Focus Money Auszeichnung - Beste Jobbörse

7604 Jobs für Berufseinsteiger. Jetzt suchen!

Erfolgreiche Jobsuche

Tipps für den Berufseinstieg als Ingenieur

Tipps für den Berufseinstieg als Ingenieur

Auf den ersten Blick ist der Arbeitsmarkt für Ingenieure ein Paradies für Absolventen und Bewerber. Doch auch Ingenieuren kann der Berufseinstieg schwer fallen. Die Jobbörse ABSOLVENTA gibt Tipps, wie man Frustration vermeiden kann.

Arbeitsmarkt für Ingenieure – Licht und Schatten

Man hört es immer wieder: Deutschland, weltweit bekannt für seine hochwertigen Maschinen und Fahrzeuge, habe nicht genug Ingenieure. Beim Schlagwort Fachkräftemangel denkt man quasi reflexhaft an diese Technikspezialisten, was auch an der sintflutartigen PR-Schwemme liegen mag, mit der der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) die Problematik in die Öffentlichkeit gebracht hat. Theoretisch müsste der Berufseinstieg für Ingenieure also ein ein Leichtes sein. Doch auch hier gibt es Licht und Schatten.

„Während meines Studiums habe ich mir nie Sorgen um einen Job gemacht“, sagt Tobias S., der gerade seinen Master-Abschluss in Maschinenbau an einer renommierten technischen Hochschule macht. „Doch mittlerweile bin ich etwas frustriert. Für Absolventen gibt es nur wenige Stellenangebote, die wirklich interessant sind und eine Zukunftsplanung zulassen. Den Berufeinstieg habe ich mir bedeutend leichter vorgestellt, und vielen meiner Kommilitonen geht es genauso.“


Die Zahlen sprechen eine andere Sprache

Ingenieure auf frustrierender Jobsuche? Die Zahlen sprechen eigentlich eine andere Sprache. Laut dem Ingenieurmonitor für den Monat August 2013, der vom VDI regelmäßig veröffentlicht wird, waren insgesamt zwar über 26.000 Ingenieure arbeitslos. Demgegenüber standen jedoch 62.100 offene Jobs für Ingenieure, besonders in der Fahrzeug- und Maschinentechnik mit mehr als 17.000 Vakanzen. Die wenigsten Personalsorgen macht sich demnach die metallverarbeitende Industrie mit nur 800 freien Stellen.

Wie kommt es dann, dass dennoch vielen Absolventen der Berufseinstieg so schwer fällt? Und was können diese Absolventen ohne Berufserfahrung tun, um auf dem Arbeitsmarkt attraktiver zu werden?

Kostenlos registrieren!

Mismatching vorbeugen

Glaubt man dem VDI, liegen die Probleme auf dem Ingenieur-Arbeitsmarkt vor allem am Mismatching zwischen Vakanz und Bewerber. Das ist der Fall, wenn Bewerber zwar die formalen Anforderungen der Ausschreibung erfüllen, aber andere Faktoren nicht stimmen. So können viele Absolventen nicht die geforderte Berufserfahrung vorweisen, arbeitsuchende Professionals wollen nicht umziehen oder die Gehaltsforderungen des Kandidaten korrespondieren schlicht nicht mit der Zahlungsbereitschaft des Unternehmens.

Um einem fachlichen Mismatching vorzubeugen, sollten Studenten schon im Studium gezielte Praktika machen anstatt in (zu) viele verschiedene Bereiche zu schnuppern. Spätestens die Abschlussarbeit sollte in einem Fachbereich angesiedelt sein, in dem man später tätig sein möchte. Auf diese Weise kann man aus dem Studium bereits tief gehende Praxiserfahrung mitnehmen.

Generell gilt trotz Fachkräftemangel auch für Ingenieure: Nicht jeder kann bei den großen Konzernen mit den Riesengehältern in Metropolregionen den Berufseinstieg schaffen. Gerade die deutsche Maschinenbaubranche ist geprägt von mittelständischen Unternehmen mit Standorten in eher ländlichen Gebieten. Viele Ingenieursabsolventen landen diesbezüglich bei der Jobsuche auf dem Boden der Realität – je eher man sich also mit dieser Tatsache auseinandersetzt, desto besser. Problematisch ist aber auch das Personalmarketing vieler mittelständischer Unternehmen, die ihre Stellenanzeigen nicht weit genug publizieren. Hier heißt es für junge Ingenieure, penibel zu suchen und sich im Zweifelsfall auch mal initiativ zu bewerben.


Keine Angst vor Personalüberlassungsfirmen

Viele Arbeitnehmer stehen Personalüberlassungsfirmen ablehnend gegenüber. Für Absolventen der Ingenieurwissenschaften, die sich mit dem Berufseinstieg schwertun, kann dies jedoch eine Alternative darstellen. Diese Unternehmen stellen Ingenieure ein, um sie dann an produzierende Unternehmen auf Projektbasis oder längerfristig auszuleihen. Dem haftet das schlechte Image der Zeitarbeit an. Absolvent Tobias zum Beispiel befürchtet, auf diesem Weg seine „Wunschkarriere nur schwer verwirklichen zu können“. Zudem müssen Gehaltseinbußen von knapp 20 Prozent in Kauf genommen werden, wie heise.de schreibt  – dafür wird aber auch gezahlt, wenn sich gerade mal keine Einsatzmöglichkeit findet.

Doch gerade Absolventen, die es während des Studiums versäumt haben, zielgerichtete Praxiserfahrung zu sammeln, können dies als Zeitarbeiter nachholen. Personalüberlassungsfirmen gieren nach qualifizierten Ingenieuren und bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten– auch bei großen Konzernen wie Daimler und Lufthansa Technik.

Die Süddeutsche berichtet zudem von einer Art „Klebeeffekt“ der Zeitarbeit". Demnach verbleiben bis zu 35 Prozent der überlassenen Arbeitnehmer bei guter Konjunktur nach Ablauf ihres Leiharbeiter-Einsatzes in den Unternehmen.


Konkrete Tipps für die Bewerbung

Tipps für die Ingenieur-KarriereDoch abseits strategischer Karrierepläne haben viele Ingenieure ein ganz konkretes Problem: Sie können sich nicht sonderlich gut präsentieren. Entgegen vieler anderer Studiengänge gehören Diskussionen, Vorträge und das Verfassen klarer Texte nicht zu den Kernelementen eines Ingenieursstudiums.

Das spiegelt sich in den Bewerbungsschreiben und Lebensläufen wieder, deren Zweck es schließlich ist, die eigene Arbeitskraft bestmöglich zu verkaufen. Um diesen Mangel in den Griff zu bekommen, sollten Bewerber das VDI-Bewerberhandbuch zu Rate ziehen.

Übersichtlich behandelt es alle wichtigen Themen einer Bewerbung, vom Lebenslauf über das Anschreiben bis hin zum Vorstellungsgespräch. Auch Tipps für Praktika und den Berufsalltag sowie das eigene Karrierenetzwerk hat der Ratgeber in petto.


Jobs finden ohne Bewerbung

Jobs finden kann man allerdings auch ganz ohne sich zu bewerben. Denn die gezielte Suche nach Fachkräften wird heutzutage nicht mehr nur noch für Führungspositionen durchgeführt. Auch liegt sie nicht mehr allein in den Händen von Headhuntern. Ganz normale Recruiter in ganz normalen Unternehmen suchen mittlerweile aktiv in sogenannten Lebenslaufdatenbanken oder in Business-Netzwerken nach neuen Mitarbeitern uns sprechen diese gezielt an.

Eine solche Datenbank bietet auch ABSOLVENTA, die Jobbörse für Studenten, Absolventen und Young Professionals. Vor allem Ingenieure sind hierbei heiß begehrt. Ein Blick in die Statistik: Insgesamt erhalten die ABSOLVENTA-Mitglieder über 5000 Jobanfragen im Monat - ganz ohne dutzende Bewerbungen geschrieben zu haben. Wer den Berufseinstieg vor sich hat, sollte die Zeit in ein Datenbank-Profil investieren. Vielleicht kommt so der nächste Job von ganz alleine.

>> Alle Stellenangebote für Ingenieure

Über den Autor

Daniel Furth
Daniel Furth

Beliebte Artikel aus unserem Karriereguide

Kurzarbeit: Auswirkungen aufs Gehalt
Formel und Beispiele

Kurzarbeit: Auswirkungen aufs Gehalt

Das arbeitsmarktpolitische Instrument  Kurzarbeit verhindert, dass Unternehmen bei einem temporären Auftragseinbruches ihr Personal entlassen müssen und Arbeitslosigkeit entsteht. Zudem bleibt dem Unternehmen das Know-How seiner Arbeitskräfte erhalten. Den Mitarbeitern hingegen bleiben der Arbeitsplatz und eine fina...

Zum Artikel
Das Jahresgehalt
All inclusive

Das Jahresgehalt

Das Jahresgehalt beinhaltet sowohl die fixen, als auch die flexiblen Gehaltsbestandteile. Außerdem ist es grundlegend für die Berechnung der verschiedenen Abgaben und Steuern. ABSOLVENTA gibt ausführliche Informationen.

Zum Artikel
Nebenjob Prostitution
Durchs Rotlichtmilieu zum Bachelor

Nebenjob Prostitution

Ob bei der Post, hinter der Bar oder ganz klassisch als studentische Hilfskraft. – Nebenjobs gibt es viele. Jedoch nahezu ungeschlagen in punkto ‚schnelles Geld’ ist die Arbeit in der Erotikbranche. Eine repräsentative Umfrage hat überraschende Ergebnisse zu Tage getragen. Studentische Sex-Jobber sind weitaus mehr v...

Zum Artikel