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Interview mit Clemens Beier und Mads Pankow – Gewinner des ABSOLVENTA-Stipendiums 2011/2012

Interview mit Clemens Beier und Mads Pankow – Gewinner des ABSOLVENTA-Stipendiums 2011/2012

ABSOLVENTA-Stipendium: Ein Film entsteht

Noch bis zum 11. August läuft die Bewerbungsphase für das ABSOLVENTA-Stipendium 2013. Die letzte Chance also für Studierende, noch in diesem Jahr eine Förderung von bis zu 3.000 Euro für ihre Projekte zu erhalten. Clemens Beier und Mads Pankow, Studenten der Bauhaus-Universität Weimar, zählten im letzten Jahr zu den Gewinnern. Im Interview mit ABSOLVENTA erzählen sie, wie sich ihr Film-Projekt entwickelt hat und geben einen Einblick zu den Dreharbeiten. Außerdem haben sie hilfreiche Tipps für alle, die sich in diesem Jahr für eine demokratische Studienförderung bewerben.

 

Wie seid ihr auf das ABSOLVENTA-Stipendium aufmerksam geworden?

Auf der Suche nach Fördermöglichkeiten für unser Filmprojekt haben wir allerhand Möglichkeiten ins Auge gefasst. Freunde machten uns dann auf ABSOLVENTA aufmerksam, worauf wir uns im Internet weiter informierten.

Bitte beschreibt doch noch einmal kurz, worum es in eurem Film-Projekt geht.

Der Arbeitstitel lautet zur Zeit "Mangelerscheinung". Wir sind also noch auf der Suche nach einem neuen Namen. Der Film spielt in der deutschen Provinz und handelt vom alten Bauern Schmidt, dessen Hausarzt in den Ruhestand geht. Die Nachfolge tritt der junge polnische Arzt Wiśniewski an, dem Schmidt misstrauisch gegenüber steht. Zwischen den beiden entspinnt sich im Folgenden eine skurrile Freundschaftsgeschichte, die wir in über 30 Minuten erzählen.

Was genau habt ihr mit dem ABSOLVENTA-Stipendium finanziert?

Das Tolle am ABSOLVENTA-Stipendium gegenüber anderen Fördermöglichkeiten ist, dass man freie Hand beim Ausgeben der bereitgestellten Mittel hat. So haben wir die Summe beispielsweise für Technik und Transport, Reisekosten und Unterkunft, aber auch Verpflegung genutzt.

Wie sah eure Bewerbung aus?

Gerade beim Film, aber auch bei jedem anderen Projekt, ist es notwendig, das Projekt bereits im Vorfeld so genau wie möglich zu beschreiben. Schließlich hat jeder eine andere Vorstellung davon, wie ein Film aussieht und das gleiche Drehbuch kann auf unterschiedlichste Art und Weise verfilmt werden. Deshalb haben wir eine Projektskizze verfasst, die neben dem Inhalt des Films auch Vorstellungen von den auftretenden Charakteren, Stimmungsbilder und Verwertungsmöglichkeiten sowie eine Vorstellung von den Filmemachern beinhaltet.

Wie habt ihr die Leute dazu bewegt, für euch zu voten?

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Es fing damit an, dass wir alle unsere Freunde und Verwandten angeschrieben haben und sie bei jeder Begegnung wieder darum baten, für uns abzustimmen. Ein Post alle paar Tage auf sozialen Netzwerken war auch hilfreich. Letztlich entscheidend war, dass auch Bekannte, die nicht direkt mit dem Projekt in Verbindung standen, Werbung für uns gemacht haben und wiederum ihre Bekannten und Freunde darum baten, abzustimmen. Manchmal fühlte man sich schon ein wenig dämlich dabei, immer wieder der Bittsteller zu sein, aber letztlich hat es sich ja auch gelohnt.

Welchen Tipp möchtet ihr Bewerbern mit auf den Weg geben?

Bleibt hartnäckig beim Fischen nach Wählerstimmen, aber werdet nicht zur nervtötenden Wahlmaschine. Man erreicht wesentlich mehr damit, einen Freund persönlich anzuschreiben, als alle drei Stunden einen Post mit "Stimmt alle für mich ab!" zu veröffentlichen. 

Zurück zu eurem Projekt: Wie ist die Idee zum Film entstanden?

Clemens: Die Idee ist inzwischen mehr als drei Jahre alt. Ich habe mich damals gefragt, was ich zum Thema meines Abschlussfilmes machen könnte. Damals wie heute tauchte immer mal wieder die Angst vorm "Landärztemangel" in den Medien auf. Ich recherchierte eine Weile dazu, was dann in einem ersten Drehbuchentwurf mündete. Von diesem Entwurf ist aber heute nicht mehr viel übrig. Was anfänglich noch als Drama geplant war, ist heute eine subtile Komödie. Was ursprünglich nur in einem Raum spielen sollte, ist heute ein Überblick über die Thüringer Provinz und seine eigentümlichen, aber liebenswürdigen Bewohner. Der Stoff lag auch eine ganze Weile herum, ehe ich mich mit Mads wieder herangewagt und wir gemeinsam die Grundlage für das heutige Projekt geschaffen haben.

Wie weit seid ihr im Produktions-Prozess?

Wir basteln gegenwärtig an den letzten Feinheiten der Bildmontage, aber das Licht am Ende des Tunnels scheint schon sehr hell. Nachdem wir hier fertig sind, geht der Film noch zum Sounddesign und zum Koloristen. Mit der Fertigstellung ist Ende des Sommers zu rechnen.  

Ihr hattet ja eine ganze Crew engagiert. Wer hat euch bei der Arbeit am Film unterstützt?

Zu viele, um sie hier im Einzelnen aufzuzählen. Was sie aber alle gemeinsam haben, ist ihr großes Engagement, ihre Liebe zu Details und ihre unendliche gute Laune. Gerade an Tagen, wo wir mal durchhangen, haben sie uns tatkräftig unterstützt und wieder aufgebaut. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle.

 

 

Mangelerscheinung - Dreharbeiten from ozean studios on Vimeo.

Habt ihr schon Informationen, ob und wo der Film gesendet wird?

Vorerst steuern wir auf die Premiere zu. Was danach kommt, liegt noch in der Schwebe. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es eine Ausstrahlung im MDR Fernsehen geben und im Vorfeld werden wir auch das ein oder andere Filmfestival besuchen. Wenn die Zeit reif ist, werden wir den Film auch im Internet veröffentlichen. Seid gespannt.

Wie geht’s weiter? Habt ihr schon neue Filmideen und könnt ihr euch vorstellen, nochmal zusammen zu arbeiten?

Clemens: Könnt ihr euch noch an euren ersten Sandkasten erinnern? Genauso viele Sandkörner wie da drin waren, genauso viele Ideen haben wir noch. An Einfällen wird es uns auch in Zukunft nicht mangeln. Und das wir mal wieder zusammenarbeiten, steht auch außer Frage. Gerade hat Mads ein neues Gesellschaftsmagazin "Die Epilog" aus der Taufe gehoben und ich bin in anderen Projekten gebunden. Aber wenn es die Zeit wieder erlaubt, setzen wir uns zusammen und basteln gemeinsam an neuen Filmen.

Vielen Dank für das Interview!

 

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