Focus Money Auszeichnung - Beste Jobbörse

6160 Jobs für Berufseinsteiger. Jetzt suchen!

Experten-Interview

Karriere-Coach Marion Hodapp im Interview: Der Weg zum Traumjob

Karriere-Coach Marion Hodapp im Interview: Der Weg zum Traumjob

Marion Hodapp kennt sich in puncto Karriere richtig aus. Sie hat langjährige Erfahrung als HR-Managerin und Personalreferentin gesammelt und ist nun als Bewerbungs- und Karriereberaterin tätig. Die Arbeit in verschiedenen Branchen und Unternehmen verschaffte ihr nicht nur einen guten Überblick über den europäischen Arbeitsmarkt, sondern auch über die Anforderungen, die Unternehmen an ihre Kandidaten haben. Im dreiteiligen Interview mit der Jobbörse ABSOLVENTA verrät sie diesmal, wie man als Absolvent einen passenden Job findet.

Informationen zur individuellen Beratung gibt es auf der Homepage von Marion Hodapp.

Wie kann man im Vorhinein testen, ob ein Job wirklich zu einem passt und sich eine Bewerbung lohnt?

Wenn jemand die fachlichen Kenntnisse erfüllt und die Aufgabe im Allgemeinen spannend klingt, ist die Stelle noch lange nicht für denjenigen geeignet. Wichtig ist, dass der Bewerber erst mal prüft, ob die Anforderungen wirklich auf die Person passen. Ist in der Stellenanzeige beispielsweise von großer Reisebereitschaft die Rede, man möchte aber lieber abends zu Hause mit der Familie zusammen sein, wird das eher schwierig. Auch typische Formulierungen wie „Belastbarkeit“, „Loyalität“ und „Flexibilität“ sind keine reinen Floskeln. Im Übrigen lohnt es sich immer, einfach mal die genannte Kontaktperson anzurufen. So kann man Missverständnisse von vornerein ausräumen und sich gezielt auf die Stellen konzentrieren, die wirklich zu einem passen.

Wie findet man denn den passenden Job und das passende Unternehmen?

Die passende Aufgabe im richtigen Unternehmen findet man nur durch komplette Klarheit darüber, was man wirklich möchte. Darüber hinaus bietet das Internet unzählige Möglichkeiten, sich über die potentiellen Arbeitgeber zu informieren. Neben den unternehmenseigenen Homepages gibt es Bewertungsportale und Social Media Profile, über die man sich bezüglich Unternehmenskultur, Stimmung unter den Kollegen oder auch soziales Engagement informieren kann. Vorher sollte man natürlich wissen, was davon einem persönlich wichtig ist.

Was macht man, wenn man etwas studiert hat, aber in diesem Bereich gar nicht arbeiten will?

Hier gilt: Besinnung auf die Kernkompetenzen. Was hat mir schon immer Spaß gemacht? Worin habe ich Erfolg? Welche Wertvorstellungen habe ich? Wie kann ich dies beruflich kombinieren? Häufig ergibt sich daraus, dass das Studium sinnvoll für den weiteren Karriereweg war und sich ganz gut mit den anderen Interessen verbinden lässt.

Wie ist Ihre Einschätzung, sind Bachelor-Absolventen gegenüber Master-Absolventen deutlich im Nachteil?

Generell ist meine Antwort: Nein. Aber es ist stark davon abhängig, in welchem Bereich der Absolvent tätig werden möchte. In sehr spezifischen Fachbereichen sowie für Absolventen mit hohen Karriereansprüchen an sich selbst, ist eine Höherqualifizierung sicher sinnvoll, für generelle „Einsteigerpositionen“ jedoch nicht zwingend erforderlich.

Bei FH- und Uni-Absolventen verhält es sich anders. In vielen produzierenden, verarbeitenden und dienstleistungsorientierten Unternehmen werden FH-Absolventen aufgrund ihres praxisorientierten Studiums mit Kusshand genommen. In forschenden, wissenschaftlich orientierten Einrichtungen und Unternehmen wird mehr Wert auf die theoretisch-wissenschaftliche Uni-Ausbildung gelegt. Aber deswegen gibt es ja auch diese unterschiedlichen Hochschuleinrichtungen: Um marktgerecht auszubilden. Und der Markt ist glücklicherweise sehr vielfältig.

Für welche Stellen und Karrierepläne sollte es ein Master sein, wann reicht der Bachelor-Abschluss?

Diese Frage lässt sich so nicht beantworten. Tendenziell ist festzustellen, dass größere Unternehmen mit breiten Strukturen und stark hierarchischem Aufbau Absolventen mit höherem Abschluss mehr Karriereperspektiven bieten. In kleinen und mittelständischen Unternehmen spielt der Hochschulabschluss meist eine zweitrangige Rolle. Generell kommt es eher darauf an, wie sich der Absolvent in den nächsten Jahren im Beruf macht. Davon abhängig ist dann auch die Karriereentwicklung.

Weiterlesen:
>> Karriere-Coach Marion Hodapp im Interview (2): Die Bewerbung
>> Karriere-Coach Marion Hodapp im Interview (3): Das Vorstellungsgespräch

Auf Jobsuche?
>> Zu den Stellenanzeigen

Beliebte Artikel aus unserem Karriereguide

Psychologie-Test
Wie tickt der Bewerber?

Psychologie-Test

Die Psyche des Menschen ist ein komplexes Forschungsgebiet. Wissenschaftler und Psychologen entwickelten eine unendliche Vielfalt an Testverfahren, um die Intelligenz, die Persönlichkeit oder andere psychologisch relevante Aspekte zu untersuchen. Das Internet bietet eine unüberschaubare Menge an pseudo-wissenschaftl...

Zum Artikel
Rhetorikkurs
Steigerung der Kommunikationsfähigkeit

Rhetorikkurs

Rhetorische Fähigkeiten können den Unterschied bei fachlich gleich guten Bewerbern ausmachen. Ein Rhetorikkurs hilft dir, deine kommunikativen Kompetenzen zu verbessern. Wenn du deinen potentiellen Arbeitgeber in einem Vorstellungsgespräch sowohl fachlich als auch kommunikativ überzeugen kannst, kommst du deinem Tra...

Zum Artikel
„Master Your Career“ 2016 – das internationale Karriere-Event von EY
„Master Your Career“ 2016

„Master Your Career“ 2016 – das internationale Karriere-Event von EY

„Master Your Career“ heißt das internationale Karriere-Event von EY, bei dem du live dabei sein kannst. Drei Tage lang wirst du mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen von EY aus unterschiedlichen Bereichen (Assurance, Tax und Consulting) an spannenden Projekten arbeiten und in lockerer Atmosphäre all deine Fragen z...

Zum Artikel