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Gute Chancen, aber kein Selbstläufer

Arbeitsmarkt für Ingenieure

Arbeitsmarkt für Ingenieure

Der Statistik nach zu urteilen, sollten Ingenieure hierzulande keine Probleme bei der Jobsuche haben. Die Arbeitslosenquote von Ingenieuren liegt bei ca. 2,5 Prozent. Volkswirte sprechen bei einem so geringen Wert von Vollbeschäftigung. Nicht nur den meisten Absolventen fällt der Berufseinstieg leicht, auch die Zahl der arbeitslosen Ingenieure im Alter von über 50 Jahren ist in den letzten zehn Jahren von ca. 30.000 auf 10.000 gesunken.    

Sichere Karriere? Der Arbeitsmarkt für IngenieureQuasi-Vollbeschäftigung  am Arbeitsmarkt der Ingenieure

Ein Grund für die geringe Arbeitslosenquote von Ingenieuren ist, dass sie in der Regel sehr gut ausgebildet sind und mit ihren analytischen Fähigkeiten auch in anderen Tätigkeiten bestehen können, z.B. als Manager, Unternehmensberater oder auch in sozial- und geisteswissenschaftlichen Tätigkeiten.

Doch die Wahrheit ist auch: Selbst Ingenieure sind nicht vor Arbeitslosigkeit gefeit. Natürlich gibt es wie in jedem Berufsstand Arbeitslose. Das Problem: Der Strukturwandel in der Ingenieur-Branche geht rasch von statten. Durch den technischen Fortschritt fallen ständig ältere Bereiche weg und neue kommen hinzu. Beispielsweise werden keine Videorekorder mehr produziert, aber auf dem Energiesektor gibt es ständig neue Entwicklungen und Innovationen. Hier ist die Bereitschaft zur Weiterbildung gefordert, um nicht auf der Strecke zu bleiben und auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure vom Mismatch betroffen zu sein. Es wäre fahrlässig zu glauben, als Ingenieur automatisch immer und überall eine Anstellung zu finden und dort auch noch mehr zu verdienen als im vorherigen Job.

Weiteren Statistiken vom Ingenieur-Arbeitsmarkt

Die Fluktuation von Arbeitnehmern in Ingenieurberufen ist relativ klein. Nur 4,3 Prozent der Ingenieure haben in den letzten zwölf Monaten den Job gewechselt. Zum Vergleich: der Durchschnitt über alle Arbeitsnehmer hinweg liegt bei 6 Prozent.

Dass die Ingenieurswissenschaften trotz steigender weiblicher Absolventenzahlen eine Männerdomäne sind, zeigt sich an der Frauenquote in den Führungspositionen: Sie liegt bei nur etwa 10 Prozent. 

Ingenieure zähen zu den am besten bezahlten Berufsgruppen. Das durchschnittliche Gehalt von Ingenieuren liegt bei ca. 4.400 Euro pro Monat und ist damit fast doppelt so hoch wie das durchschnittliche Einkommen in Deutschland.

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Personaler und Headhunter auf der Jagd nach Ingeniueren

Eine Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent und die geringe Fluktuation stellen Unternehmen mit Personalbedarf vor große Herausforderungen. Um Ingenieure für ihr Unternehmen zu gewinnen, schalten Personaler nicht mehr einfach nur Stellenanzeigen und hoffen dann, dass sich die Kandidaten schon darauf bewerben werden. Häufig engagieren Arbeitgeber zusätzlich Headhunter oder Personalagenturen, um Fachkräfte direkt von der Hochschule oder von anderen Unternehmen abzuwerben.  

In Zeiten des Fachkräftemangels greifen immer mehr Arbeitgeber bei der Personalsuche auch auf die Möglichkeit des Direktsuche zurück. Das bedeutet, dass Firmen nicht nur Stellenangebote für Ingenieure schalten, sondern auch aktiv in Business-Netzwerken und Lebenslaufdatenbanken nach passenden Kandidaten suchen und diese kontaktieren.

Firmen erreichen so auch Bewerber, die sich sonst nicht bei Ihnen beworben hätten. Auf der anderen Seite können Arbeitnehmer so latent und quasi nebenbei nach neuen Jobs suchen. Der Vorteil: Es gibt nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen! Man braucht nur zu reagieren, wenn es sich um attraktive Angebote handelt. Und dank der „Blacklist“ lässt sich verhindern, dass der aktuelle Arbeitgeber auf das eigene Profil stößt.

Auch die Jobbörse ABSOLVENTA bietet die Möglichkeit der sogenannten „passiven Jobsuche“. Das Motto lautet hierbei: „Gefunden werden statt bewerben“. Über 4.000 Unternehmen aus ganz Deutschland nutzen die Möglichkeit, in der CV-Datenbank von ABSOLVENTA nach Akademikern und Fachkräften suchen. Jeden Monat nehmen die Arbeitgeber hier etwa 20.000 Profilaufrufe vor und stellen 5.000 Kontaktanfragen. Keine Überraschung: Ingenieure erhalten überdurchschnittlich viele Anfragen.

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