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Inside ProTeam

Trainee bei Lufthansa: Julia und Max

Trainee bei Lufthansa: Julia und Max

Ein Germanist mit zwei eigenen Onlineshops bei Lufthansa? Die ehemalige Teamleiterin von einem kamerunischen Sozialprojekt in der Konzernstrategie? Im ProTeam von Lufthansa stehen klugen Köpfen alle Türen offen! Was Julia Wenzel (26) und Maximilian Schneider (29) in dem konzernübergreifenden Trainee-Programm bislang erlebt haben und mit welchen spannenden Projekten sie vertraut sind, das und vieles mehr haben uns die beiden ProTeamler in der Lufthansa Zentrale in Frankfurt am Main erzählt.

Ihr habt es in das ProTeam von Lufthansa geschafft, wie sahen die ersten Wochen aus?

Julia: Die ersten fünf Wochen waren sehr  aufregend, da hatten wir einen Konzernumlauf. Es gab viele Vorträge, bei denen sich Abteilungen vorgestellt haben und Projekte für die Zeit danach präsentiert wurden. Außerdem gab es einen Stationstag, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist. Wir waren direkt am Gate, haben am Check-in gearbeitet und Koffer aufgenommen. Das war sehr spannend, denn sonst kennt man ja nur die andere Seite, wenn man zum Beispiel in den Urlaub fliegt. Dann waren wir noch bei der Swiss in Zürich, wo wir auch ungewöhnliche Einblicke erhalten haben. 

Max: Für mich war in den ersten fünf Wochen auch der Stationstag besonders beeindruckend. Man konnte sehen, wie die vielen kleinen Rädchen ineinander greifen und die logistische Arbeit am Boden funktioniert.

Nach euren gemeinsamen fünf Wochen im Konzernumlauf ist jeder in ein eigenes Projekt gegangen. Was macht ihr da gerade?

Julia: Ich arbeite momentan in der Konzernstrategie am ‚7 to 1’ Programm, welches die sieben Handlungsfelder unserer Strategie beschreibt. Diese Handlungsfelder stehen derzeit besonders im Fokus Eines der Felder heißt ‚New Concepts for Growths’, dort ist mein Projekt angesiedelt.

Max: Ich bin momentan in der Abteilung Kernprozessmanagement. Konkret beschäftige ich mich mit dem Thema ‚Crew Meals’, also dem Essen für die Flugbegleiter und die Piloten. Der aktuelle Prozess ist da sehr komplex und kostenintensiv. Wir versuchen den Ablauf entsprechend zu optimieren.

Zwar seid ihr jetzt in verschiedenen Projekten, aber das ProTeam besteht aus zwölf Trainees. Wie seid ihr als Team zusammengewachsen?

Max: Teambuilding war in der Anfangszeit ein großes Thema. Und es hat funktioniert. Wir sind eng zusammengewachsen und kennen unsere Stärken und Schwächen genau. Zusammen waren wir mehrfach im Lufthansa Tagungszentrum in Seeheim. Da haben wir zum Beispiel ein Outdoor-Training gemacht und gemeinsam eine Brücke über eine Schlucht gebaut.

Julia: Aber auch jenseits der Teambuilding-Maßnahmen haben wir festgestellt, dass wir gut zusammenpassen, obwohl wir so unterschiedlich sind. Wir haben irgendwie einen gemeinsamen Nenner gefunden.

Wie sieht dieser gemeinsame Nenner aus, was verbindet euch?

Julia: Wir sind alle Menschen, die Dinge aus Überzeugung machen und mit Herzblut angehen.

Max: Außerdem kommt bei so verschiedenen Charakteren viel weniger Konkurrenzdenken auf; jeder hat seine Nische, in die er passt. Wir ergänzen uns gut.

Von der Programmverantwortlichen  Annika Saenger haben wir erfahren, dass ihr auch Coachings hattet. Wie sah das konkret aus? Und wie habt ihr diese Erfahrung wahrgenommen?

Julia: Ich habe die Coachings als sehr bereichernd wahrgenommen. Ein externer Coach stand uns dabei zur Seite und hat mit uns beispielsweise geschaut, welche Verhaltensmuster wir warum entwickelt haben. So haben wir auf eine sehr schöne Art und Weise gemeinsam aneinander und jeder an sich selbst gearbeitet. Wir haben gelernt, dass man seine Schwächen nicht verbergen muss, sondern offen damit umgehen kann.

Max, du hast Politik- und Sprachwissenschaft studiert, ein ungewöhnlicher Ausgangspunkt für eine Karriere bei einer Fluggesellschaft. Wie bist du auf Lufthansa gekommen?

Max: Ich habe nach meinem Studium bei einem Tochterunternehmen von Lufthansa eine Ausbildung zum Piloten gemacht. Weil mich das Thema Fliegen sehr interessiert und ich schon immer zu Lufthansa wollte, habe ich dann auch nach anderen Möglichkeiten geschaut und die Ausschreibung für das ProTeam entdeckt. 

Und dann hast du dich direkt beworben?

Max: Es war kurz vor knapp. Die Frist endete schon vier Tage später. Zur Bewerbung gehörte auch ein Video, das habe ich dann in anderthalb Tagen aufgenommen und die Onlinetests gemacht. Dann kam die Einladung zum Vorstellungsgespräch via E-Mail. An den Moment erinnere ich mich noch genau – ich kam gerade aus der Sauna.

Du bist nicht nur Germanist und Pilot, sondern auch noch der Eigentümer von zwei Online-Shirt-Shops, wie kam es dazu?

Max: Den einen Shop habe ich während des Studiums gegründet, dort werden Shirts für Germanisten angeboten, mit den wichtigsten Literaten als Motiv. Während der Piloten-Ausbildung dachte ich mir dann, dass sich zum Thema Fliegen auch viel machen ließe, und so kam noch ein zweiter Shop hinzu.

Julia, du hast ja auch schon viel praktische Erfahrung sammeln können. War für dich von vornherein klar, dass du mal zu Lufthansa möchtest?

Julia: Lange geplant war es nicht. Ich habe bei den Praktika und Jobs, die ich auch davor gemacht habe, immer in dem Moment geschaut, was richtig für mich ist, was mich begeistert. Deshalb habe ich sehr unterschiedliche Sachen gemacht. Ich war beispielsweise drei Monate lang als Teamleiter bei einem sozialen Projekt in Kamerun, habe aber auch Erfahrung bei SAP und Ernst & Young gesammelt.

Konntest du neben Kamerun noch weitere Auslanderfahrungen sammeln?

Julia: Außer den drei Monaten in Kamerun war ich noch sechs Monate in Bangkok für ein Auslandssemester. Dort hatte ich die Chance durch Kambodscha, Myanmar, Vietnam und Laos zu reisen, das war sehr toll. Ich habe mir ein gutes Bild von Asien machen können. Reisen ist definitiv eine Leidenschaft von mir, da passt es gut, dass wir nach sechs Monaten vergünstigt fliegen können.

Max, du hast deinen Wohnsitz gleich ganz ins Ausland verlegt?

Max: Ja, das stimmt. Ich wohne seit 2011 in Prag. Nach meinem Abschluss habe ich dort zwei Jahre an der Uni Germanistik unterrichtet. Am Wochenende pendele ich also immer nach Tschechien. Das klappt sehr gut, Lufthansa bietet seinen Angestellten viele Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung

Wie zufrieden seid ihr mit eurem Trainee-Gehalt?

Max: Ich bin sehr zufrieden. Wir kriegen ein gutes, dem Unternehmen angemessenes, Gehalt. Und was besonders toll ist: Nach sechs Monaten können wir vergünstigt fliegen. Gerade wenn man in Prag wohnt, eine tolle Sache. 

Julia: Das sehe ich wie Max. Das Gehalt ist gut und die Möglichkeit, sehr vergünstigt zu fliegen, ist einfach toll ­– das Reisen ist dadurch noch viel greifbarer. Für mich ist das der Schlüssel zur Freiheit.

Wenn man eure Begeisterung hört, erübrigt sich die Frage fast, trotzdem: Würdet ihr euch wieder für das ProTeam entscheiden?

Beide: Ja!

Julia: Ein gebrülltes Ja!

>> Mehr über das Lufthansa ProTeam erfahren

Ihr wollt mehr über die Aufgaben und Herausforderungen der Trainees im ProTeam wissen? Dann schaut euch die Interviews aus unserer "Inside-ProTeam"-Reihe an:

 

Über den Autor

Kim-Laureen Döpke
Kim-Laureen Döpke

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