Dialekt und Hochdeutsch im Beruf.

Dialekt und Hochdeutsch im Beruf.
Ein Dialekt kann auf Gesprächspartner sowohl negativ als auch positiv wirken. Was dem einen sympathisch erscheint, bewirkt bei dem anderen mitunter Abneigung. Ob ein Dialekt ein Karrierekiller ist, hängt auch von der Position des Dialekt-Sprechenden ab. Beispielsweise kann ein ausgeprägter Dialekt in Führungspositionen durchaus dazu führen, dass der Vorgesetzte nicht ernst genommen wird oder gar Zweifel an seiner Kompetenz aufkommen. ABSOLVENTA informiert.
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  1. Im Beruf geht Hochdeutsch vor.

    Im Beruf sollte grundsätzlich Hochdeutsch Vorrang haben, insbesondere im Kontakt mit Kunden und Geschäftspartnern. Im beruflichen Alltag kommt es allerdings nicht zuletzt auch immer auf die Gepflogenheiten innerhalb der Firma oder in den einzelnen Abteilungen an.

  2. Ein Dialekt schafft eine vertraute Atmosphäre.

    Ein Dialekt kann aber auch durchaus im Kundengespräch vorteilhaft sein, denn mit der Sprache werden nicht nur Inhalte vermittelt. Die Sprache kann auch Gefühle transportieren oder ruft sie hervor. Wer zum Beispiel im Außendienst als Versicherungsvertreter arbeitet und gleichzeitig den regionalen Dialekt spricht, schafft dadurch bei Einheimischen Nähe und Vertrautheit. Er zeigt sich mit der Region verbunden und hat unter Umständen einen besseren Draht zum Kunden. Mit Hochdeutsch hingegen assoziiert ein Hörer Professionalität. Es kann dadurch allerdings auch gleichzeitig Distanz schaffen. Im Geschäftsleben ist das aber auch nicht selten gewünscht.

  3. Der eigene Dialekt – für andere eine Fremdsprache.

    Ein Dialekt in seiner hundertprozentigen Urform ist wie eine eigene Sprache und verlangt seinem Gesprächspartner folglich die Kenntnisse einer Fremdsprache ab. Um klar und unmissverständlich kommunizieren zu können, sollte stets eine „gemeinsame Sprache“ gesprochen werden, die beide sehr gut beherrschen. Allgemein gilt: Je größer Unternehmen sind und je überregionaler sie agieren, desto eher erwarten sie von ihren Mitarbeitern Hochdeutsch. Auch in einem Callcenter ist dies in aller Regel zwingende Voraussetzung und bereits bei der Bewerbung wird darauf größten Wert gelegt.

  4. Beliebtheit von Dialekten und Mundarten.

    Die Beliebtheit der verschiedenen Dialekte ist in Deutschland von Nord nach Süd und von Ost nach West so unterschiedlich wie die Mundarten selbst. Wenig verwunderlich: Die „heimischen“ Klänge sind bei Umfragen immer oben mit dabei – Berlinerisch im Osten, Badisch und Schwäbisch im Südwesten.

    Deutschlandweit wird jedoch die norddeutsche Mundart am liebsten gehört. Diese wird vor allem im Hamburger Raum, in Schleswig-Holstein und in weiten Teilen Niedersachsens gesprochen. (Für einige sicherlich) Überraschend auf Platz zwei im Dialekt-Ranking: Bayrisch. Diese Mundart ist auch außerhalb des südlichen Freistaats vor allem bei den Westdeutschen außerordentlich beliebt. (Für viele) Weniger überraschend: Der sächsische Dialekt landet hinter Kölsch auf dem letzten Platz und trägt somit die „rote Laterne“ in der Beliebtheitsskala.

    Eine Übung zur Verbesserung der hochdeutschen Aussprache ist das Nachsprechen der Sätze von professionellen Nachrichtensprechern, wie z. B. auch in einem Kommunikationstraining vermittelt wird.

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