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Arbeitsmarkt und Finanzkrise (6): Per Fernstudium als Absolvent die Karrierechancen verbessern

Arbeitsmarkt und Finanzkrise (6): Per Fernstudium als Absolvent die Karrierechancen verbessern

Die Finanzkrise zieht auch auf dem Arbeitsmarkt immer weitere Kreise. Der Konkurrenzdruck bei Job und Berufseinstieg wächst erheblich. Eine Möglichkeit, die eigene Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt zu steigern ist es, sich immer wieder fortzubilden, zum Beispiel mit einem Fernstudium. Viele Angestellte nutzen diese Chance bereits aktiver, das Fernlerninstitut ILS berichtet von 25 Prozent mehr Anmeldungen als im Vorjahr. Im ABSOLVENTA Karriere-Blog erklärt heute Markus Jung, Betreiber vom Portal Fernstudium-Infos.de, in einem Gastartikel die Vor- und Nachteile des Fernstudiums, was Chefs daran mögen und wie Du es finanzieren kannst.

 


Finanzkrise und Arbeitsmarkt


  1. Job-Aussichten für Akademiker

  2. Selbst aktiv werden, um die Job-Chancen zu erhöhen

  3. “In einer Rezession müssen Firmen innovativ bleiben und brauchen Akademiker”

  4. Job- und Karrierechancen für Ingenieure

  5. „Unternehmen und Bewerber reden aneinander vorbei“

  6. Per Fernstudium als Absolvent die Karrierechancen verbessern


Lebenslanges Lernen

Früher war es für den Rest des Lebens ausreichend, einmal ein Studium absolviert zu haben. Doch das ist leider lange her. Heute wird lebenslange Weiterbildung erwartet – auch von Akademikern. Allerdings ist es dafür kaum möglich, sich nochmal eine Auszeit vom Job zu nehmen, um die Schulbank zu drücken oder Hörsäle zu besuchen. Es muss schon berufsbegleitend sein.

Berufsbegleitende Weiterbildung aber muss so sein, wie auch die heutigen Jobs sind: flexibel! Abendschulen mit festen Terminen lassen sich dabei oft nur schwer in den Tagesablauf einplanen. Besser ist es, sich die Lernzeiten und Lernorte weitgehend selbst festlegen zu können. Hier kann ein Fernstudium die Lösung sein.

Vor- und Nachteile des Fernstudiums

Der Hauptvorteil des Fernstudiums liegt in der Tat darin, dass es extrem flexibel ist. Es kommt nicht nur mit wenigen Präsenzveranstaltungen aus, sondern das Lernen ist auch zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich. So lassen sich beispielsweise sonst „tote“ Zeiten wie zum Beispiel die Wegzeiten zur und von der Arbeitsstelle nutzen, um die Unterlagen zu lesen oder Audio-Inhalte zu hören.

Allerdings: Kein Vorteil ohne Nachteil. Die Methode „Fernunterricht“ stellt hohe Anforderungen an die Lernenden: Sie müssen sich immer wieder selbst motivieren und auch ihre Lerneinheiten organisieren – Druck von außen und feste Termine gibt es kaum.

Auch sind nicht alle Fächer gleich gut für ein Fernstudium geeignet. Optimal sind alle Bereiche, in denen vorwiegend Wissen vermittelt wird. Etwas schwieriger ist es, wenn große Versuchsanlagen und Labore benötigt werden. Doch auch dazu gibt es immer mehr Angebote. Die Praxis wird dann meist in kompakten Präsenzphasen in den Laboren von Kooperationshochschulen durchgeführt. Die Vor- und Nachbereitung erfolgt zu Hause, so dass die Zeit im Labor auch tatsächlich für die praktische Arbeit zur Verfügung steht.

Was bringt ein Fernstudium bei Bewerbung und Berufseinstieg?

Hat man sein Fernstudium dann aber erfolgreich absolviert, so wird dieses Engagement auch gewürdigt: Arbeitgeber bestätigen in den jährlich durch das Weiterbildungsinstitut ILS in Auftrag gegebenen forsa-Umfragen immer wieder, dass Bewerber mit einem abgeschlossenen Fernstudium sehr beliebt sind, eben weil diese außer dem fachlichen Inhalten auch schon Soft Skills wie Belastbarkeit und selbstständiges Arbeiten bewiesen haben.

Etwas schwieriger ist es da schon, sich während des Fernstudiums neu zu bewerben. Wie eine Umfrage bei Besuchern des Portals Fernstudium-Infos.de ergeben hat, haben viele Personaler hier die Sorge, dass die Arbeit durch die Doppelbelastung leidet. Hier ist Überzeugungsarbeit zu leisten um deutlich zu machen, wie man sein Leben, sein Studium und seinen Job organisiert, so dass kein Bereich zu kurz kommt.

Die Finanzierung

Spätestens wenn man den Job hat (oder während des Fernstudiums beim aktuellen Arbeitgeber bleibt), lohnt es sich einmal bei seinem Chef anzuklopfen und nach Unterstützung zu fragen. Diese kann monetär erfolgen, aber auch zum Beispiel durch Sonderurlaub oder flexible Arbeitszeiten während der Präsenzphasen. Hier gilt es, dem Arbeitgeber deutlich zu machen, dass dem Unternehmen das Studium zu Gute kommt: Welches Wissen und ggf. welche Fähigkeiten können für die tägliche Praxis bereits genutzt werden, welche zusätzlichen Aufgaben können übernommen werden.

Selbst wenn der Arbeitgeber keine Unterstützung bietet oder gar nichts von der Weiterbildung erfahren soll, haben Fernstudenten die Möglichkeit, sich einen Teil der oft erheblichen Kosten (ein Fernstudium bei einem privaten Anbieter kostet meist mehrere hundert Euro im Monat) über die Einkommensteuererklärung wieder zu holen. Hier lohnt es sich, einmalig in ein Beratungsgespräch bei einem Steuerberater zu investieren.

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