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Lebenslauf optimieren: 10 Tipps

Lebenslauf optimieren: 10 Tipps

Stell dir vor, du bist Personaler und jeden Tag landen hunderte Lebensläufe auf deinem Schreibtisch. Klar, dass da pro Bewerbung meist nur wenige Sekunden bleiben, um sich einen ersten Eindruck vom Kandidaten zu verschaffen. Hier fällt der Blick meistens zuerst auf den Lebenslauf und das Bewerbungsfoto.    

Als Bewerber für einen Job, eine Trainee-Stelle oder ein Praktikum ist es daher umso wichtiger, mit seinem Lebenslauf zu überzeugen und sich von den Konkurrenten abzusetzen. Wir haben deshalb einen typischen Lebenslauf mal genauer unter die Lupe genommen und zeigen 10 Verbesserungstipps auf.

Der Lebenslauf und die kleinen Feinheiten

Die generelle Struktur ist bei folgendem Beispiel-Lebenslauf an sich schon in Ordnung. Viel mehr aber auch nicht. Hier schöpft der Bewerber bei weitem nicht das volle Potential aus – und hat damit keine Chance im weiteren Personalauswahlverfahren. Mit folgenden 10 Optimierungen würden die Aussichten deutlich steigen.

So nicht! - Optimiere deinen Lebenslauf
 

  1. Persönliche Daten: Die Reihenfolge ist gut, nur nimmt der Aufbau ziemlich viel Platz in Anspruch. Platziert die Daten in die Kopfzeile. Und streicht den Punkt „ledig“ – der ist nicht mehr üblich, Geburtsdatum und -ort kann in eine Zeile (davor am besten „geb.“ schreiben).
     
  2. E-Mail-Adresse: "kleinerhase@yahoo.de" klingt echt niedlich, oder? Im Lebenslauf ist das ein absolutes No Go! Richtet euch daher dringend eine seriöse, ernste E-Mail-Adresse ein, am besten "vorname.nachname@gmail.com" – damit kann man nichts falsch machen.
     
  3. Akademischer Werdegang: Nennt zuerst euren angestrebten Abschluss und dann euren Studiengang, denn der Abschluss ist in den meisten Fällen interessanter als die Einrichtung. Und nennt hier ruhig eure Vertiefungsgebiete, denn BWL ist nicht gleich BWL. Wo liegen eure Interessen und welche Richtung strebt ihr an? DAS interessiert den HR-Manager!
     
  4. Monate und Jahreszahlen: Oft wird versucht, durch Nichterwähnung der Monatsangaben Lücken zu vertuschen. Den Trick kennen die Personaler schon lange! Also den jeweiligen Monat immer mit angeben – Lücken kann man im Nachhinein noch erklären und anders füllen.
     
  5. Praktische Erfahrungen: Langweiliger, als nur die Position und das Unternehmen anzugeben, geht es nicht. Worum es wirklich geht, sind die Inhalte und Tätigkeiten. Du warst Werkstudent, aber in welchem Bereich, was waren deine Aufgabenbereiche? Versuche das hier in wenigen, aber aussagekräftigen Stichpunkten zu erklären.
     
  6. Interessen: Einen persönlichen Einblick zu geben ist super! Aber habt ihr nicht irgendwelche cooleren Hobbys als „Lesen“? Es können auch abgefahrene Sachen sein. Kite-Surfen? Orientalischer Bauchtanz? Pilze sammeln im Herbst? Diese Kategorie ist eine hervorragende Möglichkeit, um positiv auf sich aufmerksam zu machen und das Interesse der Personaler zu wecken.
     
  7.  Formatierung: Große, fette Überschriften sind schön und gut, sie helfen bei der Struktur und der Lesbarkeit. Allerdings ist weniger manchmal mehr. Im diesem Beispiel müssen die Überschriften nicht unterstrichen sein, der Abstand zwischen Überschrift und dem Datum kann daher etwas größer sein und das Kursive am besten ganz rausgenommen werden. Extra-Tipp: Benutz für Lebenslauf, Anschreiben und Deckblatt eine einheitliche Schriftart.
     
  8. Sprach-, IT- und Sonstige Kenntnisse: Wichtig ist, dass bei den „Computer Skills“ auch mitanzugeben, wie gut man die Sachen beherrscht. Einfach nur „Microsoft Office“ aufzulisten ist verwirrend und nichtssagend. Eine andere Möglichkeit: Eine Rubrik á la „Sonstige Fähigkeiten und Kenntnisse“, in der man auch Weiterbildungen, Schulungen, Extra-Projekte auflistet.
     
  9. Design: Eine der Königsdisziplinen! Ein Hauch von Farbe kann alles verändern. Der Beispiel-Lebenslauf ist einfach irre langweilig. Vorschläge: ein farblicher Rahmen fürs Bewerbungsfoto, eine andere Farbe für die Überschriften oder eine „schöne“ Kopfzeile. Um aus der Masse der Kandidaten herauszustechen, reichen manchmal schon die kleinsten Spielereien. Übertreiben sollte man es aber nicht.
     
  10. Apropos Bewerbungsfoto: Hier fehlt das Bild des Bewerbers. Setzt euch bei einem professionalen Fotograf in Pose, schließt die Augen und öffnet sie erst kurz vor dem Schnappschuss wieder. Dadurch wirkt ihr wacher und forciert die Linse besser. Ebenso wichtig: Lächeln und ein passendes Outfit. Wenn man sich bewusst macht, dass ein Personaler sich einen Lebenslauf durchschnittlich nur noch sechs Sekunden anschaut, ist und bleiben Bewerbungsfotos essentiell.

Halten wir also fest: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Je informativer und persönlicher der Lebenslauf, desto höher sind die Chancen, im Kopf der Personaler zu bleiben. Achte darauf, dass der Lebenslauf fehlerfrei, informativ, ordentlich und sinnvoll strukturiert ist . Beherzige dafür diese 10 Tipps.

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