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Der richtige Führungsstil entscheidet über Erfolg und Misserfolg

Der richtige Führungsstil entscheidet über Erfolg und Misserfolg

Führungsstil

Führungskräfte haben großen Einfluss auf die Mitarbeiter und damit auf die Produktivität eines Unternehmens. Zum einen bestimmen sie die Arbeitsbedingungen. Sie haben Einfluss darauf  wo, wann und wie die Angestellten ihren Job machen sollen. Zum anderen beeinflussen sie mit ihrem Führungsstil die Mitarbeiterzufriedenheit. Arbeiten sie etwa mit Zuckerbrot, mit der Peitsche oder mit beidem? Der Führungsstil eines Vorgesetzten ist daher ein wesentlicher Bestandteil in der Arbeitspsychologie. In diesem Artikel zeigen wir auf, wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter motivieren und was es dabei zu beachten gilt.

Führung ist soziale Macht, bei der eine Führungskraft konkrete Ziele verfolgt

Führung ist ein Gruppenphänomen. Wenn die Wissenschaft von „Führung“ spricht, ist die Interaktion von Personen gemeint, denn jemand der führt, übt einen zweckgerichteten sozialen Einfluss aus. Er verfolgt bestimmte Ziele und versucht diese dadurch zu erreichen, dass er mit anderen Personen kommuniziert. Eine Führungspersönlichkeit steuert und gestaltet dadurch das Verhalten anderer. Dies kann sprachlich geschehen, also mündlich oder schriftlich, aber auch indirekte Kommunikation ist möglich. Mit Gestik und Mimik übermittelt ein Vorgesetzter ebenso seine Ziele wie mit direkten Befehlen. Seine Herrschaft setzt eine Führungsperson durch Mitarbeitermotivation durch. Ein Angestellter kann unterschiedlich motiviert werden. Lohn, Boni, aber auch Lob, Kritik oder Strafen sind Möglichkeiten der Mitarbeitersteuerung.

Jeder Vorgesetzte ist anders und hat einen eigenen Führungsstil

Ein guter Chef achtet nicht nur auf sich selbst. Er legt gesteigertes Augenmerk auf den Umgang mit seinen Mitarbeitern. Nicht er selbst ist entscheidend, sondern die Tatsache, wie er sich verhält. Die Wissenschaft unterscheidet grob drei Führungsstile, mit unzähligen Abstufungen. Der erste ist der demokratische Stil. Mitarbeiter haben Anteil an den Bestimmungen des Unternehmens und können Ziele festlegen. Ein demokratischer Manager bringt seinen Mitarbeitern Vertrauen entgegen und lässt ihnen Handlungsspielraum, um jedem seine beste Arbeitsmethode zu gewähren und Kreativität zu fördern. Er hört auf Rückmeldungen und diskutiert Probleme. Der Gegensatz dazu ist der autokratische Führungsstil. Seine Maxime lautet: „Diamanten entstehen nur unter Druck“. Genaue Arbeitsanweisungen mit festen Normen reglementieren die Tätigkeit der Angestellten. Der Vorgesetzte fällt klare Entscheidungen, und Mitarbeiter haben den Anweisungen ohne Diskussion zu folgen. Ein autokratischer Stil trennt deutlich zwischen Führungsperson und Untergebenen und lässt kaum Raum für kreative Ansätze oder Verbesserungsvorschläge. Der dritte Führungsstil richtet sich nach dem Laissez-faire Prinzip. Der Vorgesetzte lässt die Mitarbeiter weitestgehend in Ruhe und schreitet nur ein, wenn es absolut notwendig ist. Welche der Stile nun passend ist, kann man pauschal nicht sagen. Der gute Führungsstil hängt von vielen Faktoren ab. Nur eines hat sich gezeigt: Das Laissez-faire Prinzip ist das schlechteste von allen dreien. Es ist eben manchmal besser, eine schlechte Entscheidung zu treffen, als gar keine.

Produktions- vs. Mitarbeiterausrichtung

Jeder Führungsstil setzt unterschiedliche Ansätze voraus und konzentriert sich auf bestimmte Aspekte im Unternehmen. Im Allgemeinen wird zwischen Produktions- und Mitarbeiterausrichtung unterschieden. Entweder beschäftigt sich die Führungsperson vornehmlich mit der Produktion und versucht gezielt Qualität und Quantität des Produktes zu optimieren. Zu seinem Themenfeld gehören u. a. die Arbeitsabläufe, Logistik und Kontrolle. Oder er geht intensiv auf die Belange seiner Mitarbeiter ein, um sie zufrieden zu stellen. Nur mit einer motivierten und leistungsbereiten Belegschaft kann ein Unternehmen profitabel wirtschaften. Ein solcher Manager versucht die Bedingungen am Arbeitsplatz zu verbessern, setzt flexible Zeitmodelle ein und ermöglicht es, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen. Beide Methoden verfolgen dasselbe Ziel, nämlich das Unternehmen profitabel zu führen. Der Ansatz ist aber verschieden.

Aber auch ein charismatischer Manager mit einem guten Führungsstil kann scheitern, wenn er nicht die jeweilige Situation berücksichtigt. Kontigenztheorien behandeln genau dieses Problem. Eine Führungspersönlichkeit muss seine Mitarbeiter kennen. Jeder Angestellter reagiert anders auf äußere Einflüsse: Einige arbeiten unter Druck am besten, wieder andere brauchen genügend Freiraum für ihre Ideen. Manchen ist mit hilfreicher Kritik besser geholfen als mit Lob. Auch die emotionale und fachliche Reife der Belegschaft ist entscheidend.

Aktuelle Führungsstile – transaktionaler und transformationaler Stil

Gegenwärtig werden zwei Führungsstile diskutiert, die einzelne Aspekte der bereits genannten vereinen. Dies sind der transaktionale und transformationale Stil. Bei der transaktionalen Führung tauschen die Beteiligten Beiträge aus. Der Chef zahlt das Gehalt, während der Angestellte seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt. Bei dieser Art steht zudem die Regelkonformität im Vordergrund. Standards sind etabliert und von jedem einzuhalten. Erst bei Diskrepanzen greift die Unternehmensleitung ein. Mit einem solchen System können Leistungen gehalten werden, aber es besteht kaum Anreiz zur Verbesserung. Bei der transformationalen Führung dient der Vorgesetzte als Vorbild. Die Mitarbeiter können sich mit ihm und seinen Zielen identifizieren. Die Führungsperson vermittelt eine Vision für die Firma und setzt gleichermaßen auf Verstand und Gefühle. Ziele sind nachvollziehbar, auch weil das gesamte Team sie gemeinsam entwickelt hat. Zugleich dreht es sich bei diesem Führungsstil nicht nur um das Produkt, sondern auch um die Wünsche der Angestellten. Flexible Arbeitszeiten und freie Hand bei der Umsetzung der Ziele kennzeichnen den transformationalen Stil.

Es hat sich gezeigt, dass es DEN Führungsstil nicht gibt. Vorgesetzte müssen mit gutem Beispiel vorangehen, ihre Mitarbeiter genau kennen und die jeweilige Situation im Auge haben. Dies stellt zwar hohe Anforderungen an die Führungsperson, aber es gewährleistet einen reibungslosen und effizienten Arbeitsablauf. Ein Manager verfügt im Idealfall über verschiedene Methoden und Strategien. Je nachdem, welche gerade verlangt wird, setzt er diese ein und führt so sich, seine Belegschaft und sein Unternehmen zum Erfolg.

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