Arbeitszeugnis für Praktikanten.

Arbeitszeugnis für Praktikanten.
Das Arbeitszeugnis für Praktikanten bescheinigt die Leistungen eines Praktikanten innerhalb eines Pflicht- oder eines freiwilligen Praktikums. Die Regelungen für das Praktikumszeugnis entsprechen dabei weitgehend den allge­meinen Richtlinien für Arbeitszeugnisse, die von BGB und GewO festgelegt worden sind. Jeder Praktikant hat das Anrecht auf eine schriftliche Bewertung.
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  1. Auflistung der Tätigkeiten.

    Wenn der Arbeitgeber ein qualifiziertes Arbeits-, beziehungsweise Praktikumszeugnis erstellt, sollten folgende Bewertungen enthalten sein:

    Es ist sinnvoll, dass Praktikanten sich ihr Zeugnis aufmerksam durchlesen und darauf achten, dass die angeführten Punkte im Praktikumszeugnis aufgelistet und bewertet worden sind. Wenn ein Bestandteil dieser Liste fehlt, sollte der Praktikant seinen Arbeitgeber fragen, warum dieser Teil nicht vorhanden ist. Nicht formulierte Kompetenzen können bei der zukünftigen Jobsuche von potenziellen Arbeitgebern als negative Wertung gesehen werden.

    Die Formulierungen im Zeugnis unterschieden sich natürlich von Arbeitgeber zu Arbeitgeber. Trotzdem folgen sie bestimmten Regeln der vereinheitlichten Zeugnissprache, die viele Personaler verwenden und die zum besseren Verständnis bei der Bewertung der erbrachten Leistungen beiträgt.

  2. Fristen beim Arbeitszeugnis für Praktikanten.

    Ausformulierte Fristen gibt es für Praktikumszeugnisse nicht. Ein Praktikant hat zwar ein Recht auf ein Praktikumszeugnis bei Beendigung seines Praktikums, allerdings kann sich die Wartezeit oft hinziehen. Eine „regelmäßige Verjährung“ tritt nach drei Jahren in Kraft. Praktikanten sollten sich jedoch möglichst schnell um ein Praktikumszeugnis kümmern, da sie auf Grund ihrer kurzen Verweildauer in dem Unternehmen schneller vergessen werden können als langjährige Mitarbeiter. Ein Urteil beispielsweise über die sozialen Kompetenzen oder die Arbeitsweise kann gegebenenfalls nicht mehr gegeben werden, wenn sich niemand mehr an den Praktikanten erinnern kann. In einem solchen Fall entfällt der Anspruch auf ein Praktikumszeugnis.

  3. Arbeitszeugnis als Praktikant selber schreiben?

    Viele Praktikanten formulieren ihre Zeugnisse selbst aus, damit der Vorgesetzte sie nur noch überprüfen und dann unterschreiben muss. Was zunächst paradox erscheint, ist gängige Praxis. Praktikanten sollten sich dabei an die gängige Zeugnissprache halten und keine phantasievollen Formulierungen verwenden, die möglicherweise verwirrend sind. Ein Praktikumszeugnis sollte sehr ordentlich sein, denn Fehler in der Form oder der Orthografie des Schreibens wirken auf den Leser wie ein Geheimsignal, dass der Praktikant ungenügende Leistungen erbracht hat. Praktikanten haben das Recht auf ein fehlerfreies Zeugnis und können dieses notfalls sogar einklagen.

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