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Hamburg Company Tour 2012: Das etwas andere Karriere-Event

Hamburg Company Tour 2012: Das etwas andere Karriere-Event

Hamburg del MarHamburg, gefühlte 30 Grad C°, die Frisur und insbesondere das Teilnehmerbändchen, sitzen. Wenn im Mai zwölf namhafte Firmen Studenten aus ganz Deutschland einen Einblick in ihr Unternehmen gewähren, dann ist es wieder soweit: Die beliebte Hamburg Company Tour (HCT) öffnet für Studierende ihre Tore, respektive die Unternehmen öffnen ihre Türen, und zeigen dem akademischen Nachwuchs Möglichkeiten zum Einstieg in das Berufsleben auf.

Unter blauem Himmel lockte die HCT 2012 mit einem Mix aus Organisations-Know-how, attraktiven Arbeitgebern und einem Abend-Event im Beachclub inklusive sonnigem Sommerflair. Die Jobbörse ABSOLVENTA hat eine Gruppe junger Studierender durch den abwechslungs- und erlebnisreichen Tag begleitet.

 

Hamburg Company Tour - Von Studenten für Studenten

Die HCT wurde vor fünf Jahren von der studentischen Unternehmensberatung Hanseatic Consulting ins Leben gerufen. Sie erfreut sich heute bei angehenden Hochschulabsolventen und Unternehmen gleichermaßen großer Beliebtheit, weil sie für beide Seiten eine interessante Alternative zur klassischen Jobmesse bietet. Die Idee dahinter ist so simpel wie originell: eine Art langsames Speed-Dating für den Arbeitsmarkt; das Schaffen einer Plattform, auf der potentielle Arbeitnehmer und Arbeitgeber in etwa zwei-stündigen (statt zwei-minütigen) Zeitfenstern zum näheren Kennenlernen aufeinander treffen.

Um an der Hamburg Company Tour teilzunehmen, muss man sich vorab mit seinem Lebenslauf bewerben. Über 800 Studenten wollten mitmachen, 280 Bewerber wurden zugelassen. Bei Zulassung erhalten die Studenten die Möglichkeit, auf so genannten „Routen“ hinter die Kulissen potentieller Arbeitgeber zu blicken. Die Hamburg Company Tour bietet den Teilnehmern  insgesamt 14 verschiedene Routen an, bei der jeweils drei Unternehmen angesteuert werden. Davon sind sieben Routen für Studierende der Wirtschaftswissenschaften konzipiert, die anderen sieben Routen richten sich an Studierende der Ingenieurwissenschaften. Dabei werden alle Gruppen von Unternehmensvertretern betreut.

Wie die Unternehmen die Zeit mit den jungen Interessenten nutzen, obliegt den Firmen ganz allein. Und da man sich gut präsentieren möchte, wird den Teilnehmern von interaktiven Quizzes, Rallyes und Workshops bis hin zu Diskussionsrunden mit Mitarbeitern, Einiges geboten.

 

On Tour

Um 9.30 trifft sich die 20-köpfige Gruppe der Route 3 in der Eingangshalle der Firma Olympus, die den meisten als Kamera-Hersteller bekannt ist. „Wer wusste, dass Olympus auch Mikroskope und Endoskopie-Systeme herstellt und vertreibt?“ erkundigt sich Judith Hansen, die Verantwortliche für Personal und Nachwuchs bei Olympus. Die Teilnehmer schauen sich verblüfft an - mit Medizin und Wissenschaft haben die Wenigsten das Unternehmen in Verbindung gebracht. Nach einer Präsentation, in der deutlich wird, dass Kameras tatsächlich das kleinste Geschäftsfeld von Olympus darstellen, werden die Teilnehmer an die Funktionsweise eines Olympus-Mikroskops herangeführt. BWL-Studentin Ekaterina flüstert: „Ich hätte nie gedacht, dass Mikroskope so interessant sein können.“ Auch Spiegelreflexkameras werden getestet und weitergereicht. Jedoch sollen bei der Company Tour nicht nur die Produkte, sondern auch die Erfahrungen von Mitarbeitern die angehenden Absolventen vom Unternehmen überzeugen. Im Austausch mit vier Olympus-Mitarbeitern kommen aus der Gruppe Fragen zu Möglichkeiten des Direkteinstiegs und Trainee-Programmen auf. Olympus präsentiert sich dabei als attraktiver Arbeitgeber.    Quiz

 

Um 11.30 Uhr begleitet uns unsere Betreuerin Tanja Afflerbach auf Route 3 weiter zum zweiten Unternehmen. Mit dem Bus erreichen wir die Firma Philips im Hamburger Stadtteil St. Georg. Julia Ramm, Verantwortliche für das Hochschulmarketing, nimmt die Gäste in Empfang, um sie in die kulinarischen Genüsse der Philips-Kantine einzuführen.  

Aber die Teilnehmer sind natürlich nicht nur zum Essen hier. Auch sonst hat Philips als Arbeitgeber einiges zu bieten, wie die Teilnehmer auf spielerische Art und Weise erfahren. In einer Rallye werden die drei Geschäftsbereiche des Unternehmens erforscht. Im Bereich Medical Healthcare wird eine blass anmutende Puppe mit einem sogenannten „Externen Automatisierten Defibrillator“ mit integrierter Anleitung wiederbelebt. Nach altbewährter „Wer wird Millionär“-Manier lernt man das Geschäftsfeld Lighting und die Produktpalette im Bereich Consumer Lifestyle kennen: Beim Preisraten von Bierzapfanlagen liegen wir gründlich daneben (Sie kostet 239,99 Euro). Neugierige Fragen nach Bewerbung und Einstiegsmöglichkeiten werden schließlich auch bei Philips gerne gehört und beantwortet. 

 

Nachdem die Eindrücke des zweiten „Stell-dich-eins“ verarbeitet sind, geht es am Nachmittag zu einem Unternehmen, das ein Suchtmittel vertreibt: British American Tobacco (BAT) ist unter anderem für Zigaretten-Marken wie Lucky Strike und Pall Mall bekannt. BAT erweist sich als überaus charmanter Gastgeber, der unsere Gruppe mit lockerer Präsentationsweise, interaktivem Quiz und feinem Gespür für das gespaltene Verhältnis zu Tabak einzuvernehmen weiß. Marketing-Trainee Friederike Kirchner erzählt von der Unternehmenskultur und Entwicklungsmöglichkeiten bei BAT. Wer „im Marketing Zigaretten kann, der kann alles“, fügt Personalerin Sunnhild Wichern den Ausführungen ihrer Kollegin hinzu und erklärt zudem, dass BAT keine Werbung in Kinos schaltet, um zu vermeiden, dass Nicht-Raucher und junge Menschen zum Rauchen verleitet werden. Keine schlechte Sache, doch etwas scheinheilig klingt es schon. Damit geht es dann hoch auf die sonnendurchflutete Dachterrasse, die mit ihrem Blick über die Außenalster letzte Überzeugungsarbeit für eine Bewerbung bei dem Tabak-Konzern leisten soll.

 

Noch mehr Unternehmen am Abend

Weil mehr (...mehr Sonne und mehr Unternehmen) bei der Hamburg Company Tour auch wirklich mehr ist, lassen die Veranstalter das etwas andere Karriere-Event am Abend mit leckerem Essen und kühlen Getränken im Hamburg del Mar BeachClub an den Landungsbrücken ausklingen. Dort fanden sich die Studenten sowie die Unternehmensvertreter aller teilnehmenden Unternehmen zusammen. Man konnte sich also je nach Gusto zurücklehnen und die vielen Leckereien genießen, oder aber die Chance nutzen und mit den Vertretern der zwölf Firmen in entspannter Atmosphäre in Kontakt treten.

Die zufriedenen Gesichter am Ende des Abends kann man aber sicherlich nicht nur auf das Abendprogramm zurückführen: Auf der HCT haben motivierte Studenten Einstiegsmöglichkeiten bei den Firmen aufgezeigt bekommen, und eine Vorstellung über das (Arbeits-)Leben nach der Uni erhalten.

 

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