Was die Karrierebranche bewegt: mobile Recruiting und Recrutainment

Was die Karrierebranche bewegt: mobile Recruiting und Recrutainment

Wie finden Unternehmen den passenden Nachwuchs? In der Personalsuche halten neue Trends Einzug: vermutlich bedingt durch die GamesCom tauchte das Thema Recrutainment in den letzten Tagen vermehrt in der Berichterstattung auf. Problematisch steht demgegenüber allerdings die prekäre Situation junger Berufseinsteiger - es werden kaum noch unbefristete Vollzeitstellen angeboten. ABSOLVENTA hat die die Medienberichtertsattung der kommenden Wochen zusammegefasst.

Am 8. August feierte die Bolgna-Reform ihr zehnjähriges Jubiläum. Wie sieht die Bilanz der europäischen Umstellung der Studiengänge auf Bachelor und Master aus? Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan zeigt sich positiv und bewertete die Studienreform sogar als europäische Erfolgsgeschichte. Die Unternehmen ziehen hingegen eine eher verhaltene Bilanz. Beispielsweise sei die Selbsteinschätzung der Bachelor-Absolventen oftmals trügerisch und stimme nicht mit den tatsächlichen Berufsanforderungen überein, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Allerdings seien die Fremdsprachenkenntnisse der Bachelor-Absolventen besser als noch vor einigen Jahren.

Hochschullehrer beklagen sich über die mangelnde Allgemeinbildung der Studierenden. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte die Ergebnisse einer Befragung an dreißig philosophischen Fakultäten, die zeigen, dass Studenten die deutsche Sprache immer schlechter und Techniken der Selbstdarstellung immer besser beherrschen. Bildungsfachleute fordern daher ein Verbesserung der Qualität der Lehre.

Junge Berufseinsteiger haben es nicht leicht - neben der bemängelten Qualität des Studiums und der Lehre sind die Chancen auf eine Festanstelleung derzeit eher gering. Spiegel Online schreibt, dass drei von vier Deutschen unter 30 Jahren keine unbefristete Vollzeitstelle haben - ja teilweise nicht einmal ausreichen, um die eigene Existenz zu sichern.

Die Unternehmen hingegen haben das Problem, offene Stellen nicht ausreichend besetzen zu können, da qualifizierte Fachkräfte fehlen. Das Internetportal Business-Wissen.de schreibt, dass sich Unternehmen nicht fargen sollten, ob sie attraktiv sind, sondern für wen sie attraktiv sind. Buchautorin Christina Grubendorfer empfiehlt, die Aufmerksamkeit des Employer Branding zunächst nach Innen zu richten, um die eigenen Mitarbeiter zu begeistern und so zu Botschaftern des Unternehmens zu machen.

Einige Firmen finden ihre Wunschkandidaten, andere nicht. Doch woran liegt das? Das Magazin CIO stellt die Ergebnisse der Studie "Assessments 2012" vor. Um die passenden Mitarbeiter zu finden, ist nicht nur die Stellenausschreibung entscheidend. Die Kommunikation zwischen den einzlenen Abteilungen spielt eine wichtige Rolle im Rahmen des Recruitings. Erfolgreiche Firmen standardisieren Recruitng-Prozesse und die Personalentwicklung.

Einer der aktuellen Trends im Rahmen der Personalsuche ist Recruitainment, also die Kombination aus Recruiting und Entertainment. Immer mehr Unternehmen entdecken diese Methode für sich - zumal sie sehr kostengünstig sind, so SPIEGEL ONLINE. Die Kandidaten durchlaufen spielerisch verschiedene Online-Tests, in denen sie ihr Können unter Beweis stellen müssen. Mitunter sind solceh Tests stressiger und schwerer als klassische Assessment Center.

ABSOLVENTA wünscht einen guten Start in die neue Woche und viel Erfolg bei der Suche nach dem passenden Nachwuchs!

 

Über den Autor

Ralf Junge
Ralf Junge

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