Lesespaß zu Weihnachten – Zwei Geschenkideen

Lesespaß zu Weihnachten – Zwei Geschenkideen

Weihnachten steht vor der Tür. Auch wer diese Redewendung nicht mehr hören kann, kommt dennoch kaum darum herum, für Geschenke zu sorgen. Damit die Auswahl etwas leichter fällt, haben wir uns zwei aktuelle Bücher genau angeschaut, die sich als Weihnachtspräsent empfehlen.

Die Welt in Zahlen 2011

Das Wirtschaftsmagazin „brand eins“ stellt in seiner beliebten Rubrik Statistiken zu allen möglichen Themengebieten zusammen. Im September erschien nun zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit statista.com ein Sammelband unter dem Titel "Die Welt in Zahlen 2011". Bereits im Vorjahr gefiel uns die Ausgabe, weshalb wir uns erneut das Buch schnappten, um es eingehend zu studieren.

Am Prinzip hat sich nichts geändert, wieder findet man eine Unmenge an Zahlen, die kurz über die verschiedensten Themengebiete informieren. Von Dienstleistungen über Ausbildung und Beruf bis hin zum immer wieder interessanten Aspekt von Liebe & Freundschaft findet der Leser übersichtlich aufbereitete Statistiken. Der Verlag präsentiert die Zahlen unkommentiert, aber Überschriften wie „steigend“ bzw. „Am Sinken“ geben Hilfe bei der Interpretation. Lediglich ein Index zum Wiederauffinden von Zahlen wäre hilfreich gewesen.

Harte Fakten und Kuriositäten in der Mittagspause

Das Buch eignet sich auf Grund seines Inhalts nicht für einen gemütlichen Leseabend am heimischen Kamin. Dafür ist es auch nicht gedacht. Stattdessen findet man wissenswerte Fakten und lustige Kuriositäten während der Bahnfahrt oder der Mittagspause. So erfährt der Leser, das China mit einer Währungsreserve von geschätzten 2,45 Billionen US-Dollar die Liste mit Abstand anführt, während Deutschland „nur“ auf knapp 200 Milliarden kommt. Ein anderes Finanzthema ist die italienische Bank Credem, die seit 1953 Parmesan als Sicherheit für Kredite akzeptiert und eine gut gekühlte Lagerhalle für 440.000 Käselaibe bereit hält. Das Buch hat ein bisschen ´was von "NEON Unnützes Wissen".

In "Die Welt in Zahlen 2011" werden auch gut gemeinte Beteuerungen entlarvt. So geben über 12 Prozent der Deutschen an, sich für Kunst und Kultur zu interessieren, aber nur 3 Prozent besuchen auch tatsächlich Museen bzw. Kunstausstellungen. Dennoch verzeichnen die Autoren mindestens eine positive Entwicklung im kulturellen Bereich. Der Absatz von Klingeltönen verringerte sich in Deutschland von 13,2 Millionen Stück in 2006 auf 4,7 Millionen Stück in 2009. Ein Ende ist also (hoffentlich) in Sicht.

brandeins Wissen – Die Welt in Zahlen 2011, 22 Euro

Das Bürobuch

"Das Bürobuch" von Timo Lokoschat nähert sich dem teilweise drögen Büroalltag von der witzigen Seite. Der Autor hat amüsante Verhaltensweisen zusammengetragen, die die Arbeit im Büro auflockern dürften. Das Buch gliedert sich dabei in die verschiedenen Räume bei der Arbeit. Lokoschat behandelt zum Beispiel den Parkplatz, die Kantine oder den Flur, auf dem sich die Kollegen tagtäglich begegnen. Zusätzlich vergibt der Autor in den vier Kategorien Mut, Action, Spaß und Grips aufsteigend ein bis drei Punkte, die den jeweiligen Faktor der „Mutprobe“ angeben. Einige der Mutproben sind zwar arg albern und manche sollten aus Gründen der Jobsicherheit lieber nicht umgesetzt werden, aber für den einen oder anderen Lacher eignet sich das Buch auf jeden Fall.

Lustige wie auch gefährliche Mutproben erwarten den Leser.

Bereits in der U-Bahn-Fahrt zur Arbeit geht es los. Einen Mitreisenden von hinten antippen und „Tick, du bist.“ sagen, ist eine der einfachsten Übungen. Schwieriger und vermutlich gefährlicher ist da schon die Mutprobe, einen Kollegen mit der linken Hand (Linkshänder nehmen die rechte) zu zeichnen und ihm das Kunstwerk mit den Worten „Das bist du.“ zu überreichen. Kritisch kann es spätestens dann werden, wenn man die Auszeichnungen und Zertifikate des Vorgesetzten mit dem Satz „Schon erstaunlich, was heutzutage mit Photoshop alles möglich ist.“ kommentiert. Auch Gruppenarbeit ist möglich. Dazu dient das sogenannte Bullshit-Bingo. Hierbei tragen die Spieler 20 typische Phrasen in ein Raster ein, die bei einem Meeting vermutlich fallen werden. Wer zuerst eine Reihe voll hat, steht auf und ruft „Bullshit“ in den Raum. Gefährlich, ja, aber amüsant und durchaus der Sache dienlich. Denn beim nächsten Meeting werden die Phrasen definitiv nicht mehr durch den Raum schwirren.
Wer mehr Wege aus dem Büroalltag erfahren will, dem ist Das Bürobuch wärmstens zu empfehlen.

Timo Lokoschat – Das Bürobuch, 9,90 Euro

Viel Spaß beim Verschenken und der Lektüre wünscht das Team der Jobbörse ABSOLVENTA.

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