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Berufseinstieg als Ingenieur – Einstiegsgehalt, Jobs Karriere

Berufseinstieg als Ingenieur – Einstiegsgehalt, Jobs Karriere

Ingenieure gehören zu den Gewinnern des Arbeitsmarktes. Denn wie die wirtschaftliche Situation auch ist, Ingenieure werden immer benötigt. Ohne technische Entwicklungen können die meisten Branchen nicht leben. Wir hatten hier bei der Jobbörse ABSOLVENTA kürzlich die Karriereaussichten für Ingenieure in der Finanzkrise beleuchtet. Heute wenden wir uns den konkreten Bedingungen zu, die Dich als Ingenieur beim Berufseinstieg erwarten.


Ideale Studienbedingungen und wichtige praktische Erfahrungen

Eine Studie des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) zeigt, dass mehr als die Hälfte aller Unternehmen weniger als zehn Bewerbungen für eine zu besetzende Ingenieursstelle bekommen. Auf der anderen Seite haben 81 Prozent der Young Professionals in der Ingenieursbranche bis zu ihrem Berufsstart unter zehn Bewerbungen verschickt. Mit anderen Worten: Es gibt wenig Konkurrenz um die Stellen und die meisten Ingenieure finden schnell ihren Einstieg ins Berufsleben. Außerdem zeigt die Studie: Deutschland hat aus Sicht von 70 Prozent der Absolventen und Unternehmensvertreter die weltweit beste Ausbildung für Ingenieure. Und immer mehr Personaler sind auch mit der Vermittlung von Softskills während des Studiums zufrieden.

Neben einem Hochschulabschluss ist und bleibt ein Praktikum wichtigste Voraussetzung für den Berufseinstieg. Vier von fünf Studenten der Ingenieurswissenschaften haben eines oder zwei davon absolviert. Dabei ist es laut VDE allerdings nicht sehr relevant, ob das Praktikum in einem großen oder mittelständischen Unternehmen, ob in Deutschland oder als Auslandspraktikum stattfand. Das Praktikum oder die in einem Unternehmen geschriebene Abschlussarbeit ist auch die beste Möglichkeit für den ersten Kontakt zum späteren Arbeitgeber bzw. den Berufseinstieg.

Zu wenige Absolventen führen zum Fachkräftemangel

Ein weiterer Vorteil für Dich und Nachteil für die Branche: Es schließen viel zu wenige Ingenieure ein Hochschulstudium ab, wie der auf Ingenieure spezialisierte Personalberater Thorsten zur Jacobsmühlen im ABSOLVENTA Interview bestätigt. So erklärt sich auch das nebenstehende Diagramm des Verbands Deutscher Ingenieure (VDI): Die Gruppe der unter 35-jährigen Ingenieure nahm lange ab, während die der über 50-jährigen ständig zunimmt. Das heißt, dass in den nächsten Jahren zahlreiche Ingenieure in den Ruhestand gehen werden. Bedingt durch den demografischen Wandel entsteht in der Folge ein großes Minus an Fachkräften. Ganz zu schweigen von dem Mehr an Ingenieuren, die für einen wirtschaftlichen Aufschwung nötig wären.

Für Dich persönlich bedeutet das vor allem weniger Konkurrenz und mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auswirken kann sich dies neben einer freieren Arbeitgeberwahl auch auf die konkreten Arbeitsbedingungen, die Du durch Deine sichere Position stärker mitbestimmen kannst.

Beliebte Arbeitgeber und Karriereziele

Die „Universum Professional Survey 2009" Studie zeigt nicht nur, dass auch bei jungen Ingenieuren Herausforderungen und kreative Freiheit im Job wichtig sind, sondern auch, dass sie erwarten, dies am ehesten bei den großen Autobauern umsetzen zu können. Die beliebtesten Arbeitgeber sind in der Folge Porsche, BMW und Audi, gefolgt von Robert Bosch und Daimler. Übrigens unterscheiden sich Berufseinsteiger und Young Professionals dabei nicht von ihren erfahreneren Kollegen. Lediglich auf Platz 4 bevorzugen die Senior Professionals Lufthansa.

Die Studie zeigt auch, dass die Work-Life-Balance zwar für viele Berufseinsteiger ein wichtiges Thema ist, dennoch arbeitet rund die Hälfte von ihnen 50 Stunden in der Woche, ein Drittel sogar 60 oder mehr. Ein sicherer Job spielt erstaunlicher Weise eine verhältnismäßig geringe Rolle. Jeder dritte Berufsanfänger will sogar innerhalb eines halben Jahres den Job wechseln.

Einstiegsgehalt für Ingenieure

Wie bereits erwähnt, werden Ingenieure aufgrund des Fachkräftemangels händeringend gesucht. Eine Tendenz, die sich in den nächsten Jahren eher noch steigern wird. Aufgrund dessen kommen jedoch immer mehr Ingenieursabsolventen mit einer völlig überzogenen Gehaltsvorstellung in die Unternehmen, weil sie eben wissen, dass sie benötigt werden.

Ein überzogen formuliertes Einstiegsgehalt kann allerdings das Aus im Bewerbungsprozess bedeuten. Auch wer sich vorher im Internet informieren will, hat es nicht leicht, da viele sogenannte Gehaltsrechner oder Gehaltschecks viel zu wenige Parameter beachten. Einzuschließen wären z.B. Studienort, genau Fachrichtung, die Branche, Auslandserfahrungen und Praktika, Größe der zukünftigen Firma, Prämienvergütung und erfolgsbasierte Löhne. Zudem ist die erfasste Stichprobe oft sehr klein und meistens durch Angaben der Webseitennutzer generiert. Dadurch fehlt den Vergleichen oft die Aussagekraft.

Außerdem sollte genau auf die Aufschlüsselung achten. Werden Mittelwert (also der Durchschnitt) oder Median (Grenze, über und unter der jeweils die Hälfte aller erfassten Fälle liegt) angegeben? Werden zusätzlich das obere und untere Perzentil beziffert, also die Grenze, unter bzw. über der die 25 Prozent am schlechtesten Verdienenden bzw. Bestverdiener liegen? Und was saget Dir der Durchschnitt, wenn Du nicht weißt, wie stark die Abweichungen sind?

das klingt alles zu kompliziert? Ist es auch. An den folgenden Zahlen des VDI lässt sich einiges verdeutlichen und ein erster Überblick gewinnen, auch wenn die Werte, aufgrund einer geringen Stichprobe, mit Vorsicht zu genießen sind:

                             Einstiegsgehalt in Euro
Absolventen von: BA FH Uni Promotion
25 % verdienen mehr als 43.281 42.730 44.700 56.496
50 % verdienen mehr,
50 % verdienen weniger als
38.464 38.902 40.899 52.800
25 % verdienen weniger als 33.157 34.800 36.574 44.900

(Quelle: VDI)


Fazit

Deine Chancen für den Berufseinstieg als Ingenieur sind optimal, wenn Du über einen Hochschulabschluss und praktische Erfahrungen verfügst. Aufgrund des Fachkräftemangels ist zu erwarten, dass in den nächsten Jahren immer mehr Stellen für Ingenieure nicht besetzt werden können. Wer sein Einstiegsgehalt realistisch formuliert, kann demzufolge in sehr vielen Wirtschaftszweigen Karriere machen.


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