Disco, Yoga, Powernapping: Mittagspause mal anders

Disco, Yoga, Powernapping: Mittagspause mal anders

Yoga in der MittagspauseWir hetzen von einem Termin zum anderen. Unsere Schreibtische quellen über vor lauter Papierkram – ganz zu schweigen von den virtuellen Briefen in unserem E-Mail-Postfach. Und neueste Studien belegen es schwarz auf weiß: Wir verlieren unsere Fähigkeit, zu genießen und auch mal innezuhalten. Höchste Zeit also, einzulenken. Aber bitte so, dass es in den Terminplan passt. Der neuste Trend: Mittagspause mit Freizeit-Faktor.

 

Vor dem PC-Bildschirm sitzen bleiben und hastig eine Tütensuppe schlürfen, während weiter die ungezählten Reize vom Internet direkt ins Gehirn strömen? Das ist so ziemlich die schlechteste und ungesündeste Variante, wie man seine Mittagspause verbringen kann. Schließlich geht es doch darum, den Kopf von der ewigen Informationsflut zu befreien, mal frische Luft zu schnappen, Kraft zu sammeln. Genau aus diesem Grund tauschen immer mehr Berufstätige das fettige Kantinenschnitzel gegen Mittagspausensport, einen Spaziergang im Park oder sogar eine Stunde echtes Partyfeeling. Die Jobbörse ABSOLVENTA stellt beliebte Mittagspausen-Alternativen vor.

 

Lunch Beat – Tanzen ist Pflicht

After-Work-Party? Warum bis nach der Arbeit warten? Beim Lunch Beat trifft man sich schon in der Mittagspause zum gemeinsamen Feiern. Die Idee dazu stammt aus Stockholm, mittlerweile gibt es die so genannten Lunch Beats aber auf der ganzen Welt. Die Regeln sind einfach: Es herrscht Tanzpflicht, Alkohol hingegen ist verboten. Dafür werden jedoch Wasser und kleine, gesunde Snacks vom Veranstalter gestellt.

Damit ist der Lunch Beat eine wirklich willkommene Alternative zur schnöden Mittagspause – das Tanzen verbrennt Kalorien und aktiviert den Kreislauf, die kleine Zwischenmahlzeit liegt nicht so schwer im Magen und darüber hinaus kann man auch noch neue Leute kennenlernen oder interessante Studien über den Tanzstil der werten Kollegen betreiben. Aber es gibt eine Einschränkung: Wirklich geeignet ist so ein Luch Beat wohl nur für Arbeitnehmer, denen eine längere Mittagspause zur Verfügung steht und die auch sonst eine Affinität zum Tanzen aufweisen.

 

Mittagspausen-Yoga für Unternehmen

Sucht man im Internet nach dem Schlagwort „Business-Yoga“ entdeckt man unzählige Angebote. – Zum Beispiel das von Dagmar Völpel, die einst Bankkarriere machte, einen Yoga-Kurs besuchte und schließlich entschied, gesünder zu leben und zu arbeiten. Heute ist sie selbstständig und bietet Yoga-Kurse für Unternehmen an. So gibt es beispielsweise die „aktive Mittagspause“, bei der die Mitarbeiter des Unternehmens in der normalen Businesskleidung Yoga im Sitzen und im Stehen machen. Dabei kommt es nicht darauf an, sich großartig zu verbiegen. Vielmehr werden gezielte Atemübungen mit einfachen Bewegungen verbunden. Das Ziel: den eigenen Körper besser wahrnehmen, Stress abbauen und eine ausgeglichene Lebensweise.

Eine Mittagspause mit „Business Yoga“ zu füllen, ist aufgrund der angepassten Übungen also gar nicht aufwendig. Die zahlreichen Angebote machen es zudem nicht schwer, geeignete Kurse zu finden. Und wenn man für die Firma oder Abteilung bucht, profitiert
man bei der Kursgebühr sogar von steuerlichen Vorteilen.

 

Bewegung an der frischen Luft

Tageslicht wirkt sich nachweislich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus. Bekommen wir zu wenig davon, dann fühlen wir uns müde und schlapp. Dem lässt sich einfach entgegen wirken, indem man die Mittagspause für einen kleinen Spaziergang nutzt. Richtige Sport-Asse ersetzen den Plausch in der Kantine sogar durch eine Runde Jogging im Park. Das empfiehlt sich jedoch nur dann, wenn man im Unternehmen die Gelegenheit dazu hat, hinterher eine Dusche zu nehmen. Sonst birgt die mittägliche Sporteinlage nicht nur für einen selbst, sondern auch für die Kollegen einen nachhaltigen Effekt – allerdings keinen positiven.

Ist Bewegung in der Mittagspause zeitlich nicht möglich, sollte man – zumindest im Sommer – ab und an draußen essen. Nicht nur, dass man sich so die tägliche Tageslicht-Dosis abholen kann, die frische Luft wirkt wahre Wunder in Bezug auf die eigene Konzentration und Leistungsfähigkeit.

 

Powernapping – Schlafen auf Knopfdruck

Als Kind wollte man nicht und jetzt darf man nicht: Es geht um den Mittagsschlaf. Das, was die Japaner als selbstverständlich ansehen – nämlich das kurze Nickerchen im Büro – ist bei uns immer noch größtenteils verpönt. Dabei hat die Mittagsmüdigkeit nichts mit Schlafmangel zu tun, sondern ist in unserem natürlichen Biorhythmus verankert. Und Studien beweisen: Ein Schläfchen von 20 bis 30 Minuten wirkt wie ein natürliches Aufputschmittel – und das viel besser als Kaffee und Energydrinks.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich auch die Arbeitgeber zunehmend von den positiven Studienergebnissen zum Thema Powernapping überzeugen lassen. Wir bei ABSOLVENTA haben zu diesem Zweck einen Chill Out Room – und eine große Stellenbörse mit vielen attraktiven Jobs von Unternehmen, in denen man erkannt hat, dass gesunde und zufriedene Mitarbeiter die wichtigste Ressource für den Erfolg sind.

Lies auch: Powernapping - Schlafen während der Arbeitszeit & Was müde Mitarbeiter munter macht

 

 

 

Über den Autor

Luise Köhler
Luise Köhler

Als ehem. ABSOLVENTA-Redakteurin hat Luise über die Bedürfnisse, Interessen und Fragen junger Berufseinsteiger recherchiert, geschrieben und erklärt.

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