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Gehaltsrechner und Gehaltsvergleich

Gehaltsrechner und Gehaltsvergleich

Als Absolvent stehst Du spätestens im Vorstellungsgespräch vor der Frage, wie viel Einstiegsgehalt Du fordern kannst. Berufseinsteiger verfügen über weniger Berufserfahrung und können ihren Marktwert nur schlecht einschätzen. Gehaltsrechner und Gehaltsvergleiche sollen Absolventen und Young Professionals eine Orientierung für ihre Gehaltsvorstellung bieten. Sie leisten aber oft nicht das Versprochene und liefern viel zu wenige relevante Daten. Die Jobbörse ABSOLVENTA erklärt in diesem Teil der Serie Gehalt und Einstiegsgehalt, worauf Du bei Gehaltsvergleichen achten solltest und was sie aussagen.

Absolventen und Young Professionals verdienen anders

Gerade die ersten Berufsjahre machen einen entscheidenden Unterschied beim Gehalt. Auch wenn Du neben dem Studium erste praktische Erfahrungen gesammelt hast, gilt die (Vollzeit-)Tätigkeit im ersten richtigen Job als die entscheidende Berufserfahrung. Deswegen müssten bei Gehaltsrechnern und Gehaltsvergleichen Absolventen und Young Professionals getrennt erfasst und nicht, wie leider üblich, als eine Klasse der Arbeitnehmer zusammengefasst werden.

Nur wenige Vergleiche leisten z.B. den Überblick zwischen dem Einstiegsgehalt und dem Gehalt nach drei bis fünf Jahren Berufstätigkeit. Besser sind Gehaltsrechner, die verschiedene Datenmasken für Absolventen und Young Professionals verwenden, um bei letzteren die Berufserfahrung und das bisherige Einkommen bei der Gehaltsberechnung zu beachten.

Durchschnitt und Abweichung von Gehältern

Was hilft Dir beispielsweise das Wissen, dass Ingenieure in Deutschland im Durchschnitt soundso viel Tausend Euro im Jahr brutto verdienen? Vielleicht ist der Gehaltsvergleich aber auch etwas besser und Du erfährst den Mittelwert des Gehaltes von Berufseinsteigern Deiner Branche. Dann weißt Du aber noch lange nicht, wie groß die Abweichungen sind, sprich zwischen welchen Grenzen sich die Gehälter bewegen. Ganz zu schweigen davon, dass Du nicht weißt, welche Faktoren die Gehälter beeinflussen, also auch auf genau Deine Situation zutreffen könnten.

Einer dieser Faktoren ist beispielsweise die Größe Deiner zukünftigen Firma. In Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern, die meistens tariflich gebunden sind, verdienen Angestellte oft überdurchschnittlich. Nun müsstest Du weiterhin wissen, wie viel Prozent der Arbeitnehmer in Deinem Beruf in großen Firmen arbeiten und wie viel im Mittelstand. Doch wer weiß das schon? Ein anderer maßgeblicher Faktor ist die Branche, in der Du Deinen Beruf ausüben willst, denn auch hier variieren die Gehälter.

Deswegen ist es notwendig, nicht nur den Mittelwert, sondern auch andere Zahlen anzugeben, die das weite Spektrum der Gehaltsunterschiede genauer definieren. Diese Notwendigkeit lässt sich an einem einfachen Rechenbeispiel verdeutlichen:
Rechenbeispiel Durchschnittsgehalt

 
Beruf: Ingenieur Wiwi Informatiker
Branche Autobauer Pharma Bank Elektronik Software Biotechn.
Absolventen 900 100 800 200 600 400
Einkommen 40.000 80.000 40.000 60.000 40.000 50.000
Mittelwert 44.000 44.000 44.000

(Die angegebenen Werte sind völlig fiktiv)

 

Wie Du sehen kannst, liegt der Durchschnitt bei allen angegebenen Berufen genau gleich. Nur gibt es bei den Ingenieuren eine viel größere Gehaltsschwankung zwischen den Branchen. Hast Du Dein Vorstellungsgespräch bei einem Pharmakonzern, würde Dir der Durchschnitt viele Chancen auf ein angemessenes Gehalt verbauen. Als Informatiker wären Deine Möglichkeiten weit überdurchschnittlich zu verdienen hingegen eher gering.

Zu geringe Stichproben

Ein weiteres, weit verbreitetes Problem bei Gehaltsrechnern und Gehaltsvergleichen – vor allem im Internet – ist die geringe Stichprobe. Auch etablierte Medien oder Verbände versuchen da Aussagen zu treffen, ob wohl sie nur die Werte von beispielsweise 76 Ingenieuren haben. Hinzu kommt, dass die Werte oft von den Nutzern der Webseite selbst eingegeben werden und wenig Qualitätskontrolle unterliegen. Es finden sich z.B. keine Angaben dazu, ob fehlerhaft oder unvollständig ausgefüllte Fragebögen ausgewertet und mitgezählt werden.

Positionen und Berufsbilder lassen sich schwer vergleichen

Studiengänge können gleich heißen und verschiedenes bedeuten. Ebenso steht es um die Positionsbeschreibungen in Unternehmen: Marketing kann von der Suchmaschinenoptimierung (SEO, SEM) über Pressearbeit und Public Relations bis hin zu Vertrieb und Callcenter bedeuten. Ein Abteilungsleiter heißt in der nächsten Firma „Head of Irgendwas“ und in der dritten einfach nur Chef oder Manager mit Personalverantwortung.

Weil der Gehaltsvergleich wegen dieser unterschiedlichen Bezeichnungen von Positionen und Hierarchieebenen schwierig ist, müssten Gehaltsrechner andere Kriterien aufführen, die verallgemeinerbar sind. Dies wären beispielsweise Budget- und Personalverantwortung bzw. Weisungsbefugnis.

Manche der Gehaltsvergleiche konzentrieren sich überhaupt nur auf den Studiengang und nicht auf den ausgeübten Beruf. Da heißt es z.B. verallgemeinernd, Absolventen der Ingenieurswissenschaften verdienen soundso viel Tausend Euro im Jahr. Aber einen Beruf kann man in den unterschiedlichsten Branchen ausüben und entsprechend sehr verschieden verdienen.

So kommst Du trotzdem zu einer realistischen Gehaltsvorstellung

Nachdem Du nun weißt, was bei Gehaltsrechnern und Gehaltsvergleichen oft nicht ausreichend informativ ist, musst Du trotzdem noch Deine Gehaltsvorstellung angemessen formulieren können. Deswegen erklären wir Dir im demnächst in unserer Serie ausführlich, was gute Gehaltsrechner leisten müssen und wie Du sie auswertest.

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>> Hier geht es zum Gehaltsvergleichs-Rechner für Absolventen und Young Professionals.

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