Klugheit in Zahlen

Der Intelligenzquotient

Der Intelligenzquotient

In zahlreichen Fernsehsendungen wird das Wissen oder gar der IQ der Kandidaten getestet. Auch viele Arbeitgeber sind am Intellekt ihrer Mitarbeiter interessiert und unterziehen die Bewerber im Einstellungsverfahren einem Intelligenztest. Der Intelligenzquotient ist allerdings nicht unumstritten. ABSOLVENTA informiert.

Als Intelligenzquotient bezeichnet man im Allgemeinen einen Wert, der die Intelligenz eines Menschen ausdrücken soll. Allerdings gibt es bis heute trotz enormer Forschungsleistungen keine allgemeingültige, wissenschaftlich anerkannte Definition von Intelligenz. Landläufig wird unter dem IQ die Problemlösungsintelligenz verstanden.

Der IQ-Test

Der Begriff Intelligenzquotient wurde vom Psychologen William Stern geprägt. Er setzte das von Alfred Binet entwickelte Intelligenzalter ins Verhältnis zum Lebensalter. Das daraus entstandene Ergebnis kennen wir heute als den Intelligenzquotienten. Binet war der erste, der versuchte, die Intelligenz eines Menschen mittels eines Tests zu messen. Aus diesen grundlegenden Forschungen entwickelten sich im Laufe der Zeit die heute standardmäßig eingesetzten Intelligenztest-Verfahren, wie z.B. der IQ-Test.

Die Methoden zur Messung der Intelligenz verfolgen unterschiedliche Ansätze, so dass es im Prinzip den universellen IQ so nicht gibt. Kennt man aber das angewendete Testverfahren gut und weiß, worauf es abzielt, dann lässt sich das Ergebnis relativ zuverlässig interpretieren.

Kritik am Begriff „Intelligenzquotient“

Die Kritik am Begriff „Intelligenzquotient“ ist vielfältig. Zum einen gibt es verschiedenen Faktoren, z.B. Alter oder sozialer Status, die das Ergebnis eines Intelligenztests beeinflussen können. Ebenso wird die Konstanz des Intelligenzquotienten in Frage gestellt. Testet man dieselbe Person in unterschiedlichen Lebensabschnitten, dann ist der Intelligenzquotient, der durch einen Intelligenztest ermittelt wurde, oft nicht identisch. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Vergleichbarkeit: Der Realitätsbezug einzelner Testverfahren in unterschiedlichen Kulturkreisen spielt eine entscheidende Rolle für das Antwortverhalten der getesteten Personen.

Einige Kritiker stellen die Existenz einer allgemeinen Intelligenz grundsätzlich in Frage, da viele Menschen unterschiedlich stark ausgeprägte Fähigkeiten besitzen, und befürworten deshalb das Modell einer multiplen Intelligenz. Der Hauptkritikpunkt ist hier, dass die gängigen Testverfahren bestimmte Fähigkeitsbereiche ausblenden, z.B. Musikalität oder soziale Kompetenzen, die mittlerweile mit dem EQ-Test erfasst werden können. Außerdem sind einige Kritiker der Meinung, dass bestimmte Ethnien oder Menschen aus sozial schwächeren Schichten per se schlechtere Voraussetzungen haben. Im Vordergrund der Kritik steht hier also die soziale Diskriminierung durch eine Bezugnahme auf den Intelligenzquotienten.

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Über den Autor

Hannes Reinhardt
Hannes Reinhardt

Redaktionsprakti Hannes kommt frisch von der Uni und schreibt bei ABSOLVENTA über die Möglichkeiten, die sich jungen Berufseinsteigern heute bieten.

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