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Die Recruiting 2013 - Wo geht die Reise hin?

Die Recruiting 2013 - Wo geht die Reise hin?

Die Recruiting 2013 fand am 19. September im Business Club in Hamburg statt. Hier wurden derzeitige Probleme im Bereich Recruiting besprochen sowie den Wandel von Bewerbungsprozessen. Vertreter führender Unternehmen stellen ihre individuellen Lösungsansätze vor.

Die Recruiting 2013 - In einem Punkt waren sich alle einig.

Die Recruiting 2013 wurde von der Cyquest GmbH organisiert. Es gab fünf Vorträge mit Vertretern namenhafter Unternehmen wie z.B die Deustche Bahn AG, die Telekom AG und E.ON. Das Besondere hierbei war, dass sehr viele Informationen aus erster Hand innerhalb kürzester Zeit vermittelt wurden. Die verschiedenen Botschafter erläuterten unterschiedliche Recruitingansätze. In einem Punkt waren sich jedoch alle einig. Der Recruiter 1.0 fungierte lange Zeit nur als Berater. Dies wird aber in Zukunft nicht mehr ausreichend sein. Der Recruiter muss laut der Deutschen Bahn AG „Verkäufer, Vermittler, kreativer Kopf und immer erreichbar sein“. Es ist wichtig, dass die Recruiter 2.0 den Markt verstehen und dieses Wissen auch an einzelne Fachbereiche weitergeben. Der Bewerbermarkt verändert sich im Moment sehr stark. Die junge Generation steht mit neuer Einstellung dem Bewerberprozess gegenüber: „We dont come to APPLY for a job. We come to select an employer...“(Joachim Diercks, Cyquest GmbH) Die Unternehmen müssen sich zunehmend attraktiv darstellen. „Hierbei fungiert der Recruiter als Botschafter des Unternehmens (Robrindo Ullah, Deutsche Bahn AG)“. Alle Referenten haben unmissverständlich deutlich gemacht, dass die Suche nach passenden Bewerber proaktiver werden muss.

Die Jobbörse ABSOLVENTA war auf der Recruiting und hat die Fachkonferenz mit einem Liveticker begleitet.

+++18:40 Uhr Erfahrungsaustausch und Networking
Mit kulinarischen Spezialitäten klingt der Abend nun mit Blick auf den Hamburger Hafen aus. Der inhaltliche Teil der Recruiting 2013 ist nun vorbei und alle Teilnehmer können noch über die besprochenen Themen reflektieren.

+++18:30 Uhr Bewerbermanagementsysteme
Bewerbermanagementsysteme sind für große Unternehmen wie E.On, die Deutsch Bahn und die Telekom nicht mehr wegzudenken. Sie erleichtern den Recruitern erheblich die Arbeit, bleiben jedoch ein umstrittenes Thema, da sich viele Bewerber dagegenstellen und lieber gar keine Bewerbung an das Unternehmen senden. Anschreiben und Lebensläufe werden in der Zukunft an Bedeutung verlieren.

+++ 18:00 Uhr Recruiter der Zukunft müssen den Markt verstehen
Der Recruiter 1.0 fungiert nur als Berater und wird es in Zukunft immer schwerer haben. Vielmehr müssen Recruiter zu Beratern und Verkäufern werden und das Unternehmen attraktiv nach Außen repräsentieren um Erfolg im Bewerberprozess zu haben. Laut Robrindo Ullah der Deutschen Bahn müssen die Recruiter den Markt verstehen und sich auch daran orientieren. Der Recruiter muss verstehen, dass der Bewerbungsprozess heute proaktiv abläuft.

+++ 17:45 Uhr Podiumsdiskussion zum Thema „Recruiting 2013 – wohin geht die Reise?“
Die Podiumsdiskussion wird von Wolfgang Brickwedde vom Institute of Competitive Recruiting moderiert. Die Referenten werden nun mit Fragen gelöchert und müssen Rede und Antwort stehen.

+++ 17:30 Uhr Videos sind nur für extravertierte Menschen? Nein!
Eine Studie hat herausgefunden, dass eine Videobewerbung für jeden geeignet ist. Die These, dass eine Bewerbung per Video nur für extravertierte Menschen gut sei, konnte widerlegt werden. Es geht nur um die Nutzerfreundlichkeit. Der Bewerber muss verstehen, dass das Video eine Chance bietet den eigenen Charakter darzustellen.

+++ 17:27 Uhr Die Wünsche der Bewerber befriedigen
Bewerber wollen sich individuell und authentisch darstellen. Außerdem wünschen sie sich eine persönliche Stellungnahme des Personalers. Des Weiteren liegen die zeitliche Unabhängigkeit sowie die Teilnahme an einem fairen Bewerbungsprozess im Interesse des Bewerbers. Diese Komponenten werden durch ein Videointerview abgedeckt.

+++ 17:15 Uhr Innovatives Recruiting-Tool: Kandidateninterview per Video
Zwei Mitarbeiter von Viasto erklären den Einsatz von Videos im Bewerbungsverfahren. Die Methode stellt sich als geldsparend heraus und verbessert die Qualität der Bewerber, die in das Unternehmen eingeladen werden. Ein Erfahrungsbericht.

+++ 16:50 Uhr Phasenprüfer als gut bewertet
Für einen witzigen Moment sorge Frau Steffen, als sie eine Ausrede eines Bewerbers, der sich nicht über den Phasenprüfer bewerben wollte, zitierte: „ Ich kann mich nicht online bewerben, wir haben auf dem Land kein Internet“. In dem Tool des Phasenprüfers müssen die Bewerber sich verschiedenen Tests unterziehen, wie z.B. Tests zur Raumvorstellung oder Bearbeitungsgeschwindigkeit. Der Phasenprüfer wird ständig weiterentwickelt und wurde nach Umfragen als gut bewertet.

+++ 16:30 Uhr Befürchtungen Überwindung und voll durchstarten
Der Phasenprüfer senkt die Kosten erheblich und vermindert durch die onlinebasierte Form Fehler bei der Bewertung von Tests. Außerdem wird eine höhere Anonymität erreicht, da jeder Bewerber eine ID bekommt. Es gab einige Befürchtungen gegen das neue System. Die Recruiter hatten zunächst Angst, dass die Nähe zum Bewerber verloren geht. Jedoch hat sich das System als erfolgreich herausgestellt.

++ 16:15 Uhr E-Assessment in der Auswahl von Auszubildenden
Karoline Steffen ist stellvertretend für E.ON Erzeugung Deutschland vor Ort  und wird den „Phasenprüfer“ erklären. Mit diesem System werden die Bewerber direkt online getestet. Frau Steffen legt den Verlauf der Entwicklung von der Idee bis zur Umsetzung dar.

+++ 15:40 Uhr Eigenes Recruiting-System entwickeln
Die Nordex Energy GmbH hat ein eigenes Recruiting-System entwickelt und somit die Kosten für die Bearbeitung der Bewerbungen erheblich gesenkt. Es sind nur Online-Bewerbungen möglich und damit vereinfacht sich die Handhabung des Verfahrens enorm. Über das Tool können die Bewerber für eine Position Interesse zeigen und bekommen ein eigenes Bewerberprofil.

+++ 15:20 Uhr Wandelnde Bedürfnisse des Unternehmens – und nun?
Der Anlagenbauer für Windräder Nordex  verzichtet auf Social Media und setzt auf den klassischen Bewerbungsprozess. Das mittelständische Unternehmen bekommt im Jahr 10.000 Bewerbungen, welche bearbeitet werden müssen. Das Recruiting-System musste bei der Flut von Bewerbungen komplett überarbeitet werden. Dafür wurden verschiedene Ziele wie z.B. verbesserte Bewerberkommunikation, Transparenz und Geschwindigkeit gesetzt.

+++ 15:05 Uhr Nordex Energy GmbH spricht über Bewerbermanagement in windigen Zeiten
Christian Heinen ist Head of Human Resources Management Corporate Functions & Technology der Nordex Energy GmbH und spricht über professionelles Bewerbermanagement und die daraus folgende Stabilisation der alltäglichen Arbeit. Er wird die Umstellung einer konventionellen Bewerbung zur Elektronischen erläutern.

+++ 14:55 Uhr Ausblick in die Zukunft
Der Bewerbungsprozess wird sich zu einer Suche der Bewerber entwickeln.  Die Recruiter werden die Young Professionals selbst aktiv ansprechen müssen. Außerdem sollte ein reger Austausch zwischen den Personalern an der Tagesordnung stehen. Nur dadurch können neue Strategien verbessert und erweitert werden. Des Weiteren sollten z.B. bei Xing die Kontakte ausreichende genutzt werden.

+++ 14:40 Uhr In welche Rollen ein Recruiter alles schlüpfen sollte
Frau Bourmer sieht den Recruiter als Vermittler zwischen Bewerber und dem jeweiligen Fachbereich. Der Recruiter sollte sich auch in die Sprache der ausgeschriebenen Stelle anpassen. Der Recruiter fungiert auch als Case Manager und nimmt sich verschiedenen Situationen an und hilft dem Bewerber während des Auswahlprozesses. Des Weiteren werden Recruiter immer mehr Initiatoren der direkten Suche.

+++ 14:25 Uhr Deutsche Telekom AG spricht über Recruiting Trends
Ina Bourmer ist Leiterin der Abteilung Recruiting Corporate Functions & IT und spricht über die proaktive Personalsuche. Sie wird hier Einblicke in das Recruitingsystem der Deutschen Telekom AG geben. Dabei wird sie auf Gründe, die  bisherigen Ergebnisse und Hindernisse eingehen.

+++ 14:20 Uhr Ein Erfahrungsbericht mit den neuen Anforderungn
Eine Mitarbeiterin spricht nun über ihre eigenen Erfahrungen mit den neuen Anforderungen im Bereich Recruiting der Deutsche Bahn AG. Sie erklärt, dass die Recruiter, Seminare und Schulungen bei Herr Ullah im Bereich Recruiting absolviert haben. Die Themen waren hier: IPhone-Workshops, Shitstorms und Erreichbarkeit. Sie lernen in einem Kreativworkshop auch Ideenschöpfer zu werden.

+++ 14:00 Uhr Der Ursprung der Entwicklung liegt bei der Führungskraft
Herr Ullah stellt fest, dass Recruiter in verschiedenen Bereichen geschult werden müssen. Die Themen sind Kommunikation, Recruiter 2.0, Erreichbarkeit und Social Media. Außerdem stellt er fest, dass Recruiter Navigatoren durch das Unternehmen  für Bewerber darstellen.

+++ 13:45 Uhr Deutsche Bahn Recruiter Next Generation
Robrindo Ullah leitet das Personalmarketing und Recruiting Süd der Deutsche Bahn Mobility Logistics AG und spricht als erster Redner auf der Recruting 2013. Herr Ullah wird die Notwendigkeit von Schulungen, Workshops und Diskussionen für die neue Recruiter-Generation erklären.

+++ 13:40 Uhr Begrüßung durch Joachim Diercks, Geschäftsführer CYQUEST GmbH
Joachim Diercks begrüßt alle Teilnehmer und kündigt Änderungen im Programm an. Ireen Baumgart wird heute nicht bei der Recruiting 2013 dabei sein. Herr Diercks stellt fest, dass es einige Änderungen des klassischen Bewerbungsprozesses gibt. Die  junge Generation der Bewerber sind treten mit neuem Verständnis zur Karriere auf. Sie handeln nach dem Motto: „We dont come to APPLY for a job. We come to select an employer...“

+++ 13:15 Uhr Teilnehmer der Recruiting 2013 treffen ein
Vertreter verschiedener namenhafter Unternehmen treffen im Business Club Hamburg ein. Hier werden die besten Praktiken im Bereich Recruiting vorgestellt. Außerdem wird ein Blick in die Zukunft gerichtet und die Frage, wo die Reise des Bewerbermanagements hingehen soll, erörtert.

Lies auch:
>> Was die Karrierebranche bewegt: mobile Recruiting und Recrutainment

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