Was die Karrierebranche bewegt (KW 8)

Was die Karrierebranche bewegt (KW 8)

Die Karrierebranche ist im Umbruch. Der anhaltende Fachkräftemangel zwingt die Unternehmen, sich geeignete Maßnahmen der Personalgewinnung zu überlegen. Durch den Nachwuchsmangel rücken ältere Mitarbeiter in den Fokus der Personaler. Sogar der Einsatz ausscheidender Bundeswehrsoldaten wird diskutiert.

Auch in der IT-Branche macht sich der zunehmende Fachkräftemnagel bemerkbar, schreibt die Computerwoche. Personaler sind daher zunehmend damit beschäftigt, sich geeignete Maßnahmen der Personalgewinnung zu überlegen, auch unter Einsatz von Social Media. Im Rahmen einer repräsentativen Studie zur den Recruitng Trends fand das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main heraus, dass 11,5 Prozent der freien Stellen unbesetzt bleiben werden, aufgrund des Mangels an geeigneten Kandidaten.

Laut der Süddeutschen Zeitung wird die Zukunft bunt: durch den demografischen Wandel wird es wieder mehr altersgemischte Teams in den Unternehmen geben. Die Babyboomer treffen auf die Generationen X und Y. Der Vorteil: eine große Bandbreite an Erfahrungen und Fachwissen. Die Gefahr: verschiedene Ansprüche und Perspektiven zur Arbeitsmoral sowie unterschiedliche Arbeitsweisen. Sven Hennige vom Personaldienstleistungsunternehmen Robert Half erzählt im Interview, vor welchen Herausforderungen die Unternehmen zukünftig stehen.

Auch die steigende Erwerbsquote bei den Über-60jährigen Arbeitnehmern erfordert ein zunehmendes Maß an Toleranz in den Unternehmen, gerade bei Berufseinsteigern und jungen Kollegen. Erfreulich ist, dass die Zahl der älteren Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren gestiegen ist und Deutschland damit im europäischen Vergleich einen Spitzenplatz einnimmt, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Unternehmen profitieren jedoch von älteren Kollegen - laut Studienergebnissen des ZWE erhöht sich die Produktivität eines Betriebs um gut 0,5 Prozent, wenn der Anteil der Beschäftigten zwischen 45 und 50 Jahren an der Gesamtbelegschaft um einen Prozentpunkt steigt.

Neben den älteren Berufstätigen soll nun auch auf ausscheidende Bundeswehrsoldaten zum Ausgleich des Fachkräftemangels zurückgegriffen werden. Das plant zumindest die Deutsche Bahn. Der Konzern will bundesweit bei der Bundeswehr rekrutieren, um den steigenden Bedarf an Fachkräften, betrieblichen Führungskräften und Ingenieuren zu decken, schreibt die ZEIT. Die Deutschen Bahn plant, zwischen 5.000 bis 7.000 Mitarbeiter im Jahr einzustellen und dabei mit dem Berufsförderungswerk der Bundeswehr zusammenzuarbeiten.

Viel Unternehmen nutzen bei der Personalgewinnung die sozialen Netzwerke. Doch wie wird sich der Einsatz von Social Media in der Personalgewinnung zukünftig entwickeln? Laut einer Zukunftsprogrnose wird Facebook innerhalb von 13 Jahren die Welt erobern. Tim Verhoeven vom NochEinPersonalmarketingBlog beschreibt, welche Auswirkungen dies auf den HR-Bereich hat - so könnte Facebook in den nächsten Jahren mit eigener Suchmaschine und schließlich sogar einer eigenen Bank ankommen.

Lassen wir uns überraschen, was die Zukunft bringt! Damit einen guten Start in die neue Woche!

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Ralf Junge
Ralf Junge

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