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Stressbewältigung im Job

Stressbewältigung im Job

Stress kann viele Gesichter haben. Im Beruf aber auch privat stehen wir ständig unter Strom. Schuld daran sind jedoch nicht ausschließlich die äußeren Faktoren, wie beispielsweise ein hohes Arbeitspensum. Den meisten Stress machen wir uns selbst. ABSOLVENTA verrät, wie man mit einer bewussten Lebensführung und einem guten Zeitmanagement Stress im Job und Privatleben bewältigen kann.

Längst ist Stress im Job nicht mehr ausschließlich ein Problem der Führungsetagen. Wer viel und in verantwortungsvollen Positionen arbeitet, ist häufig einer Dauerbelastung ausgesetzt, die deutliche Spuren hinterlassen kann. Das beweist die steigende Zahl an stressbedingten Krankheiten wie Bluthochdruck oder Schlafstörungen. Dauerhafter Stress führt zu Ausfallzeiten bei den Mitarbeitern und kann schwerwiegende gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Stressbewältigung ist für viele Unternehmen daher ein zentrales Thema. Immer mehr Arbeitgeber fördern Programme, in denen Mitarbeiter Strategien zur Stressbewältigung erlernen. Diese sind sowohl im Büro als auch nach der Arbeit anwendbar.

Stressbewältigung durch Zeitmanagement

Stress am Arbeitsplatz kannst du beispielsweise durch gezieltes Zeitmanagement reduzieren. Methoden, wie das Pareto- oder das Eisenhower-Prinzip, erleichtern deinen Arbeitsalltag, da du lernst, Prioritäten zu setzen. Wenn du dein Arbeitspensum für den Tag realistisch vorausplanst, verringerst du den Druck und damit das Burnout-Risiko. So solltest du dir zu Beginn deines Arbeitstages überlegen, welche Aufgaben du bearbeiten möchtest. Zusätzlich kannst du dir einen Zeitrahmen für die einzelnen Arbeitsschritte setzen. So gelingt dir die tägliche Stressbewältigung durch eine realistische Planung.

Ordnung für die Stressbewältigung

„Ordnung ist das halbe Leben“ weiß der Volksmund zu berichten – und liegt damit richtig. Wer Ordnung auf seinem Arbeitsplatz hält, findet die benötigten Dinge viel schneller. Sortiere deshalb deinen Desktop und deine Dateien, damit du wichtige Dokumente und Informationen möglichst schnell zur Hand hast. Bookmarks helfen dir dabei, auch im Netz möglichst schnell die Seiten aufzurufen, die du häufiger benötigst. Generell solltest du auch auf deinem Schreibtisch für Ordnung sorgen. Das schafft Platz für neue Gedanken, hilft dabei, einen klaren Kopf zu bewahren und ist somit förderlich für die Stressbewältigung.

Autogenes Training und Yoga zur Stressbewältigung

Neben Zeitmanagement und Ordnung kannst du auch gezielte Stressbewältigung betreiben. Methoden wie Autogenes Training oder Yoga machen den Kopf durch körperliche Übungen, Autosuggestion (Selbstbeeinflussung) und Atemtechniken frei. Das Autogene Training wurde von dem deutschen Psychologen Johannes H. Schultz entwickelt. Bei diesem Training wird meistens eine meditative musikalische Untermalung mit kontrolliertem Ein- und Ausatmen verknüpft. Während der Übungen fordert der Trainer die Teilnehmer dazu auf, sich in eine andere Welt zu denken. Der Alltag soll gänzlich von ihnen abfallen. Das Ziel von Autogenem Training ist die Muskelentspannung sowie eine bessere Durchblutung des ganzen Körpers. Nach einer Weile fallen viele Menschen in eine Tiefentspannung, die den ganzen Körper betrifft. Mit Autogenem Training lassen sich Stress und psychosomatische Störungen behandeln.

Autogenes Training lehrt unter anderem, Gedanken zu fokussieren und so konzentrierter zu arbeiten. In der Büroatmosphäre lässt sich das Autogene Training nicht komplett anwenden. Einzelne Techniken – wie zum Beispiel Atemübungen – können dir den Arbeitsalltag jedoch erleichtern.

Sport und bewusste Lebensführung

Viele Berufstätige sehen Sport als Ausgleich und Mittel zur Stressbewältigung. Aber Achtung: Übermäßig betriebener Sport kann kontraproduktiv wirken. Joggen oder andere Ausdauersportarten fördern zwar die körperliche Konstitution, können aber bei übertriebenem Ehrgeiz zum Kollaps führen – insbesondere, wenn der Körper bereits geschwächt ist. Pulsuhren helfen, den Körper beim Ausdauersport nicht zu überlasten. Zudem sollte man sich beim Sport nicht zu sehr unter Druck setzen, denn auch das löst wieder Stress aus.

Deshalb gilt: Sport in Maßen gehört zu einer bewussten Lebensführung und stärkt den Kreislauf. Du solltest allerdings auf deinen Körper achten und nicht gegen ihn arbeiten. Gezielte Übungen, wie etwa Rückentraining, können einer falschen Körperhaltung und deren Folgen (Kopfschmerzen, Verspannungen etc.) entgegenwirken. Ein realistischer Trainingsplan ist auch hier das beste Mittel, um ohne Stress die eigenen Ziele zu erreichen.

Gesunde Ernährung zur Stressbewältigung

Ebenso wichtig für die Stressbewältigung ist eine ausgewogene Ernährung. Vitamine und Mineralien braucht der Körper, um physisch und psychisch auf der Höhe zu sein. Ballaststoffreiche Lebensmittel, Obst und Gemüse versorgen dich mit dem, was du brauchst. Zucker liefert zwar einen kurzen Endorphinschub, macht auf Dauer aber müde und sorgt in zu großen Mengen für Übergewicht. Eine ungesunde Ernährung führt langfristig zu körperlicher Erschöpfung und wirkt sich auch auf die geistigen Leistungen negativ aus. Frisches, gesundes Essen ist somit ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Stressbewältigung.

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Über den Autor

Luise Köhler
Luise Köhler

Luise schreibt seit 2011 für die ABSOLVENTA-Redaktion und kümmert sich dabei um die Bedürfnisse, Interessen und Fragen junger Berufseinsteiger.

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