Bemerkenswerte Rede von Steve Jobs vor Stanford-Absolventen

Bemerkenswerte Rede von Steve Jobs vor Stanford-Absolventen

Steve Jobs Rede an die Absolventen der Stanford Universität liegt schon einige Jahre zurück, hat aber nichts an Bedeutung verloren. Der Apple-Gründer erzählt von drei ganz persönlichen Geschichten, die er als Lektionen für das Leben an die jungen Akademiker weitergibt.

Das Video von Steve Jobs Stanford-Rede

„Connecting the dots“ – Der Nutzen von unnützen Entscheidungen

In seiner Stanford-Rede begründet Steve Jobs die Erfolgsstory von Apple mit einem Studienabbruch. Jetzt bitte nicht alle das Studium hinschmeißen, denn das wollte Jobs ganz bestimmt nicht sagen. Ihm lag vielmehr daran, Mut zu Entscheidungen zu haben, die auf den ersten Blick keinen großen praktischen Nutzen haben und vom klassischen Weg abweichen. Auf Grund der hohen finanziellen Anforderungen des Studiums musste Jobs das Studentenleben aufgeben. Zumindest offiziell. Nachdem er keine Kurse mehr belegen musste, die er unbedingt für den Abschluss brauchte, begann er die Kurse zu besuchen, die ihn wirklich interessierten: Unter Anderem einen Kurs in Kalligrafie, der Kunst des Schönschreibens. Und genau jener Kurs verhalf dem Mac, Apples Personal Computer, zu seinem Erfolg. Er war der erste PC mit augenfreundlichen Schriftarten und erleichterte das Arbeiten am Bildschirm. Die Produkt- Ästhetik ist noch heute Apples größter Wettbewerbsvorteil. Im Nachhinein lässt sich also mit Recht sagen: Da Jobs sich für den „unnützen“ Kurs der Kalligrafie entschied, konnte er später den größten Nutzen herausholen. Dies wusste er freilich damals noch nicht, aber er tat das, was er unbedingt machen wollte. Kosten-Nutzen-Rechnungen oder unmittelbarer praktischer Sinn sind dabei zweitrangig, weshalb nicht alle Entscheidungen unter den ökonomischen Aspekt gestellt werden sollten. Manchmal ist es besser, auf sein Bauchgefühl zu hören. Jobs sagte dazu: „Dropping out to dropping in.“

„Love & Loss“ – Wie Verlust den Weg zu den Sachen frei räumt, die man gerne macht 

Steve Jobs lebt Apple. Er hat die Firma gegründet und zu Erfolg und Ruhm geführt. Dennoch wurde er aus seiner eigenen Firma auf Grund unterschiedlicher Zielvorstellungen gefeuert. Dies war laut Jobs die bitterste Medizin, die er jemals schlucken musste. Obwohl das Ende bei Apple eine Niederlage bedeutete, war es zugleich Startschuss für einen neuen Anfang. Jobs gründete Pixar, eine der erfolgreichsten Animationsstudios für Trickfilme und NeXT, eine Computerfirma. Jahre später sollte Apple NeXT aufkaufen und so Jobs wieder zurück ins Unternehmen holen. Der Rest ist Wirtschaftsgeschichte – Das schwächelnde Unternehmen Apple knüpfte mit Jobs an vergangene Erfolge an und brachte innovative Produkte wie iPod, iPhone oder das iPad heraus. Die Niederlage machte den Weg frei, damit die Dinge in greifbare Nähe rücken, an denen man Spaß hat. Jobs formuliert das dramatischer: „Arbeit ist ein großes Teil deines Lebens, weshalb du besser lieben solltest, was du tust.“ Für Studenten bedeutet dies, ihre Studienwahl nicht ausschließlich auf spätere Job-Aussichten auszurichten und Absolventen sollten nicht unbedingt den erstbesten Job annehmen, sondern sich eher auf das konzentrieren, was ihnen eine Herzensangelegenheit ist.

Jeden Tag so gestalten, dass es sich lohnt aufzustehen

Der vermutlich schönste Ratschlag der Stanford-Rede ist vermutlich der, jeden Tag zu genießen. Nicht jeder Tag ist frei von unangenehmen Tätigkeiten, z. B. Semesterprüfung oder der Gang zum Amt. Das Credo ist jedoch, sich jeden Tag zu fragen, ob es sich lohnt, dafür das Bett zu verlassen. Beantwortet man diese Frage mehrere Tage hintereinander mit Nein, gilt es etwas zu verändern. Das Leben ist begrenzt,  weshalb es niemand verschwenden sollte.

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