Logisch und analytisch denken

Brainteaser

Brainteaser

Personaler stellen in Vorstellungsgesprächen manchmal merkwürde Fragen: "Wieviele Smarties passen in einen Smart?" oder "Wie viele Rentiere müssen den Schlitten vom Weihnachtsmann ziehen?" Mit dem sogenannten Brainteaser werden die grauen Gehirnzellen der Bewerber gerne herausgefordert. ABSOLVENTA gibt Tipps, wie man sich bei diesen Fragen richtig verhält.

Inhalt

  1. Brainteaser als Aufgabe im Bewerbungsgespräch
  2. Brainteaser – was dahintersteckt
  3. Brainteaser vor allem bei Investmentbanken und Unternehmensberatungen
  4. Brainteaser bei Experten stark in der Kritik
  5. Tipps für die Lösung von Brainteasern

Brainteaser als Aufgabe im Bewerbungsgespräch

Brainteaser sind neben dem Leistungstest oder dem Gedächtnistest ein beliebtes Mittel, um die Stressresistenz und das Problemlösungsvermögen eines Bewerbers auf die Probe zu stellen. Bei einem Brainteaser handelt es sich um Aufgaben, die auf den ersten Blick unlösbar erscheinen. Doch mit Logik und der nötigen Ausdauer lassen sich Brainteaser ausnahmslos "knacken".

Brainteaser – was dahintersteckt

Stellt dir ein Personaler in einem Vorstellungsgespräch eine Brainteaser-Aufgabe, dann ist für ihn vor allem deine Herangehensweise an die Lösung interessant. Es kommt also nicht vorrangig darauf an, eine richtige Lösung für den Brainteaser zu finden, sondern einen möglichst kreativen und logischen Lösungsweg. Der Personaler möchte damit erkennen, wie du dich mit einem konkreten, schwierigen und eventuell fachfremden Problem auseinandersetzt.
Ein weiteres Beurteilungskriterium ist dein verbales Geschick bei der Präsentation des Lösungsweges, das heißt wie nachvollziehbar und strukturiert du deine Lösung gestaltest. Der Brainteaser ist damit auch eine Alternative zu dem herkömmlichen Intelligenztest, denn damit lässt sich sowohl sein analytisches Denkvermögen als auch dein Sprachvermögen überprüfen.

Aber auch deine fachlichen Kompetenzen können bei einem Brainteaser eine Rolle spielen. Als Betriebswirt erwartet man von dir beispielsweise, dass du dich mit Umsatz- und Gewinnrechnung auskennst. Ein Physiker oder Informatiker hingegen sollte ausgeprägte mathematisch-analytische Fähigkeiten besitzen. Der Brainteaser kann dem Personaler also eine Vielzahl von Informationen über die fachlichen und sozialen Kompetenzen eines Bewerbers liefern, sofern die Aufgabe einen Bezug zur Stelle aufweist.

Brainteaser vor allem bei Investmentbanken und Unternehmensberatungen

Brainteaser können dir grundsätzlich im Vorstellungsgespräch oder Eignungstest in allen Branchen und Unternehmen begegnen. Es kommt in der Regel auf die Art der zu besetzenden Stelle an. Allerdings sind Brainteaser besonders bei Investmentbanken, Firmen der Konsumgüterwirtschaft und Unternehmensberatungen beliebt. Das sind auch die Bereiche, in denen besonderer Wert auf gute analytische Fähigkeiten gelegt wird.

Brainteaser bei Experten stark in der Kritik

Experten sehen in Brainteasern allerdings keinen adäquaten Ersatz für wissenschaftlich fundierte Testverfahren. Ein großer Nachteil ist, dass die meisten Brainteaser-Aufgaben trainierbar sind und ihre Aussagekraft somit zweifelhaft ist. Es ist für den Personaler nicht mehr klar erkennbar, ob der Bewerber tatsächlich spontan, kreativ und analytisch fit ist oder einfach nur die Aufgaben geübt hat. Auch die Durchschaubarkeit des Lösungsweges wird angezweifelt, da hierbei immer auch die Kommunikationsstärke des Bewerbers eine Rolle spielt. Präsentiert der Bewerber nur eine Lösung, ohne den Lösungsweg zu erklären, dann sind Rückschlüsse auf das analytische Denkvermögen nur schwer möglich.

Tipps für die Lösung von Brainteasern

Mit einem Brainteaser als Einstellungstest werden vor allem deine analytischen Fähigkeiten getestet. Das kann sowohl spontan im Vorstellungsgespräch passieren, als auch schriftlich in einer Textaufgabe. Meistens ist irgendein Haken oder Trick eingebaut. Deshalb gilt: Die spontan einfachste Antwort ist mit großer Wahrscheinlichkeit falsch. Nimm dir genug Zeit, genau über die Aufgabe nachzudenken bzw. sie genau zu lesen. Zerlege das Problem in seine Einzelteile und überlege dir einen strukturierten Lösungsweg. Nimm die gegebenen Fakten hin, egal wie absurd sie dir erscheinen. Wird dir der Brainteaser im Vorstellungsgespräch gestellt, dann mache dir Notizen und frage bei Unklarheiten nach.

>> Weitere Infos und Tipps zu anderen Einstellungstests

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