Zusammenhang zwischen Arbeitsorganisation und Motivation.

Zusammenhang zwischen Arbeitsorganisation und Motivation.
Aus Sicht der Arbeitspsychologie ist der Taylorismus, welcher die Arbeit in kleinste Teile zerstückelte und zu einer erhöhten Produktion führte, für viele Angestellten ein Problem. Auf Grund der Monotonie im Job fühlen sie sich wertlos und sehen keinen Sinn in ihrer Arbeit. Ihre Leistung sinkt. Mit Job Rotation, Job Enlargement, Job Enrichment und teilautonomen Gruppen kann ein Unternehmen die Arbeitsmotivation der Angestellten verbessern.
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  1. Job Rotation – Wechselnde Positionen.

    Die Job Rotation ist im Prinzip ein Kreis mit mehreren Stationen in einem Unternehmen. Jede Stationen steht für einen bestimmten Job, z. B. Marketing, Administration, Vertrieb etc. Die Mitarbeiter wechseln nach einiger Zeit die Stationen und lernen so die verschiedenen Arbeitsbereiche kennen. Die Belegschaft rotiert sozusagen im Job. Der große Vorteil für Unternehmen ist, dass sie bei Krankheitsfällen schnell und kostengünstig intern Stellen besetzen können. Allerdings müssen die Mitarbeiter auch in der Lage sein, sämtliche Aufgaben zu übernehmen und dies auch wollen. Ansonsten hat die Firma erneut mit unzufriedenen Mitarbeitern zu kämpfen.

  2. Job Enlargement  – Erweiterter Aufgabenbrereich.

    Beim Job Enlargement erhält der Mitarbeiter weitere Aufgaben, die sich zumeist an seine bisherige Tätigkeit anschließen oder sie vorbereiten. Zusätzlich zu der eigentlichen Produktion könnte ein Arbeiter zum Beispiel auch für das Lager zuständig sein und das Produkt zum nächsten Arbeiter transportieren. Der Betrieb passt beim Job Enlargement die zeitlichen Vorgaben an das erweiterte Aufgabenfeld an. Ähnlich wie bei der Job Rotation kann der Angestellte mehrere Tätigkeiten ausüben, er muss dafür aber seinen angestammten Arbeitsplatz nicht verlassen.

  3. Job Enrichment – Komplette Handlungseinheit.

    Job Enrichment fügt verschiedenartige Arbeitselemente zu einer Handlungseinheit zusammen. Ein Arbeiter könnte etwa ein Produkt planen, es erstellen und anschließend testen. Der Angestellte erledigt beim Job Enrichment Kopf- und Handarbeit zugleich und führt nicht stumpfe Arbeitsschritte aus. Er hat größere Möglichkeiten sich zu entfalten und sich direkt ins Unternehmen einzubringen. Die Zufriedenheit steigt allerdings nur bei denjenigen, die dies auch wollen. Manche Arbeiter bevorzugen strikt reglementierte Aufgaben und scheuen die eigene Verantwortung. Daher muss ein Unternehmen seine Belegschaft genau kennen, bevor es ein umfassendes Job Enrichment Programm starten kann.

  4. Teilautonome Gruppen.

    Teilautonome Gruppen erledigen in größeren Teams komplexe und ganzheitliche Aufgaben, die eine einzelne Person nicht schaffen könnte. Innerhalb der Einheit bilden sich Hierarchien aus und die Mitglieder teilen die Aufgaben untereinander auf. Daher bedarf es kommunikativer und teamfähiger Mitarbeiter bei den teilautonomen Gruppen, die in kleinen Gruppen effektiv arbeiten. Die Angestellten sehen die Arbeit als sinnvoll an und sind oftmals stolz auf ihr Produkt. Insbesondere wenn Unternehmen Qualität fördern wollen, bietet sich eine teilautonome Gruppe an.

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