„CEO of the Future 2013“ – Wettbewerb für den Führungsnachwuchs

„CEO of the Future 2013“ – Wettbewerb für den Führungsnachwuchs

Daniel Kob_CEO of the Future 2011CEO über Nacht? Das ist möglich. – Und zwar mit dem Wettbewerb “CEO of the Future 2013”. Ausgerichtet wird dieser von internationalen Spitzenunternehmen, die auf der Suche sind nach den Führungskräften von morgen. Noch bis zum 16. September kann man sich bewerben – um den Titel “CEO of the Future 2013”, ein hochkarätiges Trainingsprogramm und insgesamt 15.000 Euro Preisgelder zur Karriereförderung.

Der Wettbewerb “CEO of the Future” hat Tradition. Bereits zum achten Mal rufen namhafte Unternehmen wie Bayer, Bertelsmann, McKinsey, Porsche, Thyssen Krupp und Vodafone talentierte Nachwuchskräfte dazu auf, ihr Führungspotential unter Beweis zu stellen. Bewerben können sich Absolventen mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung sowie examensnahe Studenten und Doktoranden mit ersten praktischen Erfahrungen.

Wir haben uns mit Daniel Kob getroffen, dem Gewinner des „CEO of the Future 2011“ und mittlerweile Vorstandsassistent bei Gruner + Jahr. Im Interview berichtet er, was auf die Wettbewerbs-Teilnehmer zukommt und gibt Tipps, wie man es schafft, die hochkarätige Jury von sich zu überzeugen.

 

Hallo Daniel, wie bist du damals auf den Wettbewerb aufmerksam geworden und was hat Dich dazu bewogen, mitzumachen?

Ich habe zum ersten Mal auf Facebook vom „CEO of the Future“ gehört – der etwas provokante Name machte mich neugierig. Der Wettbewerb versprach eine spannende Herausforderung zu werden und die Aussicht darauf, interessierte Menschen und eine Vielzahl an Unternehmen in einem derartigen Umfeld kennenzulernen machte den Reiz aus, daran teilzunehmen.

Um am Wettbewerb teilzunehmen, müssen Bewerber eine „Nachricht aus der Zukunft“ an einen CEO von heute formulieren. War das damals auch Deine erste Aufgabe?

Unsere Aufgabe war recht ähnlich. Wir sollten einen kurzen Essay darüber schreiben, wie sich Erfolg im Jahr 2030 definiert bzw. wie sich Rahmenbedingungen und Prioritäten des Topmanagements verändern werden. Mein Aufsatz hatte den Titel „Warum aus Wertorientierung endlich Werteorientierung werden muss“ und argumentierte entlang verschiedener Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, warum eine konsequent (vor-)gelebte Wertekultur in Unternehmen zur höchsten Priorität werden sollte.

Der Wettbewerb besteht aus mehreren Stufen, in denen sich die Teilnehmer sowohl allein als auch im Team beweisen müssen. Welchen Herausforderungen musstest Du Dich im weiteren Verlauf des Wettbewerbs stellen?

In der zweiten Runde wurden wir zu einem Auswahltag eingeladen, an dem verschiedene Aufgaben absolviert werden mussten, so z.B. eine spontane Präsentation, Interviews, eine Gruppenübung oder Tests zum analytischen und logischen Denken. Von den gut 80 eingeladenen Teilnehmern wurden dann nach Abschluss des Auswahlverfahrens 20 ins Finale eingeladen. Vor der eigentlichen Endrunde haben wir Finalisten zusammen zwei Seminarwochenenden verbracht, die das eigentliche Highlight des Wettbewerbs waren. Die beiden Wochenenden waren unheimlich intensiv – aufgrund der Menge an neuen Impulsen und Erfahrungen aus den Workshops, und vor allem wegen der vielen anregenden Gespräche mit den anderen Kandidaten. Trotz der Kürze der Zeit sind echte Freundschaften entstanden.

Am Ende des zweiten Seminarwochenendes wurden wir in Dreiergruppen eingeteilt und haben jeweils eine Fallstudie von einem der Partnerunternehmen erhalten, die es in den Folgewochen zu lösen galt. Meine Teamkollegen und ich bekamen ein Arbeitspaket von Henkel. Gut ausgestattet mit Stapelweise Marktforschungsdaten, Produktinformationen und anderen Dokumenten sollten wir neue Produkte für die Marke SYOSS entwickeln und eine passende Social Media Kommunikationsstrategie konzipieren. Unser Ergebnis haben wir im November vor der großen Vorstands- und Medienvertreterjury in Kitzbühel präsentiert und mit ihnen diskutiert.

Wie hast Du es letztlich geschafft, Dich erfolgreich gegen die anderen Kandidaten zu behaupten?

Genau weiß ich’s nicht, aber ich glaube, dass im Finale – neben einer kreativen, schlüssigen Antwort auf die Fragestellungen – vor allem die eigentliche Präsentation ausschlaggebend ist. Und damit meine ich weniger perfekt gestaltete PowerPoint-Folien, sondern vielmehr eine runde, bildhafte „Geschichte“, die überzeugend und mit viel Leidenschaft erzählt wird. Vorstände sind auch nur Menschen und wollen bei allen klugen Gedankengängen am Ende ebenso gut unterhalten werden. Da ist es sicherlich von Vorteil, wenn man von Natur aus gerne präsentiert.

Wie ging es für Dich nach dem „CEO of the Future 2011“ weiter?

Direkt nach der Preisverleihung hat die Sache wirklich Kreise gezogen. Aufgrund der Berichterstattung in den Medien wurde ich immer wieder auf die Auszeichnung angesprochen und habe einige Job-Angebote bekommen. Da waren durchaus spannende Dinge dabei, aber meinen nächsten Schritt hatte ich schon vor dem Finale gefunden. Mit dem gewonnenen Preisgeld werde ich im Oktober zu einer Studienwoche zum Thema „Entrepreneurship im Silicon Valley“ an die Stanford University fahren.   

Inwiefern hat sich die Teilnahme am Wettbewerb auf Deine weitere Karriereplanung ausgewirkt?

Durch den Wettbewerb habe ich eine ganze Menge über mich selbst, meine Arbeitsweisen und Leidenschaften gelernt und viele neue Kontakte geknüpft. Direkten Einfluss auf meine Karriereplanung hat der Wettbewerb keine, was aber auch daran liegen mag, dass ich meine Laufbahn nicht wirklich langfristig plane. Ich habe Ideen und Vorstellungen für die Zukunft – wir werden sehen, ob und welcher Weg dorthin führt.

Zu guter Letzt: Was möchtest Du den aktuellen Bewerbern mit auf den Weg geben? Worauf kommt es besonders an?

Auch wenn es trivial klingen mag: Bleibt euch selbst treu und zeigt bei allem Fachwissen und klugen Ideen eure Persönlichkeit, Haltung und Leidenschaft. Denn bei diesem Wettbewerb werden – wie bei der Besetzung von Topmanagement-Positionen – vor allem überzeugende Persönlichkeiten gesucht.


Wir bedanken uns bei Daniel für das Interview und wünschen allen Anwärtern auf den Titel „CEO oft he Future 2013“ viel Erfolg.

Hier geht’s >> zum Wettbewerb.

Über den Autor

Luise Köhler
Luise Köhler

Als ehem. ABSOLVENTA-Redakteurin hat Luise über die Bedürfnisse, Interessen und Fragen junger Berufseinsteiger recherchiert, geschrieben und erklärt.

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