Die vier Phasen der Mitarbeiterführung

Die vier Phasen der Mitarbeiterführung

Inhalt

  1. Vier Phasen der Mitarbeiterführung
  2. Erste Phase: Befehlen
  3. Zweite Phase: Erläutern
  4. Dritte Phase: Teilhabe
  5. Letzte Phase: Delegieren

Vier Phasen der Mitarbeiterführung

Mitarbeiterführung geschieht durch einen speziellen Führungsstil. Dabei durchlaufen neue Mitarbeiter verschiedene Phasen, in denen sie unterschiedlich geführt werden. Dies soll einen einfachen Start in den jeweiligen Job garantieren, denn Arbeitsabläufe müssen von den „Neuen“ gelernt und verinnerlicht werden. Nach und nach übernehmen die Mitarbeiter neue Aufgaben und können selbstständiger arbeiten.

Erste Phase: Befehlen

Generell existieren vier Phasen in der Mitarbeiterführung. Die erste Phase ist die des Befehlens. Der Angestellte hat nur wenig Spielraum, da er klare Anweisungen zu befolgen hat. Befehlen ist dann sinnvoll, wenn z.B. ein neuer Mitarbeiter angelernt werden muss und den Betrieb erst kennenlernen muss. Er lernt die notwendigen Handgriffe, die verwendeten Instrumente – das Spektrum reicht vom Presslufthammer bis zum PC-Programm - welchen Ansprechpartner er bei Problemen fragen kann, sowie die Hierarchie im Unternehmen.  

Zweite Phase: Erläutern

Die zweite Phase ist die des Erläuterns. Ähnlich eines Verkaufsgespräches geht es darum, Sinn und Zweck der Anweisung zu vermitteln. Der Vorgesetzte klärt, warum er so entschieden hat und seine Direktiven ausgibt, um den Mitarbeiter von deren Richtigkeit zu überzeugen. Gelingt dies, geht der Arbeiter motiviert ans Werk.

Dritte Phase: Teilhabe

Teilhabe ist die dritte Phase der Personalführung. Hier entscheiden die Vorgesetzten zusammen mit den Angestellten über Ziele des Unternehmens und die anstehenden Aufgaben. Ebenso wird gemeinsam darüber entschieden, wie die einzelnen Ziele erreicht werden sollen. So kann sich die Belegschaft besser mit dem Unternehmen identifizieren und setzt all seine Kräfte für das Wohl der Organisation ein.

Letzte Phase: Delegieren

Die letzte Phase wird als Delegieren bezeichnet. Insbesondere Führungspersonen bekommen von ihren Vorgesetzten häufig nur grobe Vorgaben. Sie können relativ frei darüber entscheiden, mit welchen Maßnahmen sie das angestrebte Ergebnis erreichen. Ein solcher Führungsstil eignet sich aber erst, wenn die Person über genügend Erfahrung und Kompetenz für die Aufgabe verfügt.

Allerding durchläuft nicht jeder Mitarbeiter sämtliche Phasen der Mitarbeiterführung. Wer gleich in höheren Positionen einsteigt, muss von Beginn an delegieren und nimmt an der Entscheidungsfindung im Unternehmen teil. Wechselt etwa ein hochrangiger CEO das Unternehmen, dann setzt sein neuer Arbeitgeber ihn ja gerade dafür ein, dass er Entscheidungen trifft und ihm unterstellte Mitarbeiter selbstständig führt. Andererseits überwiegen in Produktionsberufen oder Aushilfsjob eher die ersten beiden Phasen der Mitarbeiterführung Befehlen und Erläutern. Entweder sind die Tätigkeiten erprobt und ein festes System ist besser als ein ständig neuer Findungsprozess oder aber Aushilfen können die nötige Expertise in einem kurzen Zeitraum nicht erlangen. Daher sind die vier Phasen der Mitarbeiterführung ein Schema, welches vieles in der Welt der Wirtschaft erklärt, aber weitem nicht alles. Wie so oft ist die Wirklichkeit zu komplex, um sie in einem kleinen Modell vollständig zu erklären.

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