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Mitarbeitermotivation - Leistungsbereitschaft steigern

Mitarbeitermotivation - Leistungsbereitschaft steigern

Motivation der MitarbeiterGute Arbeitsbedingungen helfen bei der Motivation der Mitarbeiter

Um die Motivation der Mitarbeiter zu steigern, entwickelten Unternehmen unterschiedlichste Maßnahmen in der Mitarbeiterführung. Ein wichtiger Aspekt ist der Führungsstil der Vorgsetzten. Doch wo lässt sich die Motivation unabhängig davon, wie sich der Chef verhält, am ehesten beeinflussen? Eine Antwort auf diese Frage kann nur gelingen, wenn die Interessen und Wünsche der Belegschaft bekannt sind. Ein Arbeiter interessiert sich i. d. R. primär für sein Gehalt, das hergestellte Produkt, sowie die Arbeitszeit. Beim Produkt lässt sich aus Arbeitersicht nicht viel ändern: Entweder eine Firma verkauft Strümpfe oder nicht. Die Produktion richtet sich nach den Bedürfnissen der Kunden und wenn der Kunde weiße Tennissocken haben möchte, mag dies für den Arbeiter ein stilistisches No-Go sein, die Wünsche auf dem Absatzmarkt muss ein Unternehmen dennoch respektieren. Anders sieht es bei den restlichen Aspekten aus. Hier hat ein Unternehmen großen Spielraum, um optimale Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeiter zu schaffen und so deren Motivation zu steigern.

Unternehmen bezahlt für das Produkt oder die Zeit

Gehalt ist ein externer Motivator. Das Unternehmen entschädigt die Angestellten für ihre Arbeit und vermittelt so seine Wertschätzung. Bei einem hohen Gehalt erachtet die Firma die Leistung essentiell für den Erfolg des Unternehmens und versucht die Person langfristig zu halten, da sie nur schwer zu ersetzen ist. Bei einem niedrigen Gehalt wird entweder die Arbeit als weniger wichtig angesehen, oder die Person ist leicht austauschbar. Der Lohn sagt nur wenig über die Mühe der Arbeit aus, denn ein Kellner oder eine Putzfrau sind am Ende des Tages genau so geschafft, wie ein Büroangestellter in einer Werbeagentur.

Die Entlohnung errechnet sich entweder aus einem zeitbezogenen oder einem ergebnisbezogenen Gehalt. Ergebnisbezogenes Gehalt findet man häufig bei der Akkordarbeit. Bestimmte Arbeitsnormen geben ein zu erreichendes Ziel vor, was der einzelne Arbeiter darüber hinaus leistet, belohnt das Unternehmen mit einer Prämie. Die Motivation ist klar: Je mehr ein Angestellter leistet, desto mehr bekommt er ausgezahlt. Allerdings sind Normniveaus oftmals schwer zu erreichen und der Akkordarbeiter bekommt nur unter enormen Anstrengungen mehr Lohn. Ergebnisbezogenes Gehalt ist auch ein reines Prämiensystem oder eine Gewinnbeteiligung am Unternehmen. Dazu zählen auch nicht-monetäre Anreize, z.B. bessere Parkmöglichkeiten, Reisen oder Privilegien am Arbeitsplatz.

Das zeitbezogene Gehalt hat sich vor allem in den Bereichen etabliert, in denen der Arbeitserfolg nicht direkt messbar ist. Insbesondere Büroangestellte und Beamte erhalten diese Form des Lohns. Ein Schelm, wer sich das Grinsen nicht verkneifen kann, denn auch Angestellte mit einem zeitbezogenen Gehalt müssen ihre Arbeit schnell und effizient erledigen. Allerding hat der Arbeiter mehr Sicherheit, denn er erhält immer den gleichen Lohn, auch wenn er eine schlechte Woche hatte. Grund dafür können private Angelegenheiten oder eine leichte Erkrankung sein.

Beide Systeme können miteinander kombiniert werden. So sind Lohnsysteme mit einem Grundgehalt verbunden mit einem attraktiven Prämiensystemen weit verbreitet, da sie die Vorteile des zeitbezogenen und des ergebnisbezogenen Gehaltes verbinden und zugleich deren Schwächen ausgleichen.

Arbeitszeit – flexible Arbeitszeit, Kernarbeitszeit und downshifting

Jeder Arbeitstag gliedert sich in drei Abschnitte. Die Arbeitszeit schlägt bei einem Job in Vollzeit mit rund zehn Stunden zu Buche, darin enthalten sind bereits die Pausen und der Weg zur Arbeit. Die Freie Zeit unterteilt sich in zwei Stunden Freie Zeit, in der Hygiene und alltägliche Aufgaben erledigt werden, und die eigentliche Freizeit, von der in der Regel vier Stunden vorhanden sind. Dazu verfügt der Durchschnittseuropäer über acht Stunden Schlafzeit. Die Arbeitszeit nimmt den größten Teil des Tages in Anspruch, weshalb sie wesentlichen Anteil daran hat, ob wir uns wohl fühlen oder nicht. Die Meinungen, wann die Arbeitszeit beginn, könnte kaum geteilter sein.

Wer kennt es nicht, man selbst könnte früh morgens Bäume ausreißen, aber die FreundIn liegt noch mit schweren Augen im Bett? Nun könnte man Frühsport treiben, den Hausputz erledigen und der bzw. dem Liebsten Frühstück mit frischen Brötchen zubereiten. Oder man geht zur Arbeit. Beides hat seine Vorteile und immer mehr Unternehmen haben flexible Arbeitszeiten. Es wäre auch ökonomisch fatal, Mitarbeiter nicht zur Arbeit kommen zu lassen, wenn sie am energiegeladensten sind. Während der Frühaufsteher um sechs Uhr am Arbeitsplatz ist, kommt der Morgenmuffel ein paar Stunden später. Wichtig ist, dass beide gleichermaßen ihre Leistung abrufen und ihre anfallenden Arbeiten erledigen. Leider können Firmen nicht immer flexible Arbeitszeiten anbieten. Insbesondere im Handel und Dienstleistungsgewerbe müssen die Angestellten feste Zeiten einhalten, da der Kunde feste Erwartungen hat.

Eine besondere Art der flexiblen Arbeitszeit ist das System der Kernarbeitszeit. Insbesondere in Bürojobs erfreut sich diese Form großer Beliebtheit. Ein Unternehmen gibt z.B. vor, dass alle Angestellte zwischen 10 und fünfzehn Uhr vor Ort sein müssen. In dieser Zeit können Meetings abgehalten und wichtige Fragen miteinander geklärt werden. Jeder Mitarbeiter kann dann frei entscheiden, ob er lieber morgens arbeitet, oder bis in die Abendstunden sein bestes für die Firma gibt.

Schichtsysteme sind in Produktionsanlagen weit verbreitet, da hier die Produktion kontinuierlich vorangetrieben werden soll. Aber auch die Gastronomie kennt die Früh- und Spätschicht. Der ständige Wechsel der Arbeitszeit wirkt sich jedoch negativ auf die Angestellten aus, da sich der biologische Rhythmus nur schwer anpassen kann. Daher müssen die Firmen genau planen, um die Effekte des Schichtsystems zu minimieren. Zwischen dem Wechsel von einer Spät- zu einer Frühschicht liegt deshalb meist ein freier Tag.

Ein besonderes Modell ist die reduzierte Arbeitszeit, auch als Downshifting bezeichnet. Vor allem ältere Menschen suchen einen gleitenden Übergang in den Ruhestand und verringern ihre Arbeitszeit bei gleichzeitig reduziertem Gehalt. Da sich die Werte zusehends wandeln und nicht mehr Reichtum an oberster Stelle steht, sondern Selbstentfaltung, könnte die reduzierte Arbeitszeit weiter an Einfluss gewinnen.

Eine Arbeitszeit jenseit der berühmten nine-to-five Einteilung führt zu größerer Zufriedenheit in der Belegschaft. Diese geht motivierter an die Arbeit und kann ihre persönliche Leistungsfähigkeit optimal in das Unternehmen einbringen. Zusammen mit der externen Motivation Gehalt kann ein Unternehmen bereits großen Einfluss auf die Mitarbeitermotivation ausüben. Allerdings gibt es noch einen weiteren großen Bereich, der maßgeblich zum Erfolg eines Unternehmens beitragen kann – die Organisation der Arbeit.

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