Studie zeigt Unternehmensfokus in der Personalarbeit in Krisenzeiten

Studie zeigt Unternehmensfokus in der Personalarbeit in Krisenzeiten

Während der Wirtschaftskrise lag der Fokus auf den Themen Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung, während der Bereich Recruiting deutlich an Bedeutung verloren hatte. Außerdem setzten die Arbeitgeber auf die Themen „Talentmanagement“ und "Weiterbildung und Entwicklung“. Das geht aus der europäischen Benchmarkstudie des CRF Institute hervor. Damit belegt die Studie, dass in der Krise die vorhandenen Kräfte effizienter eingesetzt und gleichzeitig deren Motivation und Unternehmensbindung erhöht wurden.

Deutsche Unternehmen prognostizieren einem höheren Personalbedarf

In Deutschland belegten die Bereiche »Talentmanagement«, »Weiterbildung und Entwicklung«, »Personalwerbung / Recruiting«, »Führungskräfteentwicklung« sowie »Mitarbeitermotivation« die ersten fünf Plätze.

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen in Deutschland, schauen wieder optimistisch in die Zukunft und gehen von wachsenden Mitarbeiterzahlen aus. Die Aussichten für Berufseinsteiger und Arbeitssuchende verbessern sich also. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich über dem Durchschnitt.

Krisenmanagement in der Personalpolitik

Den Ergebnissen der Studie zufolge zeigt sich europaweit, dass die Unternehmen überlegt auf die Krise reagiert haben und Top-Arbeitgeber sich dadurch auszeichnen, in Krisenzeiten zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs auf eine nachhaltige Personalführung zu setzen. In Deutschland wurde den Unternehmen mit dem Instrument der Kurzarbeit aber auch die Möglichkeit eingeräumt, Personalkosten zu senken und die Mitarbeiter auch bei schwacher Auftragslage weiter zu beschäftigen.

Work-Life-Balance und Diversity Management wird auf Dauer wichtiger

Etwas in den Hintergrund getreten sind im vergangenen Jahr allerdings die Aktivitäten im Bereich Work-Life-Balance, Diversity sowie Maßnahmen zur Einschränkung kritischer Auswirkungen des demografischen Wandels. Das CRF Institute ist laut Thorsten Jacoby jedoch davon überzeugt, dass modernes HR-Management mit entsprechenden Angeboten für die Mitarbeiter, vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, zukünftig eine noch stärkere Bedeutung für die erfolgreiche Bindung und Gewinnung von Mitarbeitern erhält. Work-Life-Balance- und Diversity-Programme werden dabei laut seiner Aussage auf Dauer eine wichtige Rollen spielen.

Für die Studie wurden mehr als 300 Unternehmen in neun europäischen Ländern befragt und konnten dabei ihre fünf Top-Prioritäten im Bereich der Personalpolitik aus insgesamt 14 Kategorien auswählen.

Beliebte Artikel aus unserem Karriereguide

Karriere bei GULP: Einblicke vom Arbeitgeber
Personaler im Interview

Karriere bei GULP: Einblicke vom Arbeitgeber

Maren Simon ist Personalreferentin bei der GULP Information Services GmbH. Im Interview mit ABSOLVENTA spricht sie über Einstiegsmöglichkeiten für Hochschulabsolventen, erklärt, wie der Auswahlprozess bei GULP abläuft und verrät, worauf in der Unternehmenskultur des IT-Personaldienstleisters besonders Wert gelegt wird.

Zum Artikel
Work & Travel
2-in-1: Auslands- & Praxiserfahrung

Work & Travel

Auslandserfahrungen sind keine Seltenheit mehr in Lebensläufen. Nach einer Studie des Hochschulinformationssystems ist die Zahl der Studierenden, die ein Semester im Ausland verbracht haben von 2007 bis 2009 von 23 auf 26 Prozent gestiegen. Auch außerhalb des Studiums hat sich die Anzahl der Auslandsaufenthalte durc...

Zum Artikel
Stärken im Vorstellungsgespräch gekonnt einbringen
Ganz stark!

Stärken im Vorstellungsgespräch gekonnt einbringen

Die Stärken im Vorstellungsgespräch darzustellen gehört zu den klassischen Aufgaben und bedarf einer gute Vorbereitung. Denn nur Schlagwörter wie „kommunikativ“ oder „kreativ“ aufzuzählen reicht noch lange nicht. Es geht vielmehr darum, die Stärken anhand von konkreten Beispielen zu belegen.

Zum Artikel