Was müde Mitarbeiter munter macht

Was müde Mitarbeiter munter macht

Inhalt

  1. Es geht (auch) um das Timing...
  2. Sauerstoff, Sport und Sonne
  3. Von satten Fetten und schnellem Zucker
  4. Lachen als Wachmacher

Es ist 14.30 Uhr, die Mittagspause liegt noch nicht weit zurück, der Feierabend dafür noch in gefühlt ferner Zukunft. Plötzlich überfällt einen diese Müdigkeit und die Produktivität  geht exponentiell gegen null. Da drängt sich kurz vor dem unfreiwilligen Nickerchen eine letzte Frage ins Unterbewusstsein: Was hilft bloß gegen schwere Augenlider, schlappe Gliedmaßen und stark verlangsamtes Denkvermögen am Arbeitsplatz?

Es geht (auch) um das Timing...

Ob man sich beim Aufstehen relativ ausgeruht oder absolut überlebensunfähig fühlt, hängt nicht nur von der Schlafdauer ab. Wichtig ist auch, ob man zum Weckzeitpunkt eine Leicht- oder Tiefschlafphase durchläuft.  Wer also regelmäßig morgens aus Strand- oder anderen Traumszenarien in die Realität geholt wird, hat es noch nicht bis in die leichtere Aufwachphase geschafft und fühlt sich „gerädert“. Um in Zukunft erholter aufzuwachen kann man daher einfach mit seinen Weckzeiten experimentieren. 15 Minuten mehr oder auch weniger können da wahre Wunder wirken! Andere Möglichkeit: sich einen sogenannten Schlafphasenwecker zulegen. (Die Funktion gibt es übrigens auch als App für Smartphones).

Sauerstoff, Sport und Sonne

Damit wir konzentriert und produktiv arbeiten können, benötigen unsere Zellen Energie, die sie über den Stoffwechsel selbst produzieren können. Dazu brauchen sie Sauerstoff und die richtigen Nährstoffe (siehe unten). Frische Luft und Bewegung kurbeln daher den Stoffwechsel an. In der Mittagspause lässt sich auf einem kleinen Spaziergang beides wunderbar kombinieren. Schon eine 20-minütige Runde langt um die Lebensgeister wieder zu erwecken. Bewegung erzeugt nämlich Glückshormone, die beim schnöden Bildschirmstarren allgemein zu kurz kommen. Und gerade jetzt, da der Sommer naht, können wir uns auf einen weiteren Endorphin-Verstärker freuen: Sonne pur!

Sollte man keine Möglichkeit haben, nach draußen zu gehen, kann kräftiges Durchlüften helfen die ermüdenden Kohlendioxide aus dem Raum zu pusten. Und wenn die Luft im Gang rein ist, reichen schon zehn bis 15 Kniebeugen aus, um den Kreislauf anzukurbeln. Oder man kann beim mittäglichen Gang zur Kantine einfach die Treppen, statt den engen und überfüllten Aufzug benutzen.

Von satten Fetten und schnellem Zucker

Auch wenn man sich mittags nach Schnitzel mit Pommes sehnt, die Produktivität hat an solchen Speisen stark zu knabbern. Man verbraucht beim Aufspalten der gesättigten (größtenteils tierischen) Fette und Kohlenhydrate nämlich Energie, die eigentlich im Gehirn benötigt wird. In der Folge wird man träge und arbeitet langsamer.

Sogenannte ungesättigte Fettsäuren, zum Beispiel aus Fisch, Nüssen oder Olivenöl, sind hingegen viel unproblematischer. Der Körper kann sie schneller aufspalten und auch noch sinnvoll, beispielsweise zum Aufbau von Zellen oder bestimmten Hormonen, verwerten.

Auch Zucker ist nicht gleich Zucker: Der Zucker aus Süßigkeiten gerät postwendend in die Blutbahnen – und ist genauso schnell wieder verschwunden. Die dann entstehende plötzliche Flaute im Blut zieht die Konzentration mit herunter. Die Folge sind fehlende Motivation, Dämmerschlaf, neuerlicher Heißhunger und sonstige unvorteilhafte Gemütszustände. Viel sinnvoller ist da Fruchtzucker aus Trocken- oder frischem Obst, der laaangsam ins Blut gerät und dort über einen längeren Zeitraum verbleibt. Tipps zum  gesunden Snacken im Büroalltag findest Du auch hier.

Lachen als Wachmacher

Herzhaft gelacht macht richtig wach. Sei es das Witzeln mit Kollegen oder aber der Fail-Compilation Klassiker auf YouTube – wer sagt, dass man bei der Arbeit keinen Spaß haben sollte? Die richtige Prise Humor am Arbeitsplatz wirkt nämlich nicht nur auflockernd, sondern kann auch durchaus sinnvoll sein. Kleine Pausen steigern sogar die Produktivität, wie diverse Studien belegt haben. 

Ganz egal, woraus der Zwerchfellkitzler resultiert: die Wirkung ist vielfältig. Denn schallendes Lachen baut Stresshormone ab und versorgt das Gehirn mit einer Extraportion Sauerstoff. Bestenfalls rüttelt es zudem den Körper kräftig durch. Und da Bewegung, Sauerstoff und  Endorphine bekanntlich hochwirksame Muntermacher sind, ist man anschließend nicht nur wach, sondern auch bestens gelaunt.

Alternativ kann man, sofern es der Arbeitgeber gestattet, zwischendurch die Kopfhörer einstöpseln, das Lieblingslied aufdrehen und mental mitsingen. Besser als traurige Balladen sind da natürlich sommerliche Gute-Laune-Songs mit treibendem Beat.

Lies auch: Tipps für Montagsmorgen-Muffel

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