Ein hoher IQ ist nicht alles

EQ-Test und Emotionale Intelligenz

EQ-Test und Emotionale Intelligenz

Intelligenztests untersuchen unser logisches Denkvermögen. Es gibt sie in unzähligen Varianten. Mittlerweile sind sie fester Bestandteil vieler Einstellungstests. Doch auch Menschen mit einem hohen IQ scheitern immer wieder im Berufsleben. Es scheint also auch eine soziale und emotionale Erfolgskomponente zu geben. EQ-Tests liefern hier die Antwort. ABSOLVENTA erklärt, wie die emotionale Intelligenz in solchen EQ-Tests gemessen wird. 

Inhalt

  1. EQ-Tests untersuchen die emotionale Intelligenz
  2. Emotionale Intelligenz ist erlernbar

EQ-Tests untersuchen die emotionale Intelligenz

Emotionen haben einen starken Einfluss auf unsere Entscheidungen. Der Psychologe und Wissenschaftler Daniel Goleman entwickelte Mitte der 1990er Jahre ein theoretisches Modell zur Messung der emotionalen Intelligenz. Dabei kategorisierte er anhand seiner Forschungsergebnisse fünf Persönlichkeitseigenschaften, aus denen sich die emotionale Intelligenz zusammensetzt:

Entscheidend für ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz ist demnach der Grad, in dem man sich eigene Gefühle und Stimmungen bewusst machen und regulieren kann. Ebenso ist es wichtig, auch die Bedürfnisse und Gefühle der anderen Menschen wahrzunehmen. Anders als viele glauben, ist EQ übrigens nicht etwa die Abkürzung für Emotionaler Quotient, sondern für Emotionale Qualität.

Besonders im Berufsalltag spielt die emotionale Intelligenz eine immer wichtigere Rolle. Vor allem in Auswahlverfahren für Führungspositionen ist der EQ neben den fachlichen Kompetenzen ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Je mehr Personalverantwortung man hat, desto wichtiger ist auch die emotionale Intelligenz. Ohne einen hohen EQ ist es auch nicht möglich, ein Team zu motivieren oder Kundenbedürfnisse zu verstehen, um diese optimal zu betreuen. Letzteres ist insbesondere im Vertrieb und im Marketing essenziell. Dieses haben auch die Unternehmen erkannt und testen ihre Bewerber im Einstellungstest deshalb auch hinsichtlich ihrer emotionalen Intelligenz. Goleman geht sogar so weit, dass die emotionale Intelligenz zu ca. 50 Prozent in die Bewertung von zukünftigen Arbeitnehmern einfließt. Dies führte zur professionellen Entwicklung von EQ-Tests.

Emotionale Intelligenz ist erlernbar

Genau wie fachliche Kompetenzen, lässt sich der EQ testen, fördern und ausbauen. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Sicherlich hat die angeborene charakterliche Veranlagung einen Anteil daran, wie ausgeprägt die emotionale Intelligenz ist. Aber auch andere Rahmenbedingungen wie das Elternhaus, das soziale Umfeld oder der Bildungsstandard spielen bei der Entwicklung des EQ eine große Rolle. Im Allgemeinen orientieren wir uns dabei an unseren Vorbildern, z.B. den Eltern.

Auch wenn die Forschung in Sachen emotionaler Intelligenz weiter fortschreitet, ist es immer noch schwierig, sie wissenschaftlich fundiert zu messen. Dennoch wird EQ-Tests eine hohe Bedeutung beigemessen, da der EQ im Berufsleben eine Schlüsselqualifikation darstellt. Mittlerweile bedienen sich die Unternehmen deshalb im EQ-Test bestimmter Frage- oder Simulationstechniken, um einen Anhaltspunkt für die emotionale Intelligenz eines Bewerbers zu erhalten. Dabei werden gezielte Fragen zum früheren Verhalten des Bewerbers gestellt, z.B. wie er sich gegenüber Kunden oder Kollegen benommen hat, oder es werden berufsnahe Stresssituationen simuliert.

Auch die Körpersprache gibt Aufschluss darüber, wie ausgeprägt die emotionale Intelligenz des Bewerbers ist. Fakt ist, dass man sich in Bewerbungsverfahren auch immer auf eine Überprüfung der emotionalen Intelligenz mittels eines EQ-Tests einstellen muss. Vorbereitung ist hier wie auch beim Intelligenztest das A und O.

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