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Was ist was?

Berufseinstieg: Direkteinstieg vs. Trainee vs. Assistenzposition

Berufseinstieg: Direkteinstieg vs. Trainee vs. Assistenzposition

Für Absolventen stellt sich nach dem Hochschulabschluss die Frage, wie sie ihren Start in das das Berufsleben meistern. Eben noch durch Eltern, Bafög oder Stipendium unterstützt, stehen Absolventen meist von einem Tag auf den anderen vor der Herausforderung den Berufseinstieg zu schaffen und ihren Lebensunterhalt selbst vollständig zu bestreiten. Je nach Einstiegsposition im Unternehmen variieren Gehalt, Verantwortung und Freiheit im Job. Die gängigsten Formen des Berufseinstiegs sind dabei der Direkteinstieg, ein Trainee Programm oder eine Assistenz-Position.

Direkteinstieg – Training On The Job

Raus aus der Uni und rein in die berufliche Praxis. Der Direkteinstieg ist die verbreitetste Form des Berufseinstiegs. Bei einem Direkteinstieg bekommen Absolventen oft einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Sie steigen unmittelbar in das Tagesgeschäft eines Unternehmens ein und übernehmen bei einem vergleichsweise hohen Einstiegsgehalt von Beginn an Verantwortung. Direkteinsteiger werden häufig ins kalte Wasser geworfen, denn die Orientierungs- und Einarbeitungsphase ist oft nur kurz.

Bei einem Direkteinstieg legt sich der Absolvent in der Regel auf eine berufliche Zielrichtung fest und lernt im Prinzip zunächst nur seine eigene Abteilung kennen. Zudem finden nur wenige fachliche und persönliche Weiterbildungsmaßnahmen statt.

Trainee – Training Off The Job

Ein Trainee Programm dauert zwischen sechs und 24 Monaten, in denen die Trainees behutsam auf ihre spätere Arbeit in verantwortungsvoller Position als Fach- oder Führungskraft vorbereitet werden. Zu Beginn sind die Leistungsanforderungen nicht sehr hoch, und auch größere Verantwortung übernehmen die Trainees erst nach Ablauf des Trainee Programmes. Dementsprechend ist das Trainee-Gehalt im Schnitt etwas geringer, als das von Direkteinsteigern.

Trainees erhalten zunächst keine fachspezifische Ausbildung für einen bestimmten Bereich des Unternehmens, sondern durchlaufen stattdessen mehrere Unternehmensbereiche und lernen diese aus der Nähe kennen. So bekommen Trainees einen Gesamtüberblick über das Unternehmen, umfassende Einblicke in die Unternehmensstrukturen und lernen abteilungsübergreifend zu denken und zu handeln. Um dieses zu vertiefen, finden regelmäßige Netzwerkveranstaltungen statt, in denen die Trainees Kontakte zu Führungskräften und Mitarbeitern aus sämtlichen Unternehmensbereichen knüpfen. Erst nach Ablauf des Trainee Programmes arbeiten sie in einer festen Abteilung, die während des Trainee Programmes festgelegt wird.

Ein weiteres Merkmal für Trainee Programme sind vielfältige persönliche und fachliche Weiterbildungsmaßen (Soft Skills, EDV-Kenntnisse, Sprachen), die integraler Bestandteil der Ausbildung sind. Zudem bekommen Trainees einen Mentor – oft eine erfahrene Fach- oder Führungskraft – zur Seite gestellt. Aufgrund der hohen Ausbildungskosten haben die Unternehmen ein starkes Interesse daran, ihre Trainees im Anschluss an das Trainee Programm zu übernehmen.

Assistenz-Position für den Karrierestart

Assistenzpositionen sind in der Regel Jobs als Assistent der Geschäftsführung oder als Assistent eines Vorstandes. Wie bei Direkteinsteigern gibt es keine lange Einarbeitungszeit. Assistenten sitzen oft in den Vorzimmern der Vorstände und Geschäftsführer und arbeiten ihnen zu. In der Position lassen sich wertvolle Kontakte knüpfen. Durch ihre Nähe zur Unternehmensleitung sind Assistenten nah an den Schaltstellen eines Unternehmens und erhalten frühzeitig (interne) Kenntnisse über das Unternehmen mitsamt seiner Entscheidungsmechanismen und Entscheidungsgründe.

Im Idealfall unterstützt ein Assistent seinen Chef und liefert ihm Ideen und Anregungen. Es gibt aber auch Assistenten, die für ihren Chef nur eine bessere Bürokraft sind. Assistenten sollten sich deswegen vor der Vertragsunterschrift sehr gut über die genauen Arbeitsinhalte und Aufgaben informieren und diese vertraglich festhalten.

Assistenz-Positionen sind typisch für Absolventen. Young Professionals mit ein paar Jahren Berufserfahrung bekleiden solche Stelle nur selten. Nach zwei bis drei Jahren sollten Assistenten ihre Stelle wechseln. Oft heuern sie dann in einer Fachabteilung des Unternehmens an, in der sie erworbenes (Fach-)Wissen anwenden. Ähnlich wie bei Trainee Programmen steht die spätere Abteilung noch nicht fest, sondern kristallisiert sich erst im Laufe der Assistenzzeit heraus.

Wahl des Berufseinstieges nicht entscheident für die weiteren Karriereaussichten

Man kann nicht sagen, dass die eine oder andere Form des Berufseinstieges besser ist als diese oder jene. Für den weiteren Verlauf Deiner Karriere ist es vielmehr entscheidend, was für ein Engagement und was für eine Leistung Du in Deinem Job an den Tag legst.

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