Nicht festlegen

Berufliche Mobilität erhöht Karrierechancen

Berufliche Mobilität erhöht Karrierechancen

„Flexibel“ lautet eines der Schlagworte, das immer wieder in Stellenangeboten auftaucht. Viele Wirtschaftsvertreter fordern zudem eine höhere Mobilität der Bewerber. Doch dass ein Umzug häufig auch einen gravierenden Einschnitt in das Privatleben ist, kommt in der Diskussion eher kurz. Für Studenten und Absolventen ist das naturgemäß ein geringeres Problem.

Nach dem Studium beispielsweise in Paderborn, Heidelberg oder  Magdeburg zieht es die meisten woanders hin, in  größere Städte oder zurück in die Heimat. Laut einer Studie von Ernst & Young können sich 84 Prozent der Studenten vorstellen, für einen Job umzuziehen. Aber je älter die Arbeitnehmer werden, sie ein eigenes Haus oder eine Familie haben, desto mehr nimmt die berufliche Mobilität wieder ab

Umziehen für die Karriere?

Es wird es in Zukunft immer seltener der Fall sein, Dass ein Berufseinsteiger bis zum Ende seiner beruflichen Laufbahn immer bei der gleichen Firma und im gleichen Standort arbeitet. Berufliche Mobilität ist dabei nicht immer freiwillig. Ein Umzug aus beruflichen Gründen kann aus vielerlei Gründen erfolgen. Beispielsweise kann die Arbeitslage am Wohnort schlecht sein, man erhält ein attraktives Jobangebot an einem anderen Ort, ein Unternehmen stellt seinen Betrieb ein oder man wird von seinem Arbeitgeber an einen anderen Standort versetzt. 

Wie fast alle Bereiche im Leben erfordert auch die Karriere oft Kompromisse. Man muss zwischen den Nachteilen und den Vorteilen sowie den Chancen  eines Umzuges abwägen. Ein Umzug aus der vertrauten Umgebung hat insbesondere für das Privatleben gravierenden Konsequenzen. Dem steht aber auch viele neuen Chancen und Möglichkeiten gegenüber. Nicht nur, dass eine längere Phase der Arbeitslosigkeit für die meisten Menschen keine ernsthafte Option ist. In beruflicher Hinsicht ist das ein (neuer) Job, der oft auch besser bezahlt ist. Zudem trägt es dazu bei, sich sein berufliches Netzwerk zu erweitern, was für den weiteren Verlauf der Karriere neue Optionen eröffnen kann. Auch bei Bewerbungen für spätere Jobs kann es bei Personalern ein Pluspunkt sein, wenn jemand in seinem Werdegang nicht nur Berufserfahrung, sondern auch Lebenserfahrung gesammelt hat. Diese macht man verstärkt dadurch, wenn man sich beruflich wie privat in einer neuen Umgebung zurechtzufinden muss und einen neuen Freundes- und Bekanntenkreis aufbaut. Für Personaler zeigt das nicht nur eine Bereitschaft zur beruflichen Mobilität sondern auch zur geistigen Mobilität.

Berufliche Mobilität: Vor- und Nachteile sowie Risiken und Chancen abwägen

Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob man für die berufliche Karriere seine gewohnte Umgebung verlassen möchte oder nicht. Dabei sollte man aber nicht nur die kurzfristigen Konsequenzen im Auge haben, sondern auch die mittel- und langfristigen Chancen. Und Dank der modernen Kommunikationsmittel wie Videotelefonie, Chatten oder Sozialen Netzwerken ist es heutzutage auch leichter möglich, den Kontakt zu seinen Freunden aufrecht zu erhalten.

Auf Jobsuche?
>> Zu den Stellenangeboten aus ganz Deutschland


Lies auch:
>> Mobilität und Flexibilität - Wie viel für die Karriere nötig ist

Beliebte Artikel aus unserem Karriereguide

Arbeiten im Ausland: Japan
Im Land der aufgehenden Sonne

Arbeiten im Ausland: Japan

In Japan, dem Land der aufgehenden Sonne, brennen die Bürolichter nach Sonnenuntergang einige Stunden länger als hier in Deutschland. So lautet das allgemeine Vorurteil. ABSOLVENTA erklärt wie realitätsnah diese Annahme über das Arbeiten in Japan ist, ob man nach Feierabend am Karaokesingen vorbeikommt, und welches ...

Zum Artikel
Trainee bei Lufthansa: Fabia
Inside ProTeam

Trainee bei Lufthansa: Fabia

Über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos – das findet auch ProTeamlerin Fabia Metzger, obwohl sie früher ganz schön Angst vor dem Fliegen hatte. Wir haben sie am Frankfurter Flughafen am Gate getroffen und sind mit ihr nach Zürich zur SWISS geflogen, bei der Fabia unter Vertrag ist. Unterwegs hat sie uns verraten...

Zum Artikel
„Kein Praktikum nach dem Studium!“
Hochschul-Informations-System

„Kein Praktikum nach dem Studium!“

Kolja Briedis vom Hochschul-Infomations-System im Experteninterview mit dem ABSOLVENTA-Karriereblog über die Auswirkungen der Wirtschaftskrise für Hochschulabsolventen, alternative Berufseinstiegsstrategien, die Bedeutung eines Netzwerkes für den Berufseinstieg und die beruflichen Zukunftsaussichten von Akademikern....

Zum Artikel