Focus Money Auszeichnung - Beste Jobbörse

7691 Jobs für Berufseinsteiger. Jetzt suchen!

After-Work: Die verschiedenen Mitarbeiter-Partytypen

After-Work: Die verschiedenen Mitarbeiter-Partytypen

In der Vorweihnachtszeit trifft man sie überall in der Stadt: die bunt zusammengewürfelten Gruppen mehr- oder minder partywilliger Kollegen. Es ist definitiv die Zeit der Betriebsfeiern. Und so unterschiedlich die Unternehmen auch sein mögen, so ähnlich ist das Bild, das sich einem beim Anblick einer solchen Partygemeinschaft bietet. Die Redaktion der Jobbörse ABSOLVENTA hat eine intensive Feldforschung betrieben und die verschiedenen Mitarbeiter-Partytypen genau beobachtet und klassifiziert.

Der Motivator

Der Motivator ist zumeist gleichzusetzen mit dem Partyorganisator. Vermehrt im Personalerbereich anzusiedeln, ist diese Partyspezies bestens vertraut mit der Aktivierung zwischenmenschlicher Kommunikationsprozesse und dem sich daraus ergebenden Potential für das Erreichen der Unternehmensziele. Lautet dieses Ziel, eine Firmenfeier zu haben, die sich positiv auf das gemeinsame Miteinander unter Kollegen auswirkt, so ziehen die Motivatoren alle Register. Besonders beliebt in der Weihnachtszeit: familienfeier- und freundeskreiserprobte Schrottwichtelzeremonien. Die Gefahr: Zuviel auferlegtes ‚Lasst-uns-doch-alle-zusammen-fröhlich-sein’. Das Potential: Ein wenig Ansporn animiert vielleicht auch weniger partyerprobte Kollegen, etwas zum Geschehen beizutragen.

Der Partyheld

Freund eines jeden Motivators ist der Partyheld. Charakteristisch sind seine deutlich sichtbare Partyaffinität sowie eine zuverlässige Animationskompetenz. Auf diese Art des Mitarbeiter-Partytyps ist absolut Verlass, wenn es darum geht, die Stimmung auf der Firmenfeier anzuheizen. Zu erkennen ist diese Spezies an einem sicheren Gespür für die Eröffnung des Dancefloors, einem einzigartigen und vereinzelt recht exzessiven Tanzstil sowie einer mitreißenden Aura, der man nur schwer widerstehen kann. Der Partyheld ist Sympathieträger und talentierte Exemplare schaffen es sogar, stille Beobachter aus der hinteren Ecke im Club hervorzulocken. Bevorzugt feiern die Partyhelden jedoch untereinander, um ihre individuellen Potentiale zu bündeln und in einem wahrlich gigantischen Stimmungshoch durch die Nacht zu tanzen. Die Gefahr: Partyhelden neigen zur Übertreibung. Das Potential: Als Firmenfeier-Must-have unersetzlich für die Förderung von Teambuilding-Prozessen.

Der stille Beobachter

Eher im Hintergrund agiert der stille Beobachter. Dieser ist häufig an Plätzen anzutreffen, die einen vorzüglichen Überblick über die Gesamtsituation bieten. Zeitweise mischt sich der stille Beobachter jedoch auch unter das Partyvolk, um zwischenmenschliche Prozesse aus der Nähe betrachten und beurteilen zu können. Seine Mission: Das Beziehungsnetz innerhalb des Unternehmens zu entschlüsseln und die gewonnenen Erkenntnisse bei der eigenen Platzierung in diesem Sozialgefüge strategisch sinnvoll zu nutzen. Seine umfangreichen Feldstudien verschaffen dem stillen Beobachter ein detailliertes Bild seiner Mitarbeiter und ihrer Beziehungen zueinander. Mit diesem Wissen schafft es diese Party-Spezies, auf jeden einzelnen Kollegen individuell einzugehen und ihm somit das Gefühl zu vermitteln, als sei er Kumpel. Die Gefahr: Der stille Beobachter ist nie wirklich Teil des Geschehens und läuft somit Gefahr, als Party-Außenseiter zu gelten. Fliegt seine Masche auf, kann sein Handeln schnell als berechnend gelten. Das Potential: Mit einer professionellen Taktik schafft es der stille Beobachter, sein Connecting mit den Kollegen soweit zu perfektionieren, dass er es zum eigenen Vorteil nutzen kann.

Die Club-Couch-Labertasche

Die Club-Couch-Labertasche ist die größte Störquelle für den stillen Beobachter. Ebenfalls eher an der Bar, als auf dem Dance-Floor anzutreffen, kann es passieren, dass diese Spezies den stillen Beobachter durch sein rücksichtsloses Verlangen nach Aufmerksamkeit von der konzentrierten Spionagearbeit ablenkt. Club-Couch-Labertaschen sind gekennzeichnet durch ein mangelndes Einfühlungsvermögen für ihr Gegenüber, dem sie mit voller Inbrunst von ihrem Lieblingshobby oder der wirklich unglaublichen Effizienz ihrer neulich erworbenen Nasendusche berichten. Es handelt sich dabei zumeist um unendlich scheinende Monologe, die den ‚Gesprächspartner’ zum gedanklichen Schmieden ausgeklügelter Fluchtpläne bewegen. Als bestes Mittel gegen diese doch recht anstrengende Spezies eignen sich die Partyhelden. Ein Augenzwinkern Richtung Dancefloor schafft zumeist schon Abhilfe. Oder eben das altbewährte „Ich hol’  mir mal was Neues zu trinken“. Die Gefahr: Club-Couch-Labertaschen machen sich mit ihren aufgezwungenen Gesprächen schnell unbeliebt und laufen Gefahr, unfreiwillig zum stillen Beobachter zu avancieren. Das Potential: Findet man tatsächlich ein gemeinsames Gesprächsthema, können neue, abteilungsübergreifende Freundschaften entstehen.

Der Spätstarter

Absolut verbündet mit den Verlässlichen ist der Spätstarter. Diese Mitarbeiter-Partyspezies erwacht gewöhnlich erst nach fortgeschrittenem Drink-Genuss richtig zum Leben. Wenn bereits die ersten Club-Couch-Labertaschen frustriert die Location verlassen, dreht der Spätstarter erst richtig auf. Machen sich dann auch beim Rest der Partygemeinde erste Ermüdungserscheinungen breit, ist es für ihn Zeit, zu intervenieren. Zunächst wird dann eine große, und zu diesem Zeitpunkt schon völlig überflüssig erscheinende Runde Kräuterschnaps geordert. Wurde dieser gemeinsam mit den Verlässlichen unter lauten Zurufen und innigen Sympathiebekundungen vernichtet, erfolgt Schritt zwei: Exzessives Tanzen unter ständiger Beteuerung, den Club nicht vor Sonnenaufgang zu verlassen und jetzt erst richtig los zu legen. Setzen sich schließlich auch die niedergekämpften Partyhelden ab, bleibt dem Spätstarter nur noch ein letztes Mittel, den für ihn viel zu früh erscheinenden Weg nach Hause zu verzögern: „Los, wir ziehen noch weiter“, heißt es dann. Und in den meisten Fällen kann der Spätstarter auch ein paar Partyhelden dazu bewegen, den beschwerlichen Weg durch die Nacht aufzunehmen, um an irgendeinem anderen Ort nach der perfekten, nie enden wollenden Party zu suchen: Die Gefahr: Der Spätstarter gibt sich nie mit dem zufrieden, was er hat. Statt ständig nach etwas besserem zu streben, wäre es sinnvoller, rechtzeitig in das Partygeschehen einzusteigen und somit auch zu vermeiden, dass der Kater und der Spott der Kollegen am nächsten Tag nicht so groß sind. Das Potential: Die Partyhelden zählen auf den Spätstarter, da dieser sich zur späten Stunde nicht nur als höchst spendabel, sondern in der Regel auch als durchaus unterhaltsam erweist.

Der Überraschungsgast

Der Überraschungsgast ist nicht wirklich ein Fremder, sondern bezeichnet einen Kollegen, der sich auf der Firmenfeier entgegen seiner ursprünglichen Erscheinung als komplett partytauglich erweist. Überraschungsgäste werden zumeist durch die Partyhelden oder Alkohol animiert, aus sich heraus zu gehen und dem Partygeschehen zu frönen. Zu den wesentlichen Kennzeichen von so genannten Überraschungsgästen zählen eine ungeahnte Trinkfestigkeit, unerwartete Bekenntnisse oder ein außergewöhnlicher Tanzstil. Ebenfalls kann ein spektakuläres Partyoutfit ein ganz anderes Bild auf die eher unscheinbare Büronachbarin werfen. Die Gefahr: Keine, solange es von allem nicht zu viel ist. Das Potential: Ganz groß. Überraschungsgäste machen sich interessant und können somit einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Der Chef

Natürlich lassen sich auch Vorgesetzte den einzelnen Mitarbeiter-Partytypen zuordnen, jedoch sollte man dabei beachten, dass sie nie vollständig ihre eigentliche Rolle verlassen: die des Chefs. Aus diesem Grund erheben wir an dieser Stelle den warnenden Zeigefinger für alle Mitarbeiter: Bei aller ausgelassener Partystimmung nicht komplett den Überblick verlieren, um das eigene, mühevoll erarbeitete professionelle Image nicht zu zerstören. Das obligatorische ‚Vorsicht mit dem Alkohol und Finger weg von den Praktikantinnen’ sei in diesem Zusammenhang nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Schließlich soll man ja am nächsten Tag wieder fähig sein, Leistung zu bringen. Denn, wie heißt es doch so schön? Wer feiern kann, kann auch arbeiten.

Eine gelungene Firmenfeier wünscht die Jobbörse ABSOLVENTA!

Lies auch: 10 Anzeichen, dass Du Dich auf der Weihnachtsfeier daneben benommen hast.

Über den Autor

Luise Köhler
Luise Köhler

Als ehem. ABSOLVENTA-Redakteurin hat Luise zu den Bedürfnisse, Interessen und Fragen junger Berufseinsteiger recherchiert, geschrieben und erklärt.

Beliebte Artikel aus unserem Karriereguide

Das Unternehmensplanspiel
Chef auf Probe

Das Unternehmensplanspiel

Kaufen oder Verkaufen? Das "eigene" Unternehmen zu leiten ist kein leichtes Unterfangen. Doch genau das wird von den Bewerbern in einem Unternehmensplanspiel erwartet. Die Aufgabenstellung und Zielsetzung kann dabei sehr vielseitig sein. ABSOLVENTA erklärt, was in einem Unternehmensplanspiel passiert und worauf die ...

Zum Artikel
Berufseinstieg bei invenio: Persönliche Erfahrungen
Insider-Interview

Berufseinstieg bei invenio: Persönliche Erfahrungen

Leif Coordt hat Wirtschaftsingenieurwesen in der Fachrichtung Maschinenbau an der Technischen Universität Darmstadt studiert, bevor er bei invenio den Berufseinstieg geschafft hat. Heute ist er Projektingenieur für Prototypenkoordination und für den Kunden Adam Opel AG zuständig. Im Interview mit ABSOLVENTA erzählt ...

Zum Artikel
Berufseinstieg bei Trinavis: Erfahrungen
Insider Interviews

Berufseinstieg bei Trinavis: Erfahrungen

Nach ihrem Master der Betriebswirtschaftslehre an der Universität in Potsdam schaffte Sandra Schulz den Berufseinstieg als Steuerberatungsassistentin bei der Trinavis GmbH & Co. KG. Im Gespräch mit ABSOLVENTA erzählt sie von ihren Aufgaben im Berufsalltag und der Arbeit bei Trinavis und erklärt, warum für sie de...

Zum Artikel