Beeinflussen Vornamen die Karriere-Chancen?

Beeinflussen Vornamen die Karriere-Chancen?
Qualifikationen und ansprechende Bewerbungsunterlagen sind unter Umständen wertlos, wenn der Vorname nicht passt. Viele Menschen hegen Vorurteile – Personaler nicht ausgenommen. 
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  1. Bewerberdiskriminierung nach Vornamen.

    Der Klang eines Namens kann zur Bewerberdiskriminierung führen, denn Menschen schließen anhand des Namens auf den Charakter und die Persönlichkeit eines Bewerbers. Eine Studie der Universität Oldenburg hat gezeigt, dass bestimmte Namen Vorurteile auslösen können. Assoziationen, die durch Vornamen unweigerlich entstehen und auf dem Schulhof zu Hänseleien führten, entwickeln sich schnell auch auf dem Arbeitsmarkt zu einem hinderlichen Stigma.

  2. Die Schule macht’s vor.

    Namen wie Peggy, Maurice, Justin oder Kevin stehen für bildungsferne Schichten und führen schon in der Schule zu

    Diskriminierung seitens der Lehrer. Andererseits stehen Namen wie Jakob, Simon, Lukas oder Marie für leistungsstarke Schüler, die eine bessere Förderung erhalten und tendenziell in der Notenvergabe Vorteile erhalten. Vorurteile von Lehrern über die Fähigkeiten eines Kindes mit diesen assoziierten Charaktereigenschaften ersticken nachweislich die Bildungschancen im Keim und können sich später auch bei Personalern wiederfinden. Manchmal ist auch gar nicht der unglücklich gewählte Vorname entscheidend, sondern Assoziationen und Erfahrungen, die der Lehrer (oder ein Personaler) mit einem bestimmten „Alexander“ gemacht hat.

  3. Der Klang ist (mit-) entscheidend.

    Auch der Klang eines Vornamens veranlasst Menschen dazu, Rückschlüsse auf den jeweiligen Bewerber zu ziehen. Dazu gehört aber nicht nur der Vorname, sondern auch die Verbindung mit dem Nachnamen. Doppelnamen im Vor- und Nachnamen werden von Personalern als besonders kritisch gesehen. Ein Bewerber mit einem einfachen Name hat schon deswegen bessere Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch geladen zu werden als ein Bewerber mit einem kompliziert klingenden Namen.

    Besonders Bewerber mit ausländischen Namen haben es im Bewerbungsprozess oftmals schwerer als ihre gleichgestellten und äquivalent qualifizierten Mitbewerber mit einem deutschen Namen, selbst wenn sie einen deutschen Pass besitzen. Dieses Phänomen lässt sich besonders in kleineren Unternehmen beobachten. Ein Experiment der Konstanzer Arbeitsmarktforscher stellte genau diesen Zusammenhang fest.

  4. Argument für anonymisierte Bewerbungen.

    Die Ergebnisse der Studien sprechen für die Einführung von anonymisierten Bewerbungen. Ein Bewerbungsfoto lässt sich zwar noch professionell bearbeiten, eine Namensänderung gestaltet sich jedoch nahezu unmöglich. Übrigens sind die Studenten, Absolventen und Young Professionals im Bewerberpool unserer Jobbörse ABSOLVENTA vollkommen anonym. Die Unternehmen haben bei der Personalsuche keine Einsicht in die persönlichen Kontaktdaten der Kandidaten. Nur wenn ein Kandidat eine Jobanfrage bestätigt, bekommen die Personaler die Kontaktdaten übermittelt. Wie die Jobsuche und -vermittlung mit ABSOLVENTA funktioniert, erfährst du in unserer Tour.

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