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Zeit zum Stöbern: Buchtipps für Studenten, Unternehmer und Querdenker

Zeit zum Stöbern: Buchtipps für Studenten, Unternehmer und Querdenker

Wenn sie endlich da ist, bietet die Weihnachtszeit fernab vom Geschenkestress ein paar ruhige Minuten für die schönen Dinge im Leben. Dazu gehört das Lesen. Die ABSOLVENTA-Redaktion hat ihre Buch-Favoriten aus dem Jahr 2012 gekürt und stellt sie hier im Kurzporträt vor. Da ist vielleicht auch etwas zum Verschenken dabei – oder einfach zum selber lesen.

 

Von Natur aus kreativ: Die Potenziale des Gehirns entfalten

„Jeder Mensch ist kreativ“, lautet der erste Satz dieses Buchs. Diese Aussage dürfte für viele eine Erleichterung sein. Denn all zu oft fühlt man sich einfallslos und wenig originell, das nicht zuletzt zur Vorweihnachtszeit, wenn es um die Geschenke für die Lieben geht.

In ihrem Buch berichten der Hirnforscher Ernst Pöppel und Paartherapeutin Beatrice Wagner über das kreative Potenzial, das in jedem von uns steckt. Der Mensch ist von Natur aus mit Kreativität ausgestattet, um in Extremsituationen Lösungen zu finden, sein natürliches Gleichgewicht wieder herzustellen – und glücklich zu werden. Das Buch beinhaltet zahlreiche Interviews über Kreativität mit Persönlichkeiten wie Hans Magnus Enzensberger, Kai Diekmann und Hendry M. Broder sowie unterhaltsame Gedichte mit denen die Autoren zeigen, dass verschiedene Wege zur Kreativität führen. „Eine Art und Weise kreativ zu sein, besteht darin, einmal genau und ehrlich zu beobachten, was wir tief im Inneren glauben – und dann das Gegenteil davon anzunehmen. Diese Übung macht den Geist frei.“ Das Buch ermutigt dazu, auch mal seine Comfort Zone zu verlassen. Man muss sich also nur trauen.

Das Buch „Von Natur aus kreativ – Die Potenziale des Gehirns entfalten“ wird sowohl bei Studenten, dem nach innovativen Geschäftsideen strebenden Manager als auch bei dem an Geist und Wissenschaft interessierten Großvater unter dem Weihnachtsbaum für Entzücken sorgen.

 

Der Kampf um die Arbeitsplätze von morgen

Jim Clifton vertritt in seinem aktuellen Buch „Der Kampf um die Arbeitsplätze von morgen“, dass der nächste bevorstehende Krieg auf dem Arbeitsmarkt ausgetragen wird – als globaler Kampf um gute Arbeitsplätze. Clifton geht sogar soweit und behauptet, dass ohne die Schaffung neuer Arbeitsplätze in den einzelnen Ländern die jeweiligen Gesellschaftssysteme auseinanderbrechen.

Clifton ist CEO des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Gallup und hat dabei herausgefunden, dass weltweit über 1,8 Milliarden Menschen einen passenden Job mit festem Einkommen suchen. Der Mangel an Arbeitsplätzen führe demnach zu weltweiten Problemen, die die Weltgemeinschaft mit humanitärer Hilfe sowie militärischen und politischen Mitteln zu bekämpfen versucht.

Entscheidend sind laut Clifton gute Arbeitsplätze und zufriedene Arbeitnehmer. Somit wird die Schaffung guter Arbeitsplätze weltweit zu einem der wichtigsten gesellschaftlichen Themen und ist eine entscheidende Aufgabe für Unternehmen, Regionen oder Länder.

 

Kopf schlägt KapitalKopf schlägt Kapital
„Jeder hat das Potenzial zum Gründer“, so lauten die ersten Worte in Günter Faltins Buch „Kopf schlägt Kapital. Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneur zu sein“. Nie waren die Bedingungen für die Gründung eines eigenen Unternehmens so gut, wie derzeit. Das Internet stellt viele relevante Informationen zur Verfügung, bietet zahlreiche Werbe- und Marketingmöglichkeiten und vereinfacht den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen.

Entscheidend für die erfolgreiche Gründung eines eigenen Unternehmens ist – so Faltin – ein durchdachtes und ausgefeiltes Konzept. Somit ist die Idee wichtiger als das Startkapital. Dabei komme es jedoch darauf an, sich nicht in Kleinarbeit zu verzetteln, sondern existierende und zur Verfügung stehende Komponenten mit einzubeziehen. Faltin entwirft hier das Konzept der auf Komponenten basierenden Gründung – also möglichst viele der Tätigkeiten auszulagern, die davon abhalten, die eigene Idee bzw. das eigene Unternehmen voranzubringen. Zu diesen Komponenten zählen beispielsweise die Buchhaltung, die Abwicklung von Bestellungen oder der Versand.



 

Radikal führenRadikal führenDie Süddeutsche Zeitung bewertet das Buch „Radikal führen“ von Reinhard K. Sprenger als vorläufig ultimative Zusammenschau, die an Klarheit und analytischer Schärfe kaum einen Wunsch offen lässt.

Die Mitarbeiter sind laut Sprenger der Ursprung eines Unternehmens, weil viele Aufgaben nur gemeinsam erledigt werden können – demnach sei die Kernaufgabe einer Führungskraft, Zusammenarbeit herbeizuführen. Führung müsse dabei aber von den Mitarbeitern anerkannt werden. Eine Führungskraft sollte mit dem Mitarbeiter gemeinsam etwas schaffen und ihn dabei begleiten, bis zu dem Punkt, wo der Mitarbeiter keine Führung mehr braucht. Für Sprenger ist Führung somit die Hinführung zur Freiheit, denn eine gute Führungskraft mache sich überflüssig im operativen Geschäft.

Demnach sei die wichtigste Managemententscheidung die Personalauswahl, da diese langfristig orientiert ist. Ein Mitarbeiter müsse in die Mannschaft, zum Team, zur Unternehmenskultur und zur Aufgabe passen.

 

Gedankenlesen durch Schneckenstreicheln

„Was wir von Tieren über Physik lernen können.“ – Das erforschen die sogenannten Science Busters in ihrem aktuellen Werk. Das kommt nicht nur im pinken Samteinband, sondern auch mit viel Witz daher. Gemeinsam begeben sich die beiden Physiker Prof. Heinz Oberhummer und Werner Gruber sowie der preisgekrönte Satiriker Martin Puntigam auf ihre ganz eigene Reise durchs Tierreich. Wissenschaftliche Phänomene erklären sie dabei mit einer ordentlichen Portion (schwarzem) Humor. So lernt man zum Beispiel einiges über das menschliche Gehirn, indem aufgezeigt wird, woran es Tieren fehlt. Schildkröten zum Beispiel haben keine Spiegelneuronen. Das weiß man, weil sie nicht gähnen – ein Indiz dafür, dass sie kein Empathie-Empfinden besitzen. Ein ziemlich ausgeprägtes Empfinden, allerdings sexueller Natur, hat hingegen der australische Juwelenkäfer. Der steht nämlich auf Bierflaschen, weil die so schön glänzen und begattet diese so lange, bis er vor Erschöpfung stirbt. Der Kommentar der Science Busters dazu: „Wer jetzt vorschnell urteilt, sollte bedenken, dass dieser überproportionale Reiz auch bei Menschen wirkt. Immerhin hat Pamela Anderson ihre Karriere eher nicht ihrem gewaltigen IQ zu verdanken.“ Leichte Unterhaltung wird hier mit zahlreichen wissenschaftlichen Fakten kombiniert. – Ein Buch, das auf spielerische Art und Weise umfangreiches Allgemeinwissen vermittelt und viele unnütze, aber dennoch spannende Fakten obendrauf liefert.

 

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