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Jubiläum: Fünf Jahre ABSOLVENTA

Jubiläum: Fünf Jahre ABSOLVENTA

Fünf Jahre ABSOLVENTASeit fünf Jahren bringt ABSOLVENTA junge Akademiker und personalsuchende Unternehmen zusammen. Ein Schulterblick auf die wichtigsten Meilensteine.

 

Von Absolventen für Absolventen – was als reiner Werbeslogan verstanden werden könnte, trifft auf die Gründungsphase von ABSOLVENTA tatsächlich zu. Die drei Gründer Christoph Jost, Henning Peters und Pascal Tilgner schrieben teilweise noch an ihren Diplomarbeiten, als sie die Idee einer neuartigen Jobbörse in die Tat umsetzten und ABSOLVENTA Ende 2007 ins Leben riefen.

Inspiriert wurden sie dabei von den sogenannten Absolventen-Büchern. Dort sammeln Universitäten die Absolventen eines Jahrgangs und verkaufen die Bücher anschließend an Firmen, die aus dem Fundus passende Job-Kandidaten fischen können. Eine Idee, die bereits 2007 sehr altbacken anmutete. Warum also nicht diesen Vorgang online abwickeln? Und den in klassischer Form hierarchisch anmutenden Bewerbungsprozess zugunsten der Studierenden umkehren?


Start-Up-Spirit auf wenigen Quadratmetern

Gesagt, getan. Die ersten Gespräche mit potentiellen Mitarbeitern finden noch in einer Starbucks-Filiale statt, ohne dass die Kandidaten vorher überhaupt davon wussten. Bekannte hatten sie den ABSOLVENTA-Gründern empfohlen und dann auf einen harmlosen Kaffee eingeladen. Dank der Unterstützung des Unternehmers Jan Beckers bekommt die junge Firma schnell genügend Venture Capital, um ein kleines Büro in der Oranienburger Straße zu beziehen. Zwischen Bierkästen bauen die ABSOLVENTA-Pioniere dort die Ikea-Tische selbst auf.

Nachdem ein geschlossener Betatest der Technik erfolgreich verläuft, geht die Website im Juni 2008 online. 19 Wochen nach dem Launch verzeichnet die Lebenslaufdatenbank über 50.000 Einträge junger Akademiker – eine Werbekooperation mit dem damals noch sehr erfolgreichen StudiVZ erweist sich als Registrierungsboost. Auf der anderen Seite der Datenbank sitzen zu diesem Zeitpunkt 300 Unternehmen als Kunden. 

Auch der Rest des Jahres läuft erfolgreich. Erste Umsatzrekorde werden aufgestellt und auf der „Zukunft Personal“ neue Kunden begeistert. Bei mehreren Unternehmenswettbewerben schafft es ABSOLVENTA in die Finalrunde, deutsche-startups.de zeichnet es Ende 2008 als „Start-Up des Jahres“ aus. Nachdem das erste Büro zu klein geworden war, zieht die junge Firma im Dezember 2008 in die Greifswalder Straße um.


Ein schwieriges Jahr

Doch 2009 wird die Finanzkrise zur Wirtschaftskrise und schlägt auf den Jobmarkt durch. Das bekommt auch ABSOLVENTA zu spüren. Zudem erweist sich das Produkt- und Erlösmodell als verbesserungswürdig. Um die schwere Zeit zu überleben, muss die Firma erstmals Mitarbeiter entlassen und gesundschrumpfen. Die verbliebenen Mitarbeiter verzichten auf Gehalt und reißen Überstunde um Überstunde ab, um die nötigen Umsätze zu erzielen. Ein Opfer, das sich lohnt. ABSOLVENTA übersteht die Krise als Firma. „2009 war sicher kein Zuckerschlecken, aber für uns das lehrreichste Jahr überhaupt“, resümiert Gründer Jost.

In diese Zeit fällt die Gründung der Website trainee-geflüster.de. Damals als reiner Blog gestartet, um Traffic für das ABSOLVENTA-Netzwerk zu generieren, wollen Unternehmen ob seiner Bekanntheit alsbald im Trainee-Geflüster präsent sein. Kurzerhand wird die Satelliten-Seite in das Erlösmodell integriert.


Die Karten werden neu gemischt

2010 steht für ABSOLVENTA im Zeichen des Umbruchs. Zwei der Gründer, Henning Peters und Pascal Tilgner, verlassen das Unternehmen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Als Mitglieder des Beirats stehen Sie ABSOLVENTA aber weiter beratend zur Seite. Christoph Jost bleibt als letzter Gründer im Haus und wird alleiniger Geschäftsführer. Um das Management breiter aufzustellen, werden bisherige Abteilungsleiter zu Prokuristen. Somit wird das unternehmerische Schicksal mit zwei Angestellten der ersten Stunde, namentlich Ann-Carolin Helmreich und Sascha Kubak, geteilt. Überhaupt zeigt ABSOLVENTA hinsichtlich seiner Mitarbeiter eine hohe Konstanz. Auch abseits der Managementebene sind einige Angestellte seit der Gründung an Bord oder kurz darauf hinzugestoßen. Der ein oder andere hat trotz der jungen Firma eine beachtliche Karriere bei ABSOLVENTA hinter sich – beispielsweise Holger Wehring, der vom Werkstudenten über die Jahre zum Key Account Manager avancierte.

Gute Nachrichten gibt es aus der Marketing-Abteilung: Mitte 2010 knackt man beim Keyword „Jobbörse“ erstmals die Top 3 des Google-Rankings. Der Startschuss für eine bis heute andauernde Erfolgsgeschichte hinsichtlich des organischen Traffics über Suchmaschinen. 2010 schafft ABSOLVENTA zudem die ersten positiven monatlichen Cashflows und wächst in einem gesunden Maß.


Ausdehnung der Zielgruppe

Ein großer Meilenstein 2011 ist der Kauf der Praktikumsbörse praktikum.info. Bis man die Studierenden auch eine Stufe unterhalb des Absolventen-Niveaus ins ABSOLVENTA-Netzwerk locken kann, vergeht allerdings über ein Jahr, in der das Portal von Grund auf neu gebaut und ausgerichtet wird.

Da ABSOLVENTA 2011 langsam aus den Start-Up-Schuhen wächst, liegt eine große Herausforderung darin, den Spirit der Firma gleichsam zu wahren und auf eine professionellere Ebene mitzunehmen. Um dies zu garantieren, fährt die komplette Belegschaft auf Kosten des Unternehmens nach Mallorca. Ein Ergebnis des Trips sind die 10 Goldenen Regeln, die das Zusammenleben in der Firma harmonisch gestalten und den weiteren unternehmerischen Erfolg sicherstellen sollen. Auch im Verlauf des Jahres 2011 wächst das Unternehmen stetig und stellt Mitte 2012 schließlich den 50. Mitarbeiter ein. Ebenfalls zur Jahreshälfte geht das grundsanierte praktikum.info online.


Der zweite Umbruch

Zum Jahreswechsel 2011/2012 verlässt mit Christoph Jost der letzte Gründer das ABSOLVENTA-Schiff. Am Ruder übernimmt für ihn Matthias Ernst, der zuvor sechs Jahre als Berater für McKinsey tätig gewesen war. Er war über Bekannte auf die Vakanz aufmerksam geworden und hatte die ABSOLVENTA-Geschichte schon seit der Gründung verfolgt. Ausschlaggebend für seinen Stellenwechsel war – neben den Unannehmlichkeiten eines Berater-Lebens – die interessante Zielgruppe der Studierenden. Zudem sei es motivierender, jungen Leuten beim Berufseinstieg zu helfen, als irgendwelche Konsumprodukte zu verkaufen.

Ernst möchte mit ABSOLVENTA eine Marktführerrolle in der Nische der Studierenden und Absolventen einnehmen sowie die Produkte weiterhin an deren Bedürfnisse anpassen.  Und den Unternehmenskunden verspricht er: „Wir wollen da sein wenn’s brennt und halten, was wir versprechen. So wie man das von einem soliden, mittelständischen Unternehmen erwartet.“ Denn im Kreis der mittelständischen Unternehmen ist ABSOLVENTA mit seinen über 70 Mitarbeitern mittlerweile angekommen.
 

Dieser Artikel ist auch in den ABSOLVENTA HR-News erschienen, unserem regelmäßigen Newsletter für Personaler. Hier können Sie sich anmelden.

Über den Autor

Daniel Furth
Daniel Furth

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