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Insider-Interview

Erfahrungen zum Berufseinstieg bei Siemens

Erfahrungen zum Berufseinstieg bei Siemens

Dorothea Roth (27) hat am Karlsruher Institut für Technologie Elektrotechnik studiert und anschließend an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg den Master in »Medical Process Management« absolviert. Danach ist sie als Trainee im Siemens Graduate Program (SGP) in den Beruf eingestiegen.

Hallo Dorothea, warum hast du dich für den Berufseinstieg bei der Siemens AG entschieden?

Für mich war klar, dass ich nach dem Studium bei einem der großen Unternehmen in der Medizintechnikbranche arbeiten möchte. Die wichtigsten Kriterien waren für mich, dass ich umfangreiche Entwicklungsmöglichkeiten habe, dass ich mich mit den Produkten identifizieren kann und dass ich international arbeiten kann. Siemens und das Siemens Graduate Program (SGP) haben mich dann überzeugt.

Und was hat dich konkret an dem Trainee-Programm von Siemens angesprochen?

Eines der Highlights des SGP ist das Assignment im Ausland. Ich beende grade mein zweites von drei Assignments, das ich in Sao Paulo in Brasilien verbracht habe. Im Vergleich zu anderen Trainee-Programmen finde ich die Dauer von acht Monaten perfekt gewählt. Man hat genug Zeit, um ein eigenes Projekt durchzuführen, Verantwortung zu übernehmen und sich zu beweisen. Wenn man sich dann gut eingearbeitet hat, ist es wieder Zeit für die nächste Aufgabe. Das Motto ist „Get out of your comfort zone!“.

Wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle bei Siemens ab?

Ich habe mich über das Online Portal beworben und die geforderten Unterlagen eingereicht. Danach wurde ich zu einem Telefoninterview eingeladen und kurz darauf folgte ein Assessment Center. Mittlerweile hat sich der Bewerbungsprozess geändert. Das Telefoninterview wurde durch ein asynchrones Videointerview ersetzt. Das bedeutet, dass sich Bewerber über das Internet anmelden und die gestellten Fragen per Videoaufzeichnung beantworten. Der Vorteil dieser Methode ist, dass man sich zu jeder Zeit und an jedem Ort einwählen und das Interview durchführen kann. Bisher habe ich nur positives Feedback dazu gehört.

Wie lange hat es vom Versenden der Bewerbungsunterlagen bis zur finalen Zusage gedauert?

Der gesamte Prozess ging sehr schnell. Mitte August habe ich die Unterlagen eingereicht und die finale Zusage hatte ich Anfang Oktober.

Welche Tipps kannst du anderen Bewerbern für den Auswahlprozess geben?

Das Wichtigste bei jedem Bewerbungsgespräch ist meiner Meinung nach man selbst zu sein. Während des ganzen Bewerbungsprozesses standen nicht die fachlichen Fähigkeiten im Vordergrund, sondern der Charakter und die Einstellung der Teilnehmer. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, ob das SGP zu ihm passt, dem würde ich eines der SGP Events ans Herz legen. Dort ist es möglich, mit aktuellen und ehemaligen SGP Teilnehmern in Kontakt zu treten und alle offenen Fragen loszuwerden. Eine aktuelle Liste der Events findet man auf der SGP-Seite von Siemens oder auf der Facebook-Page.

Deine ersten Tage bei Siemens: Kaltes Wasser oder warmer Empfang?

Am ersten Tag wurde ich von meinem Manager bereits erwartet. Es war schon alles vorhanden: der Arbeitsplatz, ein Laptop und ein Geschäftshandy. Außerdem hatte mein Manager eine Liste von möglichen Projekten zusammengestellt, aus der wir dann gemeinsam meine Projekte für die ersten acht Monate auswählten.

Bei mir überschlugen sich zu Beginn die Ereignisse. Nach einer Woche in der neuen Abteilung konnte ich gleich an einem globalen Meeting teilnehmen. Netzwerken konnte ich außerdem auf der SGP World Conference zwei Wochen nach meinem Einstieg bei Siemens. Dort treffen jährlich 180 Trainees aus allen Teilen der Welt auf das Top-Management von Siemens. Unter anderem stellte sich dort Siemens-CEO Joe Kaeser unseren Fragen.

Wie sind bei Siemens Betreuung und Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

Bei Siemens werden für Trainees, wie für alle anderen Mitarbeiter auch, zu Beginn des Geschäftsjahres Ziele gesetzt. Am Ende des Geschäftsjahres wird überprüft, in welchem Grad diese Ziele erreicht wurden, und man erhält individuelles Feedback.

Zusätzlich gibt es im SGP einen Mentor, der einen über die zwei Jahre begleitet und bei der Assignment-Planung hilft. Gemeinsam mit dem Mentor wird ein Development-Plan aufgesetzt, der beschreibt, wo man gerne in einigen Jahren sein möchte und welche Maßnahmen man ergreifen sollte, um dorthin zu kommen.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten in deinem Berufsalltag?

Die Aufgaben wechseln wie gesagt in den drei Stationen. In meiner letzten Station in Brasilien hatte ich zwei Hauptaufgaben: Zum einen habe ich unsere Vertriebsmannschaft in Brasilien unterstützt. Ich habe unter anderem Messen und Kunden besucht, aufgrund verschiedener Analysen mögliche Kunden vorgeschlagen und dafür Marketingmaterialien geliefert. Ein anderes Projekt war die Definition eines Go-to-Market-Ansatzes für Brasilien, also eine Strategie zu definieren, wie wir unsere Produkte in Zukunft bewerben und vertreiben wollen.

Welche Eigenschaften muss man deines Erachtens mitbringen, um nach dem Berufseinstieg bei Siemens auch einen guten Job zu machen?

Ich denke, am wichtigsten ist es, einen gewissen „Drive“ mitzubringen. Das heißt aktiv Dinge anzugehen, viel zu hinterfragen und auch konstruktive Kritik zu äußern. Dabei kann Kritik auch positiv sein und man darf auch gerne Spaß haben.

Von der Hochschule ins Arbeitsleben: Wie steht es mit der Work-Life-Balance in deinem Job?

Ich persönlich empfinde die Work-Life-Balance als sehr gut. Der Standort, an dem ich arbeite, ist in einer mittelgroßen Stadt, in der es alles gibt, was man zum Leben braucht. Darüber hinaus nutze ich unser Siemens Sportzentrum und mache dort verschiedene Sportkurse, z.B. Spinning oder Aerobic. Dort gibt es außerdem ein Beachvolleyballfeld, auf dem wir Trainees ab und zu gemeinsam spielen. Hier an diesem Standort gibt es relativ viele Trainees, sodass wir eigentlich ständig etwas gemeinsam unternehmen, seien es nun Mittagessen in der Kantine, Spieleabende oder der ein oder andere Cocktail nach der Arbeit.

Den Berufseinstieg hast du geschafft. Welche Pläne hast du für deine weitere Karriere bei Siemens?

Ich suche nach einer Position, auf der ich nah an der Entwicklung eines Produktes bin, aber trotzdem den Markt und den Kunden im Blick habe. Die Rolle, in der ich mittelfristig arbeiten möchte, ist die eines Produktmanagers. Dort kann ich beide Bereiche verbinden und Verantwortung für ein Produkt übernehmen. Nun möchte ich aber erst mal in meiner dritten Station mein Bestes geben und dann bin ich gespannt, in welchem Bereich ich nach dem SGP landen werde und welche spannenden Aufgaben dort auf mich warten.

>> Weitere Informationen zum Berufseinstieg bei Siemens findest du hier!

Über den Autor

Noemi Haderlein
Noemi Haderlein

Als Content Managerin kümmert sich Noemi Haderlein seit 2015 um die Inhalte von ABSOLVENTA und schreibt zu allen Themen, die Studenten und Berufseinsteiger rund um Studium, Bewerbung und ersten Job interessieren.

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