlichen Stationen anhand individueller Stärken und Interessen der Trainees geplant.
  • Im Rahmen des Trainee-Programms übernehmen die Teilnehmer verantwortungsvolle Aufgaben und realisieren eigene Projekte.
    Kontinuierlich stattfindende Workshops und Trainings dienen der fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung der Trainees. Das so genannte ‚Training off the job’ ergänzt die Praxisarbeit im Unternehmen und wird häufig durch interne und externe Experten durchgeführt. Einige Betriebe verfügen sogar über eigene Akademien für die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.
  • Über die gesamte Dauer des Trainee-Programms steht dem Teilnehmer ein Mentor zur Seite, der sein fachspezifisches Wissen weitergibt und den Trainee bei Problemlösungsprozessen unterstützt. Darüber hinaus gibt der Mentor regelmäßig Feedback, um die persönliche Entwicklung des Trainees zu fördern. Die Position derartiger Mentoren wird häufig von erfahrenen Fach- und Führungskräften besetzt.
  • Damit sich der Trainee ein berufliches Netzwerk aufbauen kann, finden regelmäßige Treffen mit anderen (angehenden) Fach- und Führungskräften des Unternehmens statt.
  • Das Trainee-Gehalt sollte nicht bedeutend unter dem von Direkteinsteigern gleicher Qualifikation liegen.
  • Wurde das Trainee-Programm erfolgreich absolviert, übernimmt der Teilnehmer in seiner Zielposition einen eigenen Verantwortungsbereich. Die Vergütung sollte dann deutlich höher sein als das Trainee-Gehalt.

Diese Checkliste hilft, im stetig wachsenden Angebot an Trainee-Programmen den Überblick zu behalten und ‚schwarze Schafe’ schneller zu erkennen. Je weniger Punkte der Liste erfüllt werden, desto kritischer solltest Du das jeweilige Stellenangebot betrachten.

Infos und einen Kriterienkatalog für zur Beurteilung der Qualität des Jobangebotes liefert auch die >> Trainee-Auchzeichnung. Arbeitgeber, die diese Auszeichnung erhalten, garantieren eine "karrierefördernde und Faire" Ausbildung Ihrer Trainees.

Trainee-Programm muss zum Bewerber passen

Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass auch das beste Trainee-Programm nicht alle Kriterien vollends erfüllen kann und muss. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen haben oft keine ausreichenden finanziellen und personellen Ressourcen, um mit den Programmen von Großkonzernen mitzuhalten. Dennoch müssen die Trainee-Programme nicht schlecht sein. Was zählt, ist letztlich das Gesamtpaket. Dieses muss vom Bewerber genau abgewogen werden. Dazu sollte er das jeweilige Angebot in Relation zu seinen fachlichen und persönlichen Qualifikationen sowie beruflichen Zielen setzen. Wenn sich diesbezüglich eine große Schnittmenge ergibt und dann noch das Bauchgefühl stimmt, steht dem erfolgreichen Karriereeinstieg als Trainee nichts mehr im Weg.

In der Trainee-Datenbank von Trainee-Geflüster.de kannst Du Dich ausführlich über die verschiedenen Trainee-Programme in Deutschland informieren und abwägen, welches Programm zu Dir passt.

>> Hier geht’s zur Trainee-Datenbank

Über den Autor

Lukas große Klönne
Lukas große Klönne

Ehem. Redaktionsleiter der Jobbörse ABSOLVENTA und Autor des Buches "Trainee-Knigge" – der Ratgeber für Berufseinsteiger.

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