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Finanzkrise und Arbeitsmarkt (4): Jobs und Karriere-Chancen für Ingenieure

Finanzkrise und Arbeitsmarkt (4): Jobs und Karriere-Chancen für Ingenieure

Ingenieure sind immer gefragt, Fachkräfte der sogenannten MINT-Qualifikationen (Mathematiker, Ingenieure, Naturwissenschaftler, Techniker) werden nach wie vor händeringend gesucht. Allen voran: Ingenieure, vor allem in den Fachrichtungen Maschinenbau, Anlagenbau und Fahrzeugtechnik.

 

Jobchancen vs. Arbeitslosenquoten bei Akademikern

Akademiker haben nach wie vor gute Jobaussichten und die Arbeitslosenquote liegt bei Hochschulabsolventen in den letzten Jahren stabil unter fünf Prozent. Das liegt daran, dass Unternehmen immer mehr hochqualifizierte Fachkräfte und Akademiker benötigen. Unter der Finanzkrise leiden also vor allem Bewerber mit einem geringeren Bildungsabschluss. Führende Wirtschaftsforscher gehen bei einem Null-Wachstum der Wirtschaft von ca. 40.000 wegbrechenden Jobs für 2009 aus. Sollte uns, wie vom Internationalen Währungsfonds veranschlagt, wirklich ein Minuswachstum von 0,8 Prozent bevorstehen, könnte es durchaus die zehnfache Menge sein. Akademiker der MINT-Qualifikationen dürften jedoch noch am besten abschneiden.

Ingenieure werden überall gesucht

Neben der schwierigen Finanzlage klagt die deutsche Wirtschaft vor allem über zu wenig qualifizierten Nachwuchs. Schon im Jahr 2007 waren in allen Ingenieursbranchen mehr freie Stellen als im Jahr zuvor verzeichnet. Ein Trend, der sich fortsetzt: Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IDW) von Ende 2008 sind fast 40 Prozent von einem Fachkräftemängel betroffen. Die Hälfte davon bräuchte dringend Ingenieure. Und der bekannte Adecco Stellenindex weist alleine für 2008 über 45.000 Stellenangebote für Ingenieure in den Printmedien aus. Bei der Bundesagentur für Arbeit waren ca. 12.000 Stellen zu besetzen und in Online-Jobbörsen rund 46.000. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mangelt es vor allem an Maschinenbau-, Elektro- und Wirtschaftsingenieuren.

Auch der Blick über die letzten Jahre zeigt, dass immer weniger Ingenieure von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Waren 1999 noch über 76.000 Ingenieure ohne Einkommen, sank die Zahl bis 2007 auf rund 25.000. Die Zahl sozialversicherungspflichtiger beschäftigter Ingenieure stieg hingegen von 1999 innerhalb von zwei Jahren auf den Höchststand von knapp 660.000. Danach fiel die Beschäftigungsrate wieder ab und befindet sich erst seit 2005 wieder im Aufschwung.

Viele Ingenieure gehen in den Ruhestand – Platz für Absolventen

Das IAB stellt außerdem fest, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre über 100.000 Maschinenbau- und Elektroingenieure in den Ruhestand gehen. Selbst bei den Bauingenieuren wird die Lage wieder besser, denn jeder Dritte von ihnen ist über 50 Jahre alt. Also gibt es viel Platz für die nachrückenden Hochschulabsolventen der Ingenieurswissenschaften. Der demografische Wandel bereitet der deutschen Wirtschaft zunehmend Probleme. Für Dich als Absolvent eines ingenieurwissenschaftlichen Studienganges bedeutet es aber unter Umständen beste Jobchancen.

Der folgenden Tabelle kannst Du entnehmen, wie viele im Wintersemester 2007/2008 ihr Studium in den wichtigsten Ingenieursstudienrichtungen aufgenommen bzw. abgeschlossen haben.

 
Studienrichtung 1. Uni- Semester 1. FH- Semester Uni- Absolventen FH- Absolventen sonstige Absolventen*
Wirtschaftsingenieure 5412 8744 1953 4710 742
Ingenieursinformatik 770 1405 337 695 404
Technik/Mechatronik 2163 3646 309 1210 **
Bauingenieure 3424 4292 1152 2600 994

(* Bachelor, Master, Promotion, andere; ** Angaben nicht relevant; Quelle: Statistisches Bundesamt)

Die Zahlen zeigen vor allem eines: Ingenieure mit Hochschulabschluss sind sehr selten. Ob Fachhochschule oder Universität, nur ein Bruchteil krönt das Studium erfolgreich mit einem Diplom. Laut IDW bedeutet dies eine weitere Verschärfung der bereits zu wenigen Ingenieursstudenten. Die Folge: Für rund Dreiviertel der zu besetzenden Stellen gibt es keine geeigneten Bewerber, wodurch der deutschen Wirtschaft jährlich viele Milliarden Euro an Wertschöpfung verloren gehen.

Fazit

Ingenieure werden benötigt, ob die Wirtschaft nun kriselt oder nicht. Als einer der stabilsten Wirtschaftsbereiche sind technische Entwicklung und Produktion einer der Grundbausteine, für viele andere Branchen. Qualifizierte Ingenieure mit einem Hochschulabschluss und erster Berufserfahrung durch Praktika haben also auch mitten in der Finanzkrise sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Phase der Bewerbung kann etwas länger dauern, aber letzten Endes kommt keiner an Ingenieuren vorbei.

>> Hier findest Du Jobs und weitere Informationen zur Ingenieurkarriere
 

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