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Auf sich selbst achten

Selbstdisziplin

Selbstdisziplin

Wenn man Schwierigkeiten dabei hat, sich selbst zu disziplinieren, kann das verschiedene Gründe haben: Von mangelnder Motivation bis hin zu Faulheit. Mangelnde Selbstdisziplin lässt sich jedoch bis zu einem gewissen Maß abtrainieren. ABSOLVENTA gibt Tipps.

Die Gemeinsamkeit von Topmodels und Shaolin-Mönchen? Selbstdisziplin! Beide Berufe erfordern eisernen Willen und ein hohes Maß an Selbstbeherrschung. Doch auch für gewöhnlichere Berufe ist Selbstbeherrschung wichtig. Jeder Mitarbeiter sollte von Zeit zu Zeit seinen sprichwörtlichen „inneren Schweinehund“ überwinden, wenn dieser zu groß zu werden droht.

Motivation und Belohnung

Wer nicht motiviert ist, quält sich regelrecht durch den Arbeitstag. Das wirkt sich nicht selten auch auf die Qualität der Arbeit aus. Eigenmotivation hilft, produktiv zu arbeiten und die anfallenden Aufgaben mit der entsprechenden Sorgfalt zu erledigen. Zu dieser Eigenmotivation gehört zum Beispiel eine einhaltbare Zielsetzung und gegebenenfalls eine kleine Belohnung oder zumindest ein Ausgleich, wenn man einen bestimmten Arbeitsabschnitt fertiggestellt hat.
Arbeitet man gerade an einem Projekt und muss beispielsweise eine Woche lang bis spät in die Nacht arbeiten, dann sollte man sich beispielsweise in der darauffolgenden Woche einen Urlaubstag gönnen. "Verschleppter" Stress oder Überarbeitung beeinträchtigt die Arbeitsleistung ansonsten noch länger.

Eine gute Arbeitsatmosphäre trägt ebenfalls zu einer besseren Motivation bei. Gestalte daher deinen Arbeitsplatz individuell und mache ihn zu einem Ort, an dem man sich wohlfühlt.

Anwendung von Selbstdisziplin

Die Eigenschaft Selbstdisziplin beinhaltet auch ein großes Maß an Ordnung und Stringenz. Daher ist die Selbstorganisation ein wichtiger Schritt zur Selbstdisziplin. Zeitmanagement und eine effektive Arbeitsweise helfen, schrittweise den Tag zu planen und dadurch die Effektivität zu steigern. Auch wenn das Erstellen eines Tagesplans zunächst etwas Überwindung kostet, kann es ein fester Bestandteil des Tagesablaufs werden und letztendlich den Arbeitsalltag erleichtern.

Eigene Schwächen überwinden

Werde dir deiner Schwächen bewusst. Selbstbewusstsein fordert eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Person. Was kannst du? Wo gibst du zu schnell auf? Was entspricht nicht deinen Fähigkeiten? Diese Fragen helfen dir, die Stellen zu entlarven, bei denen Handlungsbedarf besteht.

Handlungsbedarf besteht bei vielen schon in den ersten Morgenstunden. Wenn man beispielsweise notorisch unpünktlich ist, sollte man den Wecker eine halbe Stunde früher stellen und sich zwingen, aufzustehen, wenn er klingelt. Durch die gewonnene Zeit kann man den morgendlichen Kaffee genießen und muss ihn nicht hinunterstürzen. Den Start in den Tag kann man so deutlich entspannter verbringen und den Arbeitstag anschließend positiv beginnen.

Negativbild Selbstdisziplin

Dennoch sollte auf das richtige Maß geachtet werden. Zu viel Selbstdisziplin erzeugt nämlich oft ebenfalls Stress. Wer sich immer nur selbst antreibt und keinen Ausgleich schafft, powert sich auf Dauer aus. Selbstdisziplin kostet zwar Überwindung und Willenskraft, das bedeutet aber nicht, dass man sich alles verbieten muss. Verknüpfe Erfolge mit Belohnungen. Setze realistische Ziele und übertreibe es nicht mit der Selbstdisziplin. Denn damit schadest man sich sonst nur selbst.

Selbstdisziplin oder Selbstbeherrschung verbinden viele mit dem Verschleiern oder Unterdrücken von Gefühlen. Solch eine Herangehensweise ist allerdings nicht gesund. Wenn ein Thema Magenschmerzen bereitet, solltest man es ansprechen, bevor es ein Magengeschwür verursacht. Da insbesondere das Einfühlungsvermögen zu einer der wichtigsten sozialen Kompetenzen im Job zählt, ist Unterdrückung keine Alternative, da es das eigentliche Problem nicht löst.

Auch was die Arbeitsleistung angeht, sollte man sich nicht überfordern. Ständig auf Hochtouren zu arbeiten, geht auf Dauer nicht gut. Körper und Geist werden bei permanenter Überforderung negativ reagieren. Schaffe daher nach arbeitsintensiven Phasen Möglichkeiten des Ausgleichs.

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