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Social Media Bewerbung | Jobsuche 2.0

Social Media Bewerbung | Jobsuche 2.0

Die klassische Bewerbung per Post ist fast vollständig ausgestorben. Heutzutage werden Bewerbungen an eine E-Mail angehängt oder über Bewerbermanagementsysteme eingereicht. Zusätzlich treten Bewerber und Arbeitgeber auch immer häufiger über soziale Netzwerke in Kontakt. Welche Möglichkeiten es gibt und was es bei der Social Media Bewerbung zu beachten gilt, erklärt ABSOLVENTA.

Soziale Medien und Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. sind vor allem für die Generationen Y und Z fester Bestandteil ihres Lebens. Ein Großteil der Kommunikation findet online statt: Wir tauschen uns aus, posten Fotos, kommentieren die News und Statusmeldungen von Freunden oder folgen unserer Lieblingsband. Die sozialen Netzwerke nutzen die meisten von uns ausschließlich privat und informell als beliebte Freizeitbeschäftigung. Doch Social Media hat bereits Einzug ins Berufsleben und in die HR-Abteilungen vieler Unternehmen gehalten.

Neue Wege – neue Chancen?

Neben Business-Plattformen wie Xing und LinkedIn sind mittlerweile auch Facebook, Twitter & Co. für Personaler zu einem Instrument der Bewerbersuche aufgestiegen. Laut "Social Media Report HR 2010" nutzten in jenem Jahr 39 Prozent der deutschen HR-Abteilungen aktiv Social Media. Doch der damalige Hype um Social Media Recruiting hat sich nach einer Boom-Phase vier Jahre später wieder deutlich abgekühlt (Quelle: Social Media Recruiting Studie 2014). Inzwischen haben viele Unternnehmen wieder davon Abschied genommen, über Soziale Netzwerke aktiv nach neuen Mitarbeitern zu suchen.

Insbesondere der Kurznachrichtendienst Twitter ist mit seinen maximal 140 Zeichen per Message („Tweet“) für einen „traditionellen“ Austausch zwischen zwei Parteien eher schlecht als recht geeignet. Dennoch können hierüber einzelne Fragen geklärt werden, zum anderen twittern viele Firmen aktuelle Stellenangebote.

Klassische soziale Netzwerke wie Facebook und Co. hingegen haben in erster Linie einen privaten Charakter. Bewerber sind meist nicht darauf erpicht, sich mit ihrem privaten Profil bei Arbeitgebern vorzustellen. Zudem hat das Facebook-Engagement vieler Firmen nachgelassen, wie die Goldene Runkelrübe der HR-Kommunikation eindrucksvoll gezeigt hat.   

Was ist eine Social Media Bewerbung?

Aufgrund der Neuartigkeit sozialer Netzwerke im Allgemeinen und der erst kürzlich aufgetretenen Bewerbungsmöglichkeiten hat sich bislang keine einheitliche Definition für den Begriff Social Media Bewerbung etabliert.

Von einer Social Media Bewerbung kann jedenfalls immer dann gesprochen werden, wenn entsprechende Social Media Elemente in eine Bewerbung integriert werden. Die Möglichkeiten dabei sind vielfältig:

  • Seine Unterlagen in eine Cloud hochladen und dem potenziellen Arbeitgeber den Link dorthin per Twitter zukommen lassen.
  • Anschreiben und Lebenslauf als Twitter-Feed aufbereiten.
  • Eine eigene „Business-Fanpage“ anlegen und das ganze zu einer Multimedia-Bewerbung ausbauen, mit passenden Statusmeldungen, Kommentaren. Links, Bildern und Videos.
  • Eine bestimmte Social Media Aktion des Unternehmens in seine Bewerbung integrieren.
  • Seine eigenen Social Media Profile in der Bewerbung mit angeben. Dabei ist es wichtig, die Profile aktuell zu halten, mit den richtigen Inhalten zu füllen (z.B. passend zum Job), sodass man dem Personaler einen Mehrwert bietet bzw. sich selbst in ein gutes Licht rückt.

Man sollte keinesfalls glauben, eine Social Media Bewerbung sei so einfach, dass man mit ein paar Klicks oder Tweets mal eben einen Arbeitsvertrag angeboten bekommt. Vielmehr muss mindestens genauso viel Aufwand in die Bewerbung investiert werden, wie es bei einer „normalen“ E-Mail-Bewerbung der Fall ist.

Social Media Elemente in der Bewerbung dürfen kein Selbstzweck sein, sondern müssen zum Ziel haben, die Bewerbung besser und überzeugender zu machen. Bei der Jobsuche über bzw. mit Social Media geht es nämlich zunächst eher darum, das Interesse eines potenziellen Arbeitgebers zu wecken. Ist dies erfolgreich, folgen die üblichen Schritte eines Auswahlverfahrens, wie Vorstellungsgespräch, Telefoninterview und/oder ein Assessment Center.

Wann eine Social Media Bewerbung Sinn macht – und wann nicht

Eine Bewerbung via Social Media ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll und praktikabel, zum Beispiel:

  • Wenn ein Unternehmen mit einer speziellen Aktion in sozialen Netzwerken auf offene Stellen aufmerksam macht.
  • Bei Jobs in den Bereichen Social Media, PR, Online Marketing etc.
  • Bei Initiativbewerbungen bei Start-Ups aus der Internet-Branche.

Die Einsatzmöglichkeiten sind also beschränkt. Die Jobsuche ausschließlich über Social Media ist daher eine Randerscheinung und wird es aller Voraussicht auch auf absehbare Zeit bleiben. Der Weg über Bewerbermanagementsysteme und Online-Jobbörsen führt für die meisten Bewerber eher zum Ziel. Nichtsdestotrotz ist die Chance, sich Arbeitgebern dank einer guten Online-Reputation im Netz als kompetenter Kandidat zu präsentieren, gegeben. So kann ein guter Ruf im Netz im Personalauswahlverfahren den entscheidenden Vorteil bringen.

Du möchtest deine Jobsuche nicht öffentlich via Social Media gestalten? Mit einem ABSOLVENTA-Profil bleibst du anonym und hast die Chance, dich gleichzeitig bei mehreren Unternehmen zu bewerben. Einfach kostenlos anmelden, Lebenslauf hochladen und angeben, wonach du suchst.

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Über den Autor

Hannes Reinhardt
Hannes Reinhardt

Redaktionsprakti Hannes kommt frisch von der Uni und schreibt bei ABSOLVENTA über die Möglichkeiten, die sich jungen Berufseinsteigern heute bieten.

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