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Tipps zum Berufseinstieg

Der Berufseinstieg – Welche Versicherungen benötige ich wirklich?

Der Berufseinstieg – Welche Versicherungen benötige ich wirklich?

Die meisten Studierenden sind während ihrer Studienzeit über ihre Eltern mitversichert, spätestens mit dem Einstieg in die Berufswelt ändert sich das jedoch und du musst dich selbst versichern. Der Ernst des Lebens beginnt damit vor allem in finanzieller Hinsicht. Verfügst du das erste Mal über ein stabiles Einkommen, drängen sich schnell auch existenzielle Themen auf, über die man sich bis dahin nie Gedanken machen musste: Wie schütze ich mich und meinen Lebensstandard gegen mögliche Krisen im Lebensverlauf?

Die drei wichtigsten Versicherungen für Absolventen und Berufseinsteiger

Es gibt zahlreiche Versicherungsprodukte auf dem Markt, die uns gegen verschiedene Unwägbarkeiten im Leben absichern können. Doch nicht alle Policen, die angeboten werden, sind absolut notwendig. Wir geben einen Überblick, welche Versicherungen für Absolventen und Berufseinsteiger wirklich existenziell sind und welche sinnvoll, aber optional sind.

Lebensnotwendig im wahrsten Sinne: Die Krankenversicherung

Den wichtigsten Grundpfeiler für das versicherte Leben bildet die Krankenversicherung. Um sie kommt niemand herum, denn es besteht Versicherungspflicht, das heißt, der Abschluss dieser Versicherung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Der jeweilige Beitrag hängt dabei vom Einkommen ab. Ein Vergleich der verschiedenen Gesellschaften kann sich lohnen, die Unterschiede zwischen den Tarifen sind jedoch gering.

Als Berufsstarter liegst du in der Regel unter der sogenannten Jahresarbeitsentgeltgrenze von 56.250 Euro Jahresgehalt (Stand 2016) und du wirst gesetzlich versichert. Einen Vorteil haben diejenigen, die sich während ihres Studiums privat versichert haben. Auch wenn man zum Berufseinstieg in die gesetzliche Krankenversicherung wechselt, läuft die private Krankenversicherung als „Anwartschaft” mit. Gegen ein Entgelt von circa fünf Euro im Monat kann diese Option genutzt werden. Bei einem späteren Wechsel entfällt dann die Gesundheitsprüfung.

Schutz vor dem finanziellen Ruin: Private Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung gehört zu den absolut notwendigen Versicherungen, da sie uns im Ernstfall vor einer lebenslangen Verschuldung bewahrt. Die meisten denken bei Haftpflichtfällen an kleinere Malheure, bei denen durch Unachtsamkeit zum Beispiel ein Weinglas über einen Laptop geschüttet oder ein Teppich ruiniert wird.

Doch die Bedeutung der Haftpflichtversicherung kommt dann zu tragen, wenn man einem anderen Menschen versehentlich körperlichen Schaden zufügt. Die Folgekosten eines Fahrradunfalls können schnell in astronomische Höhen steigen, zum Beispiel, wenn ein Unfallopfer durch unglückliche Umstände vorübergehend oder sogar langfristig auf Hilfe angewiesen ist. Eine Absicherung gegen Schadensfälle dieser Art ist deswegen absolut sinnvoll, da der Beitrag bei lediglich circa 60 Euro pro Jahr liegt – für Studenten gibt es Sonderkonzepte – und die Deckungssumme fünf Millionen Euro beträgt.

Absicherung der Arbeitskraft: Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Inzwischen kann jeder vierte Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens seine ursprüngliche Tätigkeit nicht mehr ausüben. Das hat zur Folge, dass der Lebensstandard nicht mehr gehalten werden kann, denn die Erwerbsminderungsrente des Staates beträgt nur circa ein Drittel des letzten Bruttoneinkommens und wird erst nach fünf Beitragsjahren im Sozialversicherungssystem gezahlt. Um diesem Szenario vorzubeugen, ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung daher für Absolventen besonders wichtig, da sie in der Regel bis zum Studienabschluss nicht sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben. Die Gründe für Berufsunfähigkeit haben übrigens meist psychischen Ursprung, erst dann folgen Erkrankungen und Unfälle als Ursache.

Wer noch die Gelegenheit hat, die Versicherung während des Studiums abzuschließen, sollte diese Chance wahrnehmen. Da junge Menschen seltener Vorerkrankungen haben, erhalten sie günstigere Konditionen. Der Abschluss ist bereits möglich, wenn der spätere Beruf noch nicht feststeht. Akademische Berufe profitieren generell von niedrigeren Beiträgen als risikoreiche Berufe, bei denen eher körperlicher Verschleiß droht.

Diese drei Sachversicherungen sind für Berufseinsteiger empfehlenswert, jedoch nicht existenziell

Neben den notwendigen Versicherungen gibt es auch eine Reihe von Sachversicherungen, die für relativ günstige Monatsbeiträge erhältlich sind, und je nach Lebenssituation empfehlenswert sein können:

  • Die Hausratversicherung rückt für viele kurz nach dem Berufseinstieg in den Fokus, da sich mit dem ersten Einkommen bald auch der Wert der Einrichtung erhöht. Das Hab und Gut in der eigenen Wohnung gegen Feuer, Wasserschäden und Diebstahl abzusichern, ist definitiv empfehlenswert.
  • Die Rechtsschutzversicherung kann im Streitfall für Anwalts- und Gerichtskosten aufkommen. Sie ist jedoch eine optionale Absicherung.
  • Eine Unfallversicherung kann für diejenigen eine Alternative darstellen, die aufgrund von Gesundheitsproblemen keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr abschließen können. Damit ist zumindest das Szenario abgesichert, nach einem Unfall nicht mehr arbeiten zu können.

Fazit: Großes Angebot an Versicherungen für Berufseinsteiger

Der Markt der verfügbaren Versicherungspolicen ist unübersichtlich und vielfältig. Bei einfacheren Produkten, wie der Haftpflichtversicherung, kann ein Onlinevergleich einen schnellen Überblick verschaffen und die gewünschte Police auch direkt abgeschlossen werden. In Bezug auf ein komplexes Produkt wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte man jedoch vorher die Beratung durch einen Finanzexperten in Anspruch nehmen. Wenn dieser an keine Versicherungsgesellschaft gebunden ist, kann er eine unabhängige Beratung anbieten.

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