Was die Karrierebranche bewegt: Mitarbeiter finden und binden

Was die Karrierebranche bewegt: Mitarbeiter finden und binden

Die händeringende Suche der Personalverantwortlichen in Unternehmen ist mindestens genauso wichtig wie die langfristige Bindung bestehender Mitarbeiter.

 



Die Personalwirtschaft schreibt, dass laut der „Global Workforce Study“Arbeitgeber besonders bei den Themen Work-Life-Balance und Führungskultur ihre Hausaufgaben machen müssen, um die Mitarbeiter enger zu binden. Zwar ist die Mitarbeitermotivation mit 52 Prozent in deutschen Unternehmen sehr hoch, allerdings sind nur 29 Prozent nachhaltig engagiert. Laut der Studie hat gerade das Top-Management einen besonders starken Einfluss auf das Engagement – jedoch fehlt das Vertrauen.

Arbeitgeber müssen sich künftig stärker den sich verändernden Anforderungen der Arbeitnehmer stellen. Besonders die Berufseinsteiger haben eine andere Einstellung zur Arbeit als ihre Eltern – sie wünschen sich Vielfalt und Herausforderungen in einem engagierten und kooperativen Arbeitsumfeld mit einfachen Kommunikationswegen und flexiblen Arbeitszeiten. Dennoch haben ein harmonisches Privatleben und das persönliche Glück die höchste Priorität bei Hochschulabsolventen – vor der Karriere.

Unternehmen müssen sich beim Recruiting diesen geänderten Anforderungen stellen – mit immer kreativeren Mitteln, um die Aufmerksamkeit der Umworbenen auf sich zu ziehen. Eine mittlerweile beliebte Methode ist das Active Sourcing, die direkte Ansprache der Kandidaten. Dabei werden zunehmend auch die sozialen Medien einbezogen. Einige Unternehmen arbeiten sogar schon mit Kindergärten zusammen, um die Kinder für bestimmte Berufe zu begeistern. Diese und weiteren Methoden des modernen Recruitings stellt SPIEGL Online vor.

Leider haben einige Personaler noch immer Vorurteile gegenüber bestimmten Bewerbern – sei es durch Migrationshintergrund, Alter, Geschlecht oder sogar Aussehen. Daher hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes in einem Pilotprojekt die anonyme Bewerbung getestet. Die Financial Times Deutschland fragt dazu: „Bewerbungen ohne Namen, ohne Familienstand, ohne Jahreszahl? Statt eines Lebenslaufs nur Ausbildungsdauer und Arbeitserfahrung? Dazu ein Motivationsschreiben, in dem die Bewerber ihre Stärken herausstellen? Kann das funktionieren?“ Es hat funktioniert; der Fokus liegt bei der anonymen Bewerbung auf den Fähigkeiten des Bewerbers, ohne Ablenkung durch persönliche Entscheidungen.

Doch die Zukunftsbedingungen junger Berufseinsteiger sind unsicher, die Arbeitsbedingungen schlecht; das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie, die von der IG Metall in Auftrag gegeben wurde. Die Süddeutsche Zeitung schreibt, dass sich die wirtschaftliche Lage junger Arbeitnehmer trotz konjunkturellen Wachstums nicht gebessert hat. 32 Prozent der Arbeitnehmer bis 34 Jahre sind in Leih- oder Zeitarbeit sowie befristeten Stellen beschäftigt.

Wir hoffen, dass die Ergebnisse dieser Studie ein Umdenken in den Köpfen der Entscheider in den Unternehmen bewirkt. ABSOLVENTA engagiert sich beispielsweise mit der Auszeichnung für karrierefördernde & faire Trainee-Programme für die hochwertige Ausbildung des Nachwuchses und bessere berufliche Perspektiven.

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Ralf Junge
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