Wie Mitarbeiter motiviert bleiben und die Arbeitsqualität steigt

Wie Mitarbeiter motiviert bleiben und die Arbeitsqualität steigt

Inhalt

  1. Druck und Angst mindern Arbeitsqualität
  2. Engagement und Loyalität steigern Arbeitsqualität
  3. Führungsqualitäten in Krisenzeiten

Harter Hund oder fröhlicher Freund: Welche Gangart sollte ein Chef, gerade in einer Krise, an den Tag legen? Wie kann er seine Mitarbeiter zu höchsten Leistungen bewegen? Gill Corkindale, Beraterin von Führungskräften, ist sich sicher, dass die Mischung aus Leistungsanspruch und Menschlichkeit stimmen muss. Am wichtigsten sei es jedoch, dass ein Chef ein positives Verhältnis zu seiner Belegschaft pflegt. In Zeiten einer Wirtschaftskrise müssen Chefs schwere Entscheidungen fällen, die vor allem die Angestellten betreffen.

Druck und Angst mindern Arbeitsqualität

Gill Corkindale hat beobachtet, dass in Krisenzeiten die „harten Hunde“ unter den Chefs wiedergekommen sind. Diese bauen darauf, dass Mitarbeiter unter Druck mehr leisten. Die Annahme, dass nach einer Entlassungswelle die übrig gebliebenen Arbeitskräfte allein deswegen hochmotiviert seien, weil sie noch einen Job haben, sei falsch, so die Beraterin und Autorin. Eine Arbeitsatmosphäre, die durch Druck und Angst geprägt sei, sei unproduktiv.

Zu hoher Stress wirkt bei den meistens Arbeitnehmern hemmend. Dazu leidet die Kreativität, wenn ein Angestellter nur darauf achtet, keinen Fehler zu machen, anstatt eine neue Idee zu entwickeln. Außerdem sinkt die Loyalität mit dem Unternehmen, wenn sich die Mitarbeiter unwohl fühlen – auch das mindert die Leistung des Einzelnen und der Gruppe. Eine weitere Gefahr bei schlechter Stimmung ist es, dass, wenn die Krise vorüber ist, die guten Mitarbeiter sich nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen.

Engagement und Loyalität steigern Arbeitsqualität

Wenn Mitarbeiter sich in einem Unternehmen wohl fühlen, sind sie auch leistungsbereiter, ist sich Gill Corkindale sicher. Eine positive Arbeitsatmosphäre steigere auch die Verbundenheit zum Unternehmen. Eine Führungskraft muss daher dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter engagiert und motiviert zur Arbeit kommen. Besonders in Krisenzeiten steigt die Gefahr, dass Mitarbeiter durch Angst um ihre Arbeitsplätze eher gelähmt agieren. Bei allem freundlichen Umgangston muss der Chef seine Autorität wahren, damit sich keine Laissez-Faire-Stimmung in der Firma verbreitet.

Führungsqualitäten in Krisenzeiten

Gill Corkindale hat einige Tipps für Führungskräfte, die diese beachten sollten, um ein motiviertes Mitarbeiterteam zu haben: Ein Chef sollte sichtbar sein, das heißt, dass er sich mit den Mitarbeitern unterhalten und in Meetings erklären sollten, warum bestimmte Entscheidungen getroffen wurden und werden. Dabei sollte er mit den Mitarbeitern möglichst ehrlich umgehen, dabei seriös und realistisch bleiben. Angestellte, die sich gut informiert fühlen und so in die Firma eingebunden sind, fühlen sich besser und leisten mehr.

Eine weitere Methode, um die Motivation zu steigern, ist das ausdrückliche Angebot an die Belegschaft, mit Ideen oder Fragen zu den Führungskräften zu kommen. Dieser Umgang bewirkt, ebenso wie Lob für gute Leistungen, dass sich ein Angestellter gewürdigt fühlt. Dazu zählt auch das Angebot, an Weiterbildungsseminaren teilzunehmen.

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