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Migrationszauber: Kampagne zu Anstellung von Migrantinnen

Migrationszauber: Kampagne zu Anstellung von Migrantinnen

Sie haben großes Potenzial, werden häufig jedoch doppelt diskriminiert: Frauen mit Migrationshintergrund. Auch mit guten Schul- und Studienabschlüssen und perfekten Deutschkenntnissen haben sie auf dem Arbeitsmarkt Nachteile. Eine Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat ergeben, dass Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund sowohl beruflich als auch sozial aufsteigen wollen. Weiterhin stellt die Studie fest, dass Migrantinnen eine deutliche geringere Erwerbsquote haben als deutsche Frauen und auch ein niedrigeres Gehalt verdienen und Jobs ohne Aufstiegschancen innehaben – oft trotz gleicher Deutschkenntnisse und Ausbildung. Zudem ist ihr Armutsrisiko in Folge dessen stark erhöht.

Idee der Kampagne gut - Umsetzung nicht

Die Videospot-Serie will das Potenzial der Migrantinnen in den Vordergrund stellen und in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Ziel ist außerdem, eine gesellschaftliche Diskussion auszulösen und Vorbehalte und Vorurteile abzubauen. Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist die Förderung und Anstellung von Migrantinnen wichtig, da in Deutschland ein großer Bedarf an Fachkräften existiert. Unternehmen müssen sich daher fragen lassen, warum sie Migrantinnen nicht einstellen. Die Idee zur Kampagne ist allerdings deutlich besser als die Umsetzung, denn die Videos sind weder sonderlich witzig oder originell. Andererseits sind die Videos auch nicht zur Unterhaltung gedacht, sondern sollen zum Nachdenken anregen.

Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit

Arbeitgeber, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften und die breite Öffentlichkeit sollen mit Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung auf das Thema Migrantinnen im Job aufmerksam gemacht werden. Dieses Ziel will das Bayerische Staatsministerium mit einer Videokampagne erreichen. In den drei Videos geht es jeweils darum, dass ein Personaler eine hervorragend qualifizierte Türkin nicht eingestellt, dafür jedoch keinen ersichtlichen Grund hat. Deswegen versucht er immer abzulenken, sobald das Thema Frau Özlem aufkommt. In den Videos wird der Zuschauer daraufhin direkt mit „Was ist Ihr Grund, Migrantinnen nicht einzustellen?“ angesprochen.

Weiblich und Migrantin: Doppelte Diskriminierung

Die doppelte Diskriminierung erfolgt, obwohl die Migrantinnen häufig Fähigkeiten haben, die wirtschaftliche Vorteile für ein Unternehmen bringen können: Migrantinnen sind häufig mehrsprachig, kennen häufig die Kultur mehrerer Länder und können daher mit interkulturellen Kompetenzen aufwarten. Die Videokampagne soll das Potenzial von Migrantinnen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken.

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Integrative Schlüsselrolle

Laut der Kampagne kommt besonders Frauen für die Integration im Aufnahmeland eine Schlüsselrolle zu. Es seien die Arbeitsleistung, der Verdienst und die sozialen Netzwerke der Frauen, die die Eingliederung erleichtern oder sogar ermöglichen. Davon profitierten die Migrantinnen, ihre Familien und natürlich auch die gesamte Gesellschaft. Sie seien damit für den Integrationsprozess entscheidender als die männlichen Migranten.

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