Was ist Wirtschaftsprüfung?

Was ist Wirtschaftsprüfung?

Ob durch Innenrevision oder durch externe Wirtschaftsprüfer: Die Aufgabe bleibt gleich. Die Buchhaltung eines Unternehmens wird kontrolliert und der Soll- mit dem Ist-Zustand verglichen. Dabei besteht die Herausforderung für die Prüfer darin, unbefangen, kritisch und parteilos zu sein.

Inhalt

  1. Wirtschaftsprüfer überprüfen die Ordnungsmäßigkeit eines Unternehmens
  2. Externe Wirtschaftsprüfer müssen unbefangen, kritisch und parteilos sein

Wirtschaftsprüfer überprüfen die Ordnungsmäßigkeit eines Unternehmens

Wirtschaftsprüfer kontrollieren die Buchhaltung eines Unternehmens. Anhand von Belegen überprüfen sie, ob die Firmen jeden Posten korrekt in die Konten aufgenommen haben. Sie vergleichen sozusagen den Soll-Zustand mit dem Ist-Zustand. Dabei achten Wirtschaftsprüfer insbesondere darauf, dass die Ausgaben ordnungsgemäß zusammengeführt worden sind, sprich unter die korrekten Konten gebucht sind und ausgewiesene Einnahmen auch in die dafür genauen Zeiträume einberechnet werden. Sie geben daher auch nicht direkt Auskunft, ob ein Unternehmen erfolgreich wirtschaftet. Sie sprechen einem Betrieb lediglich die ordnungsgemäße Buchführung zu. Damit gewährleisten Wirtschaftsprüfer, dass ein Unternehmen keine falschen Angaben, wissentlich oder unwissentlich, über sein Geschäft macht.

Wirtschaftsprüfer sind daher vor allem bei der Jahresabschlussprüfung gefragt. Gerade zum Ende und zu Beginn eines jeden Jahres müssen sie sich durch eine große Menge von Belegen arbeiten und jede geschäftliche Dokumentation unter die Lupe nehmen. Da sich die Arbeit für Wirtschaftsprüfer zu bestimmten Zeitpunkten ballt, sprechen Experten teilweise auch von einem Saisongeschäft in der Wirtschaftsprüfung. 

Externe Wirtschaftsprüfer müssen unbefangen, kritisch und parteilos sein

Prinzipiell kann sich jedes Unternehmen einer internen Wirtschaftsprüfung unterziehen, einer sogenannten Innenrevision. Unter Wirtschaftsprüfer versteht man im Fachjargon allerdings eher externe Spezialisten, die nicht unmittelbar an das zu prüfende Unternehmen gebunden sind. Dies soll ein unbefangenes und parteiloses Prüfungsergebnis gewährleisten. Interne Mitarbeiter sind teilweise sich und den Kollegen gegenüber nicht kritisch genug, weil ihnen der notwendige Abstand fehlt.

Allerdings ist dies auch zu hinterfragen. Ein Wirtschaftsprüfer mag weniger mit einem Unternehmen verbunden sein als interne Mitarbeiter, ganz unabhängig ist er allerdings nicht. Wirtschaftprüfunggesellschaften haben ein berechtigtes Interesse daran, auch im nächsten Jahr wieder den Auftrag für eine umfassende Prüfung zu erhalten. Inwiefern sie dann noch parteilos sind, ist eine kaum zu beantwortende Frage. Dieses gegenseitige Verhältnis gilt jedoch für fast alle Anbieter-Kunden-Beziehungen, weshalb es unfair wäre, Wirtschaftsprüfer deshalb zu stark zu kritisieren.

Problematischer ist da eher der Umstand, dass viele Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften ihre Arbeit nutzen, um an lukrative Berater-Verträge zu kommen. Um „Prüfungs-Schummeleien“ zu unterbinden, existieren klare gesetzliche Regelungen, die die korrekte Bilanzierung vorgeben. Darüber hinaus hat das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IWD) Berufsgrundsätze formuliert, die zwar keine gesetzliche Verbindlichkeit haben, aber eine herausragende Stellung einnehmen und zu der sich jeder Wirtschaftsprüfer verpflichtet.

>> Jetzt in den Stellenangeboten nach Jobs in der Wirtschaftsprüfung suchen

Über den Autor

Lukas große Klönne
Lukas große Klönne

Ehem. Redaktionsleiter der Jobbörse ABSOLVENTA und Autor des Buches "Trainee-Knigge" – der Ratgeber für Berufseinsteiger.

Beliebte Artikel aus unserem Karriereguide