Sprich mit mir.

Kommunikationstraining für den Jobeinstieg

Kommunikationstraining für den Jobeinstieg

Im Berufsleben ist es wichtig, nicht nur fachlich zu überzeugen, sondern auch mit Kollegen, Vorgesetzten, Geschäftspartnern oder Kunden angemessen und verständlich kommunizieren zu können. Zudem sind kommunikative Kompetenzen auch ein wichtiger Baustein für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. ABSOLVENTA gibt Tipps.

Inhalt

  1. Kommunikationstraining von Kindheit an
  2. Rhetorik ist ein Handwerk – Übung macht den Meister
  3. Kommunikation mit Experten: Trainingsarten
  4. Kommunikationstraining – Wer bezahlt das eigentlich?

Kommunikationstraining von Kindheit an

Wer gut reden kann, wird gehört. Wer überzeugend reden kann, ist interessant für andere, erfährt Anerkennung und hat Erfolg, da es ihm gelingt, Menschen zu motivieren und zu überzeugen.

Klaus Jentzsch

Viele Menschen denken mit Unbehagen daran, vor anderen Leuten eine Rede halten zu müssen. Das liegt zu einem großen Teil auch daran, dass dieser Punkt im deutschen Bildungssystem weitgehend vernachlässigt wird. In den USA ist das gänzlich anders: Dort gibt es bereits in der Grundschule Lehrinhalte wie „Show & Tell Training“. An den Schulen und Universitäten geht das Kommunikationstraining für Schüler und Studenten in Fächern und Seminaren wie „Speech Training“, „Debating“ und „Public Speaking“ weiter. In Deutschland hingegen kommt es vielfach auf die einzelnen Lehrkräfte an, ob diese verstärkt Referate in den Unterricht einbauen oder die Kommunikations- und Präsentationstechnik der Schüler und Studenten anderweitig fördern.

Wer bereits von Kindheit an der eigenen Kommunikationskompetenz arbeitet, hat es als erwachsener Mensch leichter, auf andere zuzugehen, eigene Ansichten adäquat darzulegen, Diskussionen angemessen zu führen, Vorträge zu halten und andere für den eigenen Standpunkt zu gewinnen. Kommunikationstraining ist damit nicht nur für das Privatleben von Bedeutung, sondern auch für den Umgang mit Mitschülern, Kommilitonen und den verschiedenen Gesprächspartnern im beruflichen Umfeld.

Rhetorik ist ein Handwerk – Übung macht den Meister

Damit du für den beruflichen Alltag kommunikativ fit wirst, gilt: „Übung macht den Meister.“ Denn Rhetorik ist echtes Handwerk! In aktiven Trainings und praxisorientierten Seminaren für Management und Kommunikation kann jeder Interessierte seine rhetorischen Fähigkeiten auf- und ausbauen. Ausgerichtet an den Bedürfnissen der Seminarteilnehmer stehen Inhalte wie Rhetorik & persönliche Souveränität, Präsentation, Moderation, Reden, Debatten, Führung, Konfliktmanagement und Verhandlung auf dem Trainingsplan. Ziel solcher Seminare ist es, bestehende Kenntnisse in den Bereichen Rhetorik, Kommunikation, Soft Skills und Führungskompetenz zu verbessern.

Kommunikation mit Experten: Trainingsarten

Geschulte Kommunikationsexperten analysieren in Seminaren verschiedene Gesprächssituationen aus dem beruflichen Alltag und üben diese mit den Teilnehmern. Mit Checklisten und Leitfäden werden bewährte Methoden und Techniken vorgestellt und beispielsweise in praxisbezogenen Rollenspielen trainiert. Dabei nutzen die Trainer Methoden des Coachings, des Mentorings oder der Mediation.

   Coaching

Ein Coach fragt die kommunikativen Fertigkeiten der Teilnehmer ab, analysiert diese und gibt Tipps und Hilfestellungen. Er fördert Selbstreflexion und die gezielte Verbesserung der eigenen Wahrnehmung. Darüber hinaus motiviert er die Teilnehmer und führt sie an eine ziel- und lösungsorientierte Arbeitsweise heran.

   Mentoring

Mentoring ist kein eigentliches Kommunikationstraining, sondern bezeichnet in erster Linie den Wissenstransfer von einer erfahrenen Person (Mentor) zu einer anderen Person (Mentee). Dazu ist eine verständliche Kommunikation allerdings unabdingbar. Ziel eines Mentors ist es, den Mentee in seiner persönlichen oder beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Dazu reicht der Mentor sein Know-How an den noch unerfahrenen Mentee weiter. Im Unterschied zu einem Coach ist ein Mentor normalerweise nicht extra für diese Tätigkeit ausgebildet, sondern verfügt lediglich über einen Erfahrungs- und/oder Wissensvorsprung, den er mit seinem Schützling teilt. Mentoren-Programme finden häufig bei Trainee-Programmen Anwendung. Dabei bekommt der Trainee einen Mentor aus der Managementebene als persönlichen Ansprechpartner und Berater zur Seite gestellt. Bei regelmäßigen Gesprächen soll der Trainee vom Wissen des Mentors profitieren und es sollen offene Fragen besprochen und geklärt werden. Ähnlichen Prinzipien folgen zum Beispiel integrative Mentorenprogramme für jugendliche Problemkinder, die einen „Großen Bruder“ zugeteilt bekommen.

   Mediation

Mediation bedeutet im lateinischen „Vermittlung“. Mediation wird oft angewandt, um einen bestehenden Konflikt konstruktiv beizulegen oder diesen präventiv zu vermeiden. Der Mediator ist lediglich für das Verfahren verantwortlich. Er trifft keine Entscheidung bezüglich des Konfliktes. Seine Aufgabe ist es stattdessen, die Konfliktparteien (Medianten) zu unterstützen, um zu einer gemeinsamen Vereinbarung zu gelangen.

Kommunikationstraining – Wer bezahlt das eigentlich?

Das Angebot an Rhetorikkursen oder Kommunikationstrainings ist vielfältig und die Preise für die Seminare variieren stark. Bist du bereits bei einem Unternehmen angestellt, trägt der Arbeitgeber häufig selbst die Seminar- & Lehrgangskosten, um die eigenen Mitarbeiter und Führungskräfte zu qualifizieren. Das Kommunikationstraining kann dabei in einer internen Schulung oder auch extern stattfinden.

Es gibt aber auch häufig schon an der Hochschule Trainingsangebote, die u.a. von den Career Centern kostenlos für Studenten angeboten werden. Diese Gelegenheit solltest du nutzen, um dich auf deinen Berufseinstieg vorzubereiten. Mit einigen Kniffs und Tricks geht man schließlich souveräner ins Bewerbungs- oder Gehaltsgespräch.

Das könnte dich auch interessieren:

>> Soziale Kompetenz als Karrierefaktor
>> Geschäftliche E-Mails schreiben und beantworten

>> Small Talk: Das lockere Gespräch beherrschen

Du bist auf Jobsuche?

Dann schau doch mal in unseren Stellenangeboten vorbei:
>> Jobs für Studenten, Absolventen und Young Profesisonals

Über den Autor

Luise Köhler
Luise Köhler

Als ehem. ABSOLVENTA-Redakteurin hat Luise über die Bedürfnisse, Interessen und Fragen junger Berufseinsteiger recherchiert, geschrieben und erklärt.

Beliebte Artikel aus unserem Karriereguide

Zeitarbeit: Eine Alternative für Akademiker?
Zum Einsteigen oder Umsteigen

Zeitarbeit: Eine Alternative für Akademiker?

Kurz vor Studienende stellt sich für jeden Hochschulabsolventen die Frage nach dem Berufseinstieg. Neben dem klassischen Bewerbungsmarathon über die diversen Jobbörsen und Stellenangebote bietet sich ebenfalls die Möglichkeit der Beschäftigung über eine Zeitarbeitsfirma. Doch wie gut oder schlecht sind Zeitarbeitsfi...

Zum Artikel
Das hat es mit deinem Brutto-Gehalt auf sich
Unterschied zum Netto

Das hat es mit deinem Brutto-Gehalt auf sich

Was ist der Unterschied zwischen brutto und netto und warum wird dein Gehalt in brutto angegeben? Eine schöne Eselsbrücke lautet: Brutto hat sechs Buchstaben und netto nur fünf. Entsprechend ist netto weniger als brutto. ABSOLVENTA erklärt, was alles vom Brutto-Gehalt abgezogen wird und warum man immer ein Brutto-Ge...

Zum Artikel
Berufseinstieg bei Hays: Erfahrungen
Insider-Interview

Berufseinstieg bei Hays: Erfahrungen

Katharina Wolf (23) hat Sozialökonomie (Bachelor) an der Universität Hamburg studiert, bevor ihr der Berufseinstieg bei Hays als Manager of Candidate Relations in Dortmund gelang. Im Interview mit ABSOLVENTA berichtet sie von ihren Erfahrungen im Auswahlprozess, besonderen Herausforderungen in ihrem Job und von der ...

Zum Artikel