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Second Jobber - Heiß begehrt am Arbeitsmarkt

Second Jobber - Heiß begehrt am Arbeitsmarkt

Ein neuer Begriff hält Einzug in die Personalabteilungen der Unternehmen und in die Karriere-Ressorts der schreibenden Zunft: Der so genannte „Second Jobber“. Wie es die deutsche Übersetzung nahelegt, handelt es sich dabei um junge Arbeitnehmer, die nach dem Berufseinstieg ihre zweite Arbeitsstelle antreten. Etwas weiter gefasst bezeichnet ein Second Jobber einen Absolventen mit erster Berufserfahrung.

Die Second Jobber sind also Teil der so gennannten Young Professionals. Für den Begriff gibt es zwar keine allgemeingültige Definition, in der Regel sind damit aber Hochschulabsolventen mit bis zu fünf Jahren Berufserfahrung gemeint.

Second Jobber bei Unternehmen heiß begehrt

Der Begriff Second Jobber umreißt dementsprechend eine klare Zielgruppe. Second Jobber sind jung, gut ausgebildet, entwicklungsfähig und verfügen über Berufserfahrung. Bei Unternehmen sind Second Jobber aus diesen Gründen sehr begehrt. Ein eindeutiges Indiz für die hohe Nachfrage nach Second Jobbern sind die zahlreichen Stellenangebote, in denen zwei Jahre Berufserfahrung als Anforderung an die Bewerber genannt werden. Manche Hochschulabsolventen verzweifeln bei der Jobsuche schier an derartigen Angeboten, da sie noch nicht über die geforderte Praxiserfahrung verfügen.

Selbstbestimmte Karriere startet oft erst mit dem zweiten Job

Viele Absolventen nehmen nach dem Abschluss zunächst den erstbesten Job an. Viele sind dabei nicht unbedingt wählerisch, sondern froh, überhaupt eine Anstellung gefunden zu haben. Auch wenn fast alle Karriere-Experten genau davon abraten, auch wir von der Jobbörse ABSOLVENTA, sind die Gründe dafür vielfältig und nachvollziehbar: Die Absolventen wollen endlich ihr eigenes Geld verdienen, haben keine großen Wahlmöglichkeiten oder selbst noch keine genauen Vorstellungen von ihrer beruflichen Laufbahn. Auch wenn ihnen ihre Stelle nicht vollkommen zusagt, bleiben die Absolventen dann „für den Lebenslauf“ über mindestens ein bis zwei Jahre im ersten Job. Sie wollen damit verhindern, dass in ihrem Werdegang Brüche auftauchen, aus denen Personaler fälschlicherweise schließen könnten, es handelt sich bei ihnen um einen schwierigen Charakter mit unzureichender sozialer oder fachlicher Kompetenz.

Nach einer Weile in der Arbeitswelt wissen die Berufseinsteiger um ihren gestiegenen Marktwert. Mit zunehmender Berufserfahrung werden sich die Young Professionals beispielsweise ihrer beruflichen Ziele bewusst, suchen neue Herausforderungen oder wollen endlich in ihrer Wunschregion arbeiten. Angepasst an die eigenen Bedürfnisse startet die selbstbestimmte Karriere dann erst mit dem „second job“.

Lies auch das Interview mit Kolja Briedes vom Hochschul-Informations-System (HIS):
"Absolventen sollten nach dem Hochschulabschluss kein Praktikum mehr machen"

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