Persönlichkeitsanalyse G.P.o.P. im Selbstversuch

Persönlichkeitsanalyse G.P.o.P. im Selbstversuch

ABSOLVENTA-Redaktionspraktikant Michael hat im Selbstversuch an der berufsbezogenen Persönlichkeitsanalyse Golden Profiler of Personality (GPOP) teilgenommen. Seine anfängliche Skepsis gegenüber solchen Test hat sich schnell gelegt. Im  Karriere-Blog der Jobbörse ABSOLVENTA berichtet er von seinen Erfahrungen und Ergebnissen der Persönlichkeitsanalyse

Die Persönlichkeitsanalyse „Golden Profiling of Personality“ (GPOP) soll dabei helfen, die eigene Persönlichkeit genauer wahrzunehmen, um so seine Potenziale zu entdecken und sich weiterzuentwickeln. Doch ich bin skeptisch. Wie hilfreich ist dieser Test wirklich? Kenne ich mich nicht selbst gut genug, auch ohne eine Analyse, basierend auf meinen eigenen Angaben, in den Händen zu halten? Ein Selbsttest soll Klarheit bringen.

So funktioniert die Persönlichkeitsanalyse GPOP

Ich habe mich über ABSOLVENTA zum GPOP angemeldet und habe nun einen mehrseitigen Fragebogen in der Hand. Ich bin noch immer skeptisch, dass mir der Test neue Erkenntnisse bringt, aber trotzdem auch neugierig. Insgesamt 116 „Items“ liegen vor mir, in denen ich mich selbst einschätzen soll. Das heißt, dass gegenteilige Begriffe auf zwei Seiten einer Skala dargestellt werden, zwischen denen mich einstufen soll. Möchte ich beispielsweise lieber einen klar strukturierten Garten oder eine wildgewachsene Landschaft? Ich habe sieben Antwortmöglichkeiten – jeweils drei verschieden starke Präferationsgrade auf beiden Seiten und ein neutrales Kästchen.
Bei einigen Fragen ist mir völlig klar, worauf sie hinauswollen. Ich denke, dass ich da auch gleich hinschreiben könnte, dass ich gerne unter Menschen bin und analytisch arbeite. Bei anderen Fragen ist mir unklar, wie sie helfen können meine Persönlichkeit zu analysieren.

Wie aussagekräftig ist die Persönlichkeitsanalyse GPOP?

Die Ergebnisse orientieren sich an den Antworten vieler anderer tausend Teilnehmer des GPOP. Meine Analyse zeigt mir, wie ich im Verhältnis zu denjenigen stehe, die schon beim GPOP mitgemacht haben. Ich erfahre beispielsweise, dass ich mich analytischer als über 80 Prozent der anderen Teilnehmer sehe, aber 76 Prozent sich als intuitiver einschätzen.

GPOP liefert treffende Charakterdarstellung

Das Ergebnis der Analyse überrascht mich dahingehend, dass die circa 30 Zeilen meiner Persönlichkeitsbeschreibung sehr gut zu mir passen, aber trotzdem nicht allgemein gehalten sind und sogar Beispiele aus dem Alltag präsentieren. So gebe ich lieber Geld für „nützliche“ und „stabile“ Möbel aus, als für „moderne“ und „stylische“.

In dem zur Persönlichkeitsanalyse gehörenden Feedback-Gespräch mit einem geschulten MLP-Berater wird mir mein Profil genauer erklärt. Zunächst überprüft er, ob die Gesamtdarstellung, die sich aus den vielen Einzelantworten ergibt, mit meiner persönlichen Einschätzung übereinstimmt. Da beim Test viele Fragen spontan entscheiden werden sollen, kann es immer mal zu Ausreißern und Verzerrungen in einigen Unterkategorien kommen. Das Gesamtbild passt, zumindest in meinem Fall, jedoch hervorragend.

Persönlichkeit in vier Dimensionen

Die über 20-seitige Auswertung orientiert sich an vier Dimensionen der Persönlichkeit, die auf den Mediziner und Psychologen Carl Gustav Jung zurückgehen. Er hat die menschliche Persönlichkeit beispielsweise in „Extravesion“ versus „Intraversion“ oder „Sinneswahrnehmung“ versus „Intuition“ eingeteilt. Das hört sich komplizierter an, als es ist. Extravertiert bedeutet beispielsweise, dass man Energie von außen - also von anderen Menschen - bezieht und gerne in Gesellschaft ist. Introvertierte hingegen ziehen Energie von innen und brauchen mehr Zeit für sich, um zu reflektieren.
Fünf Unterkategorien bestimmen Ausprägung genauer, aus denen die Dimensions-Zuordnung resultiert. Im Bereich „analytisch“ versus „wertorientiert“ sind das unter anderem „objektiv“ oder „bestimmend“ auf der einen und „einfühlend“ oder „authentisch“ auf der anderen Seite. Ich erfahre, welcher der jeweiligen beiden Gegenpole meine Persönlichkeit besser beschreibt, und wie stark diese Ausprägungen sind.

Test zeigt mir passende Berufsfelder auf

Der Test zeigt mir auch, in welchen Berufsfeldern meine Stärken besonders gefordert, bzw. welche Berufsfelder aufgrund meiner Persönlichkeit gut zu mir passen. Ich weiß jetzt auch schwatz auf weiß, welchen Führungs- und Kommunikationsstil ich bevorzuge. Das hilft mir, wenn ich das mal in einem Vorstellungsgespräch gefragt werden sollte, da ich meine Antwort nun fundiert begründen kann.

Bei allen Angaben gibt es dabei weder „gut oder schlecht“ noch „richtig oder falsch“. Es gibt immer nur „lieber so“ oder „eher so“, ohne Wertung. Das heißt, wenn ich eher analytisch an Dinge herangehe ist das nicht schlechter oder besser als intuitiv zu handeln.

Was stresst mich besonders?

Neben den Dimensionseinstufungen wird mir noch mein Stressverhalten präsentiert. Dabei wird zwischen den beiden Gegenpolen „Gelassenheit“ und „Anspannung“ unterschieden. Dazu werden typische Verhaltensmuster von Leuten, die ähnlich wie ich geantwortet haben, bei leichtem und bei starkem Stress dargestellt. Außerdem werden mir Tipps gezeigt, wie ich reagieren soll, wenn ich eine solche Stresssituation komme. So soll ich versuchen zu akzeptieren, dass andere Menschen sehr subjektiv entscheiden, und dass auch ich Grenzen und Schwächen habe.

Fazit

Auch wenn ich mir über viele Stärken und Schwächen auch vorher bewusst war, habe ich nun ein besseres Bild meiner Persönlichkeit. Durch die klare Darstellung habe ich einen guten Überblick und Anstöße zum Selbstreflektieren bekommen. Dadurch, dass auch die anderen 15 Persönlichkeitstypen skizziert werden, kann ich besser einschätzen, wie andere Menschen „ticken“ – auch das ist hilfreich im Umgang mit Freunden, Bekannten und Kollegen. Will sagen: Der GPOP ist durch und durch empfehlenswert, insbesondere in Karrierefragen. In Vorstellungsgesprächen kann ich auf Fragen zu meiner Persönlichkeit und meiner Arbeitsweise deutlich aussagekräftiger antworten.“

Die Persönlichkeitsanalyse G.P.o.P. kostet bei privaten Anbietern normalerweise über 200 Euro. Wer sich über die Jobbörse ABSOLVENTA anmeldet, kann die Analyse zum Vorzugspreis von 20 Euro absolvieren.
Hier geht´s >> zur GPoP-Anmeldung.

Über den Autor

Michael Kerzel
Michael Kerzel

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